Spiele-Förderung: Snake-Klon kostet deutsche Steuerzahler 180.000 €
Der Bund unterstützt deutsche Videospielentwickler im Rahmen der deutschen Computerspieleförderung mit Steuergeldern. Während der Gamescom sorgen jetzt mehrere geförderte Projekte für Aufsehen. Vielen scheinen die hohen Fördersummen nicht gerechtfertigt.
Aus diesem Grund gibt es die Computerspieleförderung des Bundes, die über das Bundesministerium für Wirtschaft und Klima (BMWK) von Minister Robert Habeck läuft. Hier werden in regelmäßig unregelmäßigen Abständen Projekte von deutschen Entwicklern mit nicht rückzahlpflichtigen Zuschüssen unterstützt.
Modern Snake ist allerdings nur eines von vielen Projekten, bei denen sich etliche Betrachter auf den ersten Blick fragen, ob die teils hohen Beträge wirklich sinnvoll investiert sind. So erhält der Entwickler K5 Factory aus München für sein VR-Game namens Das Oktoberfest Spiel über eine Million Euro.
Die Projekte sind auf der Webseite des BMWK nur sehr oberflächlich beschrieben. Eine genauere Einschätzung der einzelnen Vorhaben ist so für den Besucher kaum möglich. Diese Intransparenz macht die Reaktionen im Netz verständlich. Der Bundesrechnungshof hatte in einer Mitteilung (PDF) die Förderung in ihrer jetzigen Form zudem aufgrund von Mitnahmeeffekten kritisiert.
Eine Veränderung sollte es aber geben. Das fordert auch der Verband der deutschen Games-Branche Game. Demnach ist die Förderung in ihrer jetzigen Form weder für die Studios optimal, noch scheint sie bei der Allgemeinheit auf große Akzeptanz zu stoßen.
Siehe auch:
Deutschland bei Videospielen abgehängt
Schon seit einigen Jahren versucht die Bundesregierung - sowohl die aktuelle als auch die vorangegangene - die deutsche Spiele-Branche zu stärken. Denn international erfolgreiche Titel Made in Germany sind an einer Hand abzuzählen. Im Vergleich zu anderen Ländern wie England, Polen oder China hinkt man hierzulande hinterher. Von einem Spiel wie Black Myth: Wukong, das gerade Steam-Rekorde bricht, ist man weit entfernt.Aus diesem Grund gibt es die Computerspieleförderung des Bundes, die über das Bundesministerium für Wirtschaft und Klima (BMWK) von Minister Robert Habeck läuft. Hier werden in regelmäßig unregelmäßigen Abständen Projekte von deutschen Entwicklern mit nicht rückzahlpflichtigen Zuschüssen unterstützt.
Geförderte Projekte ziehen Spott auf sich
Die Unterschiede zwischen der Art der Spiele und Studios könnte dabei nicht größer sein. So werden große Produktionen von bekannten Entwicklern wie etwa Anno 117: Pax Romana von Ubisoft Bluebyte aus Düsseldorf, aber auch kleine Projekte wie Modern Snake der Werbeagentur kr3m Media aus Karlsruhe gefördert. Der Beschreibung auf der BMWK-Webseite zu urteilen, handelt es sich dabei um eine Art Kopie von Slither.io. Das sorgt gerade bei etlichen Spielern auf X für Aufsehen.Modern Snake ist allerdings nur eines von vielen Projekten, bei denen sich etliche Betrachter auf den ersten Blick fragen, ob die teils hohen Beträge wirklich sinnvoll investiert sind. So erhält der Entwickler K5 Factory aus München für sein VR-Game namens Das Oktoberfest Spiel über eine Million Euro.
Die Projekte sind auf der Webseite des BMWK nur sehr oberflächlich beschrieben. Eine genauere Einschätzung der einzelnen Vorhaben ist so für den Besucher kaum möglich. Diese Intransparenz macht die Reaktionen im Netz verständlich. Der Bundesrechnungshof hatte in einer Mitteilung (PDF) die Förderung in ihrer jetzigen Form zudem aufgrund von Mitnahmeeffekten kritisiert.
Veränderung der Förderung
Bei der Eröffnung der Gamescom brachte Minister Robert Habeck daher nun eine Förderung in Form von Steuererleichterungen ins Spiel. Die wird von der Branche schon lange gefordert und könnte die Planungsunsicherheit beseitigen, die durch das aktuelle Fördermodell besteht. In einem Interview mit dem ZDF zeigte sich Finanzminister Christian Lindner allerdings nicht vollauf überzeugt von der Idee. Ob aus den Plänen etwas wird, ist demnach noch völlig offen.Eine Veränderung sollte es aber geben. Das fordert auch der Verband der deutschen Games-Branche Game. Demnach ist die Förderung in ihrer jetzigen Form weder für die Studios optimal, noch scheint sie bei der Allgemeinheit auf große Akzeptanz zu stoßen.
Zusammenfassung
- Bundesregierung fördert deutsche Spiele-Branche seit Jahren
- Internationale Erfolge deutscher Spiele sind selten
- Computerspieleförderung durch das BMWK unter Minister Habeck
- Unterstützung verschiedener Projekte, von AAA-Titeln bis Indie-Spielen
- Kritik an der Auswahl und Effizienz der geförderten Projekte
- Intransparenz und Kritik vom Bundesrechnungshof an Förderpraxis
- Vorschlag von Steuererleichterungen zur Verbesserung der Förderung
Siehe auch:
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- Spielen während der Ladepause: BMW und Mattel bringen UNO ins Auto
- Stalker 2 präsentiert faszinierenden 35-Minuten-Blick auf das Spiel
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