US-Küstenwache zeigt erste Bilder des verunglückten Titanic-U-Boots
Bei einer öffentlichen Anhörung hat die US-Küstenwache erstmals ein Bild sowie Video des verunglückten Titan-Tauchboots gezeigt, das auf dem Weg zum Wrack der Titanic implodierte. Die Anhörung gab auch neue Details zum Unglück und den Momenten an Bord preis.
Die Überreste wurden laut den Ermittlern mehrere hundert Meter vom Wrack der Titanic entfernt gefunden. Das ferngesteuerte Unterwasserfahrzeug, das die Trümmer am 22. Juni 2023 entdeckte, lieferte den "eindeutigen Beweis" für eine katastrophale Implosion des Tauchboots, bei der alle fünf Insassen ums Leben kamen.
Kurz nach dem Unglück aufgenommenes, jetzt veröffentlichtes Bild der Titan-Überreste
OceanGate hatte in der Vergangenheit Kritik an übermäßigen Sicherheitsvorschriften geübt und argumentiert, diese würden Innovationen behindern. Experten hatten jedoch wiederholt Bedenken hinsichtlich der Sicherheit des Gefährts geäußert.
Siehe auch:
Erster Blick auf die Titan-Trümmer
Die US-Küstenwache hat Anfang der Woche bei einer öffentlichen Anhörung zum tragischen Unglück des Tauchboots im Juni 2023 erstmals ein Bild der Wrackteile veröffentlicht. Wie CNN berichtet, zeigt das Foto den abgetrennten Heckkonus des Tauchboots.Die Überreste wurden laut den Ermittlern mehrere hundert Meter vom Wrack der Titanic entfernt gefunden. Das ferngesteuerte Unterwasserfahrzeug, das die Trümmer am 22. Juni 2023 entdeckte, lieferte den "eindeutigen Beweis" für eine katastrophale Implosion des Tauchboots, bei der alle fünf Insassen ums Leben kamen.
Letzte Kommunikation vor der Katastrophe
Während der Anhörung wurden auch Details zur letzten Kommunikation zwischen der Titan und ihrem Mutterschiff Polar Prince enthüllt. Kurz vor dem Kontaktabbruch meldete die Besatzung: "Alles gut hier." Die letzte Textnachnachricht, die das Tauchboot nur sechs Sekunden vor dem Verlust des Kontakts sendete, lautete: "Dropped two wts", also "Zwei Gewichte abgeworfen." Dies bezog sich aller Wahrscheinlichkeit nach auf den Versuch, zur Oberfläche zurückzukehren.
Kurz nach dem Unglück aufgenommenes, jetzt veröffentlichtes Bild der Titan-Überreste
Kritik an OceanGate und Sicherheitsbedenken
Im Laufe der Anhörung wurden auch schwerwiegende Sicherheitsmängel und interne Konflikte bei OceanGate, dem Betreiber der Titan, offengelegt. Tony Nissen, ehemaliger technischer Direktor bei OceanGate, berichtete von zahlreichen Problemen bei Testfahrten. Allein im Jahr 2021 gab es 70 Ausrüstungsprobleme, 2022 waren es immer noch 48.Stockton (Rush) kämpfte für das, was er wollte ... Und er gab nicht nach. Die meisten Leute würden irgendwann vor Stockton einknicken. Es war wie der Tod durch tausend Schnitte.Nissen wurde entlassen, nachdem er sich geweigert hatte, 2016 eine Expedition zur Titanic zu genehmigen, da er die Hülle für beschädigt hielt. Dieser Kohlefaser-Rumpf wurde dann tatsächlich nie verwendet.
Titan-Tragödie im Juni 2023
Die Titan war am 18. Juni 2023 mit fünf Personen an Bord zu einer Expedition zum Wrack der Titanic aufgebrochen. Neben Stockton Rush befanden sich der französische Taucher Paul-Henri Nargeolet, der britische Abenteurer Hamish Harding sowie der britisch-pakistanische Geschäftsmann Shahzada Dawood und dessen 19-jähriger Sohn Suleman an Bord. Nach etwa einer Stunde und 45 Minuten brach der Kontakt zum Mutterschiff ab. Erst Tage später wurde klar, dass das Tauchboot aufgrund des enormen Wasserdrucks implodiert war, was zum sofortigen Tod aller Insassen führte.OceanGate hatte in der Vergangenheit Kritik an übermäßigen Sicherheitsvorschriften geübt und argumentiert, diese würden Innovationen behindern. Experten hatten jedoch wiederholt Bedenken hinsichtlich der Sicherheit des Gefährts geäußert.
Zusammenfassung
- US-Küstenwache zeigt Wrackteile des Titan-Tauchboots
- Bild enthüllt abgetrennten Heckkonus
- Trümmer nahe dem Titanic-Wrack gefunden
- "Zwei Gewichte abgeworfen" - letzte Nachricht
- Schwere Sicherheitsmängel bei OceanGate
- Ex-Direktor Nissen kritisiert Firmenpolitik
Siehe auch:
- Nach tödlichem Titanic-Tauchgang: OceanGate stellt den Betrieb ein
- Titanic-U-Boot wurde mit 40-Euro-Controller von Logitech gesteuert
- Whistleblower warnte 2018 vor Titanic-U-Boot, wurde gefeuert
- Titanic: Touristisches Tauchboot verschollen, schwierige Suche läuft
- Neuer Anblick: Erster vollständiger 3D-Scan der Titanic beeindruckt
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