Nach dem Kartellurteil: Zerschlagung Googles steht zur Diskussion
Nach dem kartellrechtlichen Urteil gegen den Suchmaschinenkonzern Google steht die Frage im Raum, wie es nun weitergehen soll. Beim US-Justizministerium steht dabei auch die Option einer Zerschlagung des Unternehmens in mehrere Teile im Raum.
Diese prüfen nun verschiedene Optionen, wie die Nachrichtenagentur Bloomberg berichtet. Die mildeste aus Sicht Googles wäre es wohl, dass es zu verschiedenen Auflagen komme - beispielsweise darüber, mehr Daten mit Konkurrenten zu teilen und Maßnahmen zu ergreifen, durch die den neuen KI-Produkten keine Vorteile aus dem Suchmaschinen-Monopol erwachsen sollen.
Eine weitergehende Option wäre die zwangsweise Aufspaltung des Unternehmens. Im Zuge dessen könnte das Management gezwungen werden, bestimmte Geschäftsfelder in eigenständige Unternehmen auszulagern, die dann nicht mehr direkt mit der Suchmaschine verwoben sind. Die wahrscheinlichsten Kandidaten wären hierfür der Browser Chrome und die Mobile-Plattform Android.
Ein Versuch der Zerschlagung des Konzerns wäre der erste entsprechende Versuch, seit das US-Justizministerium von zwei Jahrzehnten einen ein solches Vorhaben bei Microsoft in die Wege leitete. Dies war damals allerdings nicht erfolgreich. Funktioniert hat ein solches Vorgehen hingegen bei AT&T: Der Telefonkonzern, der einst die Telekommunikation in den USA beherrschte, wurde nach einem jahrelangen Verfahren im Jahr 1982 in diverse regionale Gesellschaften aufgespalten.
Siehe auch:
Android bald ohne Google?
In einem wegweisenden Urteil wurde kürzlich gerichtlich festgestellt, dass Google den Markt für die Websuche monopolisiert hat - mit entsprechenden Folgen auf den Wettbewerb und auch diverse andere Geschäftsfelder des Unternehmens. Welche Konsequenzen daraus nun zu ziehen sind, ist allerdings nicht direkt Bestandteil der Entscheidung, sondern obliegt den weitergehenden Überlegungen der zuständigen Kartellbehörden.Diese prüfen nun verschiedene Optionen, wie die Nachrichtenagentur Bloomberg berichtet. Die mildeste aus Sicht Googles wäre es wohl, dass es zu verschiedenen Auflagen komme - beispielsweise darüber, mehr Daten mit Konkurrenten zu teilen und Maßnahmen zu ergreifen, durch die den neuen KI-Produkten keine Vorteile aus dem Suchmaschinen-Monopol erwachsen sollen.
Eine weitergehende Option wäre die zwangsweise Aufspaltung des Unternehmens. Im Zuge dessen könnte das Management gezwungen werden, bestimmte Geschäftsfelder in eigenständige Unternehmen auszulagern, die dann nicht mehr direkt mit der Suchmaschine verwoben sind. Die wahrscheinlichsten Kandidaten wären hierfür der Browser Chrome und die Mobile-Plattform Android.
Viele Optionen
Beide haben immerhin nicht nur eine durchaus marktbeherrschende Stellung in ihren jeweiligen Bereichen inne. Sie sind auch wesentliche Stützen der Monopolstellung der Google-Suchmaschine. Denkbar wäre aber auch, dass Google gezwungen wird, den Werbedienst Google Ads auszugliedern - und damit einen wichtigen Bestandteil des Werbegeschäfts, mit dem nahezu alle Umsätze generiert werden.Ein Versuch der Zerschlagung des Konzerns wäre der erste entsprechende Versuch, seit das US-Justizministerium von zwei Jahrzehnten einen ein solches Vorhaben bei Microsoft in die Wege leitete. Dies war damals allerdings nicht erfolgreich. Funktioniert hat ein solches Vorgehen hingegen bei AT&T: Der Telefonkonzern, der einst die Telekommunikation in den USA beherrschte, wurde nach einem jahrelangen Verfahren im Jahr 1982 in diverse regionale Gesellschaften aufgespalten.
Zusammenfassung
- Google wurde der Marktmonopolbildung beschuldigt
- US-Justizministerium erwägt Zerschlagung des Konzerns
- Mögliche Auflagen könnten Datenteilung erfordern
- Aufspaltung könnte Chrome und Android betreffen
- Google Ads könnte ebenfalls ausgegliedert werden
- Zerschlagung wäre erstmalig seit Microsoft-Fall
- AT&T als historisches Beispiel erfolgreicher Aufspaltung
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