Nie mehr Alt+Tab: Microsoft bringt Edge Browser-Overlay für Gamer

Microsoft stellt Edge Game Assist vor, ein Browser-Overlay für Gamer. Die Funktion soll das Multitasking und Surfen während des Spielens er­leich­tern. Ab sofort ist die Beta-Version für Windows 11 verfügbar. Ob sich Gamer dafür von ihrem Standard-Browser trennen?
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Microsofts neues Browser-Tool für die Game Bar

Die Redmonder entwickeln eine neue Funktion namens Spielassistent, die sich derzeit in der Beta-Testphase befindet. Das Tool integriert einen angepassten Edge-Browser direkt in die Xbox Game Bar von Windows und soll Spielern ermöglichen, während des Gamings im Internet zu surfen.

Laut Microsoft nutzen 88 Prozent der PC-Gamer einen Browser parallel zum Spielen, um Hilfe zu bekommen, ihren Fortschritt zu verfolgen, Musik zu hören oder mit Freunden zu chatten. Bisher musste man dafür das Spiel minimieren, im (Vollbild)-Fenstermodus spielen oder ein zweites Gerät nutzen. Edge Game Assist soll diese "Umstände" beseitigen. Microsoft Edge Game AssistSo sieht die erste Version vom Microsoft Spielassistent aus

Funktionen und Besonderheiten

Der neue Browser lässt sich als Overlay über das laufende Spiel einblenden. Er kann frei positioniert, in der Größe angepasst und transparent geschaltet werden. Eine Besonderheit ist die "spielbewusste" neue Tab-Seite: Bei unterstützten Titeln erkennt das System automatisch, welches Spiel gerade läuft, und schlägt passende Guides und Tipps vor.

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Aktuell funktioniert diese kontextbezogene Suche nur für eine begrenzte Auswahl an Spielen, darunter Baldurs Gate 3, Diablo 4, Fortnite und Minecraft. Microsoft plant, die Liste zu erweitern. Für nicht unterstützte Spiele lässt sich der Browser zwar ebenfalls nutzen, bietet dann aber keine spielspezifischen Inhalte an.

Wichtige Systemvoraussetzungen

Um Edge Spielassistent testen zu können, müssen Nutzer einige Voraussetzungen erfüllen:

  • Windows 11 (ab Version 22H2)
  • Aktuelle Game Bar-Version
  • Microsoft Edge in der Beta-Version 132
  • Edge Beta muss als Standardbrowser eingestellt sein

Die Funktion lässt sich dann in den Edge-Einstellungen aktivieren. Dafür nutzt man die Suchfunktion nach "Spielassistent" innerhalb der Einstellungen und aktiviert im Anschluss das Edge Spielassistent (Preview)-Widget.

Microsoft erwähnt, dass die Funktion für Gamepad-Eingaben und den Einsatz auf Handheld-Konsolen optimiert werden soll. Dies deutet darauf hin, dass das Unternehmen zukünftig auch mobile Gaming-Plattformen berücksichtigt.

Potenzial und offene Fragen

Das neue Feature könnte für Gamer, die häufig Guides oder andere Informationen während des Spielens nachschlagen, durchaus von Vorteil sein. Auch dürfte die Integration in die Spielumgebung den Spielfluss verbessern. Es bleibt jedoch fraglich, ob viele Nutzer bereit sind, dafür auf ihren bevorzugten Browser zu verzichten und Edge als Standard zu setzen.

Es ist nicht das erste Mal, dass Microsoft versucht, seinen Browser enger mit dem Gaming-Erlebnis zu verknüpfen. Bereits 2015 integrierte das Unternehmen eine Gaming-Hub-Funktion in den Internet Explorer, die jedoch nie breite Akzeptanz fand. Mit Edge Spielassistent unternimmt Microsoft einen erneuten Anlauf, diesmal mit einem umfassenderen Ansatz.

Was denkt ihr über Microsofts neues Gaming-Browser-Overlay? Könntet ihr euch vorstellen, es zu nutzen, oder bleibt ihr bei eurer bisherigen Lösung? Teilt eure Meinung in den Kommentaren!

Download Microsoft Edge - Der Browser auf Chromium-Basis Ein besonderer Dank geht an den Nutzer Thrawn212, der das oben eingebundene Video erstellt hat!

Zusammenfassung
  • Edge Spielassistent: Browser-Overlay für Gamer von Microsoft vorgestellt
  • Beta-Version für Windows 11 ermöglicht Surfen während des Spielens
  • Overlay lässt sich frei positionieren, anpassen und transparent schalten
  • 'Spielbewusste' neue Tab-Seite schlägt passende Guides für unterstützte Titel vor
  • Die Funktion erfordert Windows 11, aktuelle Game Bar und Edge Beta als Standard
  • Microsoft plant Optimierung für Gamepad-Eingaben und Handheld-Konsolen
  • Fraglich, ob Nutzer für diese Funktion ihren bevorzugten Browser aufgeben

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