Postal 2-Crowdfunding: Uwe Boll blamiert sich mit lächerlicher Summe

Uwe Boll wollte per Crowdfunding 2,5 Mio. Dollar für Postal 2 sammeln. Das Projekt scheiterte kläglich - so verweigerten die Entwickler des Spiels ihre Zustimmung und auch die "Fans" ließen sich nicht blicken - denn es kamen gerade einmal 850 Dollar zusammen.
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Crowdfunding-Desaster für umstrittenen Regisseur

Der für seine umstrittenen Videospielverfilmungen bekannte deutsche Regisseur Uwe Boll hat erneut für Schlagzeilen gesorgt. Wie PC Gamer berichtet, startete Boll (der nun doch wieder Filme machen will) am 1. September eine Crowdfunding-Kampagne auf Indiegogo, um 2,5 Millionen Dollar für einen Postal 2-Film zu sammeln. Das Projekt entpuppte sich jedoch schnell als riesiges Fiasko.

Die Kampagne wurde ohne Wissen oder Zustimmung von Running With Scissors (RWS) gestartet, den Entwicklern des Postal-Spiele-Franchises. Dessen CEO Vince Desiderio distanzierte sich auch schnell öffentlich von dem Projekt und erklärte: "Wir unterstützen diese Fundraising-Aktion NICHT. Ich habe keine Ahnung, wer Gary Otto, der Projektverantwortliche, ist. Niemand hat uns kontaktiert."

Fragwürdige Finanzierung und Anti-Woke-Agenda

Boll und sein Podcast-Co-Host Gary Otto, der die Kampagne offiziell leitete, planten, das Geld zur Not für einen anderen Film namens "California Fried Movie" zu verwenden. Dies stieß auf scharfe Kritik seitens RWS. Boll selbst bewarb das Projekt als Rebellion gegen "politische Korrektheit, Algorithmus-Bullshit, Woke- und Cancel-Culture".

Doch nach nur wenigen Tagen und lediglich 850 Dollar an Spenden von gerade einmal 16 Unterstützern wurde die Kampagne eingestellt. Otto erklärte, er habe nur Bolls Anweisungen befolgt und fühle sich zu Unrecht angegriffen. Alle Spenden sollen nun zurückerstattet werden.

Uwe Boll ist bekannt für seine oft kritisierten und schlichtweg dilettantischen Videospielverfilmungen. Sein Postal-Film von 2007 erreichte auf Rotten Tomatoes eine Wertung von nur neun Prozent - und ist damit einer seiner "besseren" bzw. erfolgreicheren Produktionen.

Boll will nicht aufgeben

Obwohl das Crowdfunding gescheitert ist, gibt sich Boll weiterhin nicht geschlagen. In einem Video erklärte er: "Nur weil wir nicht mit dem Crowdfunding weitermachen, heißt das nicht, dass wir den Film nie drehen werden." Die "Postal"-Spielereihe, bekannt für ihren Kontroversen und oft geschmacklosen Humor, passt durchaus zu Bolls provokantem und trashigen Stil. Der erste Teil erschien 1997 und sorgte aufgrund seiner extremen Gewaltdarstellungen für Aufsehen. Postal 2 (2003) setzte diesen Trend fort und wurde in mehreren Ländern indiziert oder verboten.

Zusammenfassung
  • Uwe Boll startete am 1. September eine Crowdfunding-Kampagne
  • Ziel war es, 2,5 Millionen Dollar für Postal 2-Film zu sammeln
  • Kampagne ohne Zustimmung von Running With Scissors gestartet
  • Nur 850 Dollar von 16 Unterstützern gesammelt
  • Kampagne nach wenigen Tagen wegen geringer Unterstützung eingestellt
  • Boll plante, Geld alternativ für "California Fried Movie" zu nutzen
  • Alle Spenden werden den Unterstützern zurückerstattet

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