Genervte Nachbarn: Robotaxis veranstalten jede Nacht "Hupkonzert"

San Francisco ist schon lange der Mittelpunkt aller Entwicklungen und Tests von sogenannten Robotaxis. Doch diese vollständig autonom agierenden Fahrzeuge sorgen bei Einwohner immer wieder für Ärger. Aktuell rauben sie so manchem den Schlaf.
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Waymo

Robotaxis: Faszinierend, aber auch vielfach verhasst

Die Westküstenmetropole ist so etwas wie die Hauptstadt des Silicon Valley und dient deshalb als wichtigster Ort, an dem Entwicklungen wie selbstständig fahrende Taxis getestet werden. Doch diese sind bei Bewohnern der Stadt nicht uneingeschränkt populär: Denn immer wieder kommt es zu kleineren und größeren Zwischenfällen. Cruise, einer der beiden in San Francisco agierenden Anbieter, musste sich nach einem schweren Unfall und den daraufhin ans Tageslicht gekommenen Vorwürfen aus Kalifornien zurückziehen.

Die Google- bzw. Alphabet-Tochter Waymo hatte zwar auch mit einigen Pannen zu kämpfen und gewinnt auch