HMD Fusion: das modulare 'Nokia'-Smartphone im Hands-on angeschaut
Das HMD Fusion ist ein neuer Versuch, eine Art modulares Smartphone auf Grundlage leicht austauschbarer Aufsätze zu realisieren. Mit nur 249 Euro Einstiegspreis liegt die Hürde dabei viel niedriger als bei früheren Konzepten. Wir haben uns das HMD Fusion angesehen.
Das Grundgerät sieht aus wie ein "nacktes" Smartphone ohne Rückenabdeckung. Das mitgelieferte Gummi-Cover wird wie auch bei früheren Versionen des Fairphone einfach über das Gehäuse gezogen und kann bei Bedarf gegen diverse andere bunte Cover ausgetauscht werden. Der große "Party-Trick" des HMD Fusion sind aber die sechs Pogo-Pins auf der Rückseite, über die Daten und Energie mit einer Vielzahl von alternativen Covern ausgetauscht werden können.
HMD will aber eigentlich nicht unbedingt möglichst viele seiner eigenen Cover verkaufen. Stattdessen setzt man beim Fusion auf ein offenes Ökosystem, in dem diverse externe Anbieter die Möglichkeit haben, mit offiziellen CAD-Daten und je nach Bedarf auch direkter Unterstützung von HMD eigene Cover zu entwickeln. Letztlich will HMD also eigentlich ein relativ günstiges, ausreichend leistungsfähiges Smartphone bieten, das von Firmenkunden und anderen Abnehmern nach eigenen Bedürfnissen modifiziert werden kann.
Günstig ist dann auch das Stichwort: HMD will mit Fusion keine High-End-Hardware bieten, sondern gut funktionierende Grundlagen. Das Gerät hat deshalb "nur" ein 6,56-Zoll großes LCD-Panel, eine 108-Megapixel-Kamera auf der Rückseite und einen 5000mAh-Akku. Angetrieben wird alles vom Snapdragon 4 Gen 2 (SM4450) von Qualcomm, einem noch neuen Octacore-SoC, der zwei High-End-Kerne mit 2,2 Gigahertz bietet und für die meisten Aufgaben ohne weiteres ausreichen dürfte.
Bleib die Frage der Software-Updates. HMD will angeblich nur zwei Jahre lang Major-Updates für das hier verwendete Android-Betriebssystem anbieten und zudem drei Jahre lang Sicherheitsupdates bereitstellen. Angesichts des Versprechens, man wolle mit dem HMD Fusion ein leicht reparierbares Smartphone bieten, das vielseitig eingesetzt werden kann und eine gewisse Langlebigkeit bietet, wirkt dies allerdings widersprüchlich. Es bleibt abzuwarten, ob und wie HMD in dieser Hinsicht vielleicht noch einlenkt.
Das HMD Fusion ist ab sofort verfügbar. Die Basisversion mit sechs Gigabyte Arbeitsspeicher und 128 GB internem Flash-Speicher kostet 249 Euro. Die etwas besser ausgestattete Version mit acht GB RAM und 256 GB internem Festspeicher kostet hingegen wie im Video erwähnt 299 Euro.
Siehe auch:
HMD versucht das, woran viele bereits scheiterten
Human Mobile Devices (HMD) ist als bisheriger Lizenznehmer für den Namen Nokia bei Smartphones seit einigen Monaten bemüht, seine eigene Marke stärker in den Mittelpunkt zu rücken. Mit dem HMD Fusion kommt jetzt der Versuch, austauschbare Cover mit verschiedenen Funktionalitäten anzubieten, die für Privatkunden und interessanterweise auch Firmenkunden diverse Nutzungsmöglichkeiten eröffnen.HMD Fusion: das modulare "Nokia"-Smartphone im Hands-On
Das Grundgerät sieht aus wie ein "nacktes" Smartphone ohne Rückenabdeckung. Das mitgelieferte Gummi-Cover wird wie auch bei früheren Versionen des Fairphone einfach über das Gehäuse gezogen und kann bei Bedarf gegen diverse andere bunte Cover ausgetauscht werden. Der große "Party-Trick" des HMD Fusion sind aber die sechs Pogo-Pins auf der Rückseite, über die Daten und Energie mit einer Vielzahl von alternativen Covern ausgetauscht werden können.
