Edge-Browser: Microsoft sagt "rundes" UI-Update offiziell ab

Microsoft hat die geplante Neugestaltung des Edge-Browsers, die ab­ge­run­de­te Tabs mit sich bringen sollte, abgesagt. Anpassungen gibt es trotz­dem, diese konzentrieren sich auf Details wie Einstellungen und Na­vi­ga­tion. Was genau zu dieser Entscheidung geführt hat, ist nicht klar.
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Kehrtwende bei Edge-Design

Microsoft hat überraschend seine Pläne für eine umfassende Neugestaltung des Edge-Browsers aufgegeben. Wie Windows Central berichtet, wird die im Februar 2023 angekündigte Überarbeitung mit abgerundeten Tabs und verstärkten Blur-Effekten nicht mehr umgesetzt. Ein Microsoft-Sprecher bestätigte den Schritt und auch die Tatsache, dass man sich vom rundlichen Tab-Design verabschiedet habe.
Microsoft Edge Preview mit KISo sollte der 'runde' Edge aussehen
Die Entscheidung kommt durchaus unerwartet, meint Windows Central-Autor Zac Bowden, da die neue Benutzeroberfläche Edge optisch stärker an Windows 11 angepasst und dem Browser eine eigenständige Identität verliehen hätte. Bislang ähnelt Edge stark dem Konkurrenten Google Chrome - und das bleibt auch so. Einige Elemente der geplanten Überarbeitung sollen dennoch erhalten bleiben, darunter der Rahmen um Webseiten und die neu positionierte Benutzerschaltfläche.

Verbesserte Navigation

Statt auf optische Veränderungen konzentriert sich Microsoft nun offenbar auf die Verbesserung der Benutzerfreundlichkeit, wie Windows Latest in der offiziellen Roadmap entdeckt hat. Dazu zählen folgende Elemente:

  1. Schnellzugriff auf häufig genutzte Einstellungen auf der Startseite
  2. Direkte Verknüpfungen zu beliebten Optionen auf komplexen Seiten wie "System und Leistung"
  3. Komprimierung langer Einstellungsseiten in übersichtliche, ausklappbare Unterabschnitte

Diese Änderungen sollen ab Oktober 2024 schrittweise eingeführt werden, wobei es einige Zeit dauern könnte, bis sie die stabile Version von Edge erreichen.

Neben den Einstellungen plant Microsoft auch eine Überarbeitung der oft überfüllten Seitenleiste. Künftig soll Edge automatisch vorschlagen, länger nicht genutzte Apps aus der Seitenleiste zu entfernen. Ein Pop-up mit der Meldung "Zu viele Symbolleistensymbole? Jetzt aufräumen" könnte Nutzern die Option bieten, wenig verwendete Icons in das Dreipunkte-Menü (rechts oben) zu verschieben.

KI-Funktionen im Fokus

Während Microsoft von größeren Designänderungen Abstand nimmt, treibt das Unternehmen die Integration von KI-Funktionen in Edge weiter voran. Das passt in das Gesamtbild der Pläne des Konzerns, denn der Copilot wird aktuell überall integriert, wo das auch nur ansatzweise Sinn ergibt.

Die Entscheidung, das Edge-Design beizubehalten, könnte auf verschiedene Faktoren zurückzuführen sein. Möglicherweise hat Microsoft aus Nutzerfeedback gelernt, dass die Benutzerfreundlichkeit und Funktionalität für viele Anwender wichtiger sind als optische Veränderungen. Zudem könnte die Beibehaltung des aktuellen Designs die Kompatibilität mit bestehenden Erweiterungen und Themes sicherstellen.

Zusammenfassung
  • Microsoft stoppt große Designänderung des Edge-Browsers
  • Abgerundete Tabs und Blur-Effekte werden nicht eingeführt
  • Neue Benutzeroberfläche sollte Edge optisch an Windows 11 anpassen
  • Fokus nun auf Verbesserung der Benutzerfreundlichkeit
  • Änderungen umfassen schnellen Zugriff auf Einstellungen und Direktlinks
  • Überarbeitung der Seitenleiste geplant, um Überfüllung zu vermeiden
  • Integration von KI-Funktionen in Edge wird weiter vorangetrieben

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