Großes Ökosystem aus tauschbaren Covers geplant
Die Cover, von denen HMD bisher fünf bis sechs eigene Varianten angekündigt hat, sind vielseitig auswählbar. So gibt es ein Cover mit integriertem Ring-Blitz, der um das Kameramodul verläuft. Außerdem kann man auch ein Rugged-Cover anbringen, das Wireless-Charging mitbringt und dafür sorgt, dass das HMD Fusion die Anforderungen einer IP68-Zertifizierung erfüllt - und somit als wasser- und staubdicht gilt. Hinzu kommen ein normales Wireless-Charging-Cover und ein Controller-Dock, in das man das HMD Fusion einsetzen kann.HMD will aber eigentlich nicht unbedingt möglichst viele seiner eigenen Cover verkaufen. Stattdessen setzt man beim Fusion auf ein offenes Ökosystem, in dem diverse externe Anbieter die Möglichkeit haben, mit offiziellen CAD-Daten und je nach Bedarf auch direkter Unterstützung von HMD eigene Cover zu entwickeln. Letztlich will HMD also eigentlich ein relativ günstiges, ausreichend leistungsfähiges Smartphone bieten, das von Firmenkunden und anderen Abnehmern nach eigenen Bedürfnissen modifiziert werden kann.
Hardware auf dem Niveau der unteren Mittelklasse
Ein mögliches Beispiel wäre ein Aufsatz zur Erfassung von EAN-Codes im Einzelhandel mit einem optischen Scanner. Während spezialisierte Geräte dieser Art nicht selten über 800 Euro kosten, könnten HMD und seine Partner dies mit einer Kombination aus dem Smartphone und einem spezialisierten Cover deutlich günstiger realisieren.Günstig ist dann auch das Stichwort: HMD will mit Fusion keine High-End-Hardware bieten, sondern gut funktionierende Grundlagen. Das Gerät hat deshalb "nur" ein 6,56-Zoll großes LCD-Panel, eine 108-Megapixel-Kamera auf der Rückseite und einen 5000mAh-Akku. Angetrieben wird alles vom Snapdragon 4 Gen 2 (SM4450) von Qualcomm, einem noch neuen Octacore-SoC, der zwei High-End-Kerne mit 2,2 Gigahertz bietet und für die meisten Aufgaben ohne weiteres ausreichen dürfte.
Bleib die Frage der Software-Updates. HMD will angeblich nur zwei Jahre lang Major-Updates für das hier verwendete Android-Betriebssystem anbieten und zudem drei Jahre lang Sicherheitsupdates bereitstellen. Angesichts des Versprechens, man wolle mit dem HMD Fusion ein leicht reparierbares Smartphone bieten, das vielseitig eingesetzt werden kann und eine gewisse Langlebigkeit bietet, wirkt dies allerdings widersprüchlich. Es bleibt abzuwarten, ob und wie HMD in dieser Hinsicht vielleicht noch einlenkt.
Das HMD Fusion ist ab sofort verfügbar. Die Basisversion mit sechs Gigabyte Arbeitsspeicher und 128 GB internem Flash-Speicher kostet 249 Euro. Die etwas besser ausgestattete Version mit acht GB RAM und 256 GB internem Festspeicher kostet hingegen wie im Video erwähnt 299 Euro.
Zusammenfassung
- HMD Fusion ist ein modulares Smartphone mit austauschbaren Covern
- Einstiegspreis beträgt nur 249 Euro
- Bietet sechs Pogo-Pins für Daten- und Energieaustausch
- Verfügt über ein 6,56-Zoll großes LCD-Panel und eine 108-Megapixel-Kamera
- Angetrieben von Snapdragon 4 Gen 2 für ausreichende Leistung
- Software-Updates sind auf zwei Jahre für Major-Updates begrenzt
- HMD fördert ein offenes Ökosystem für die Entwicklung eigener Cover
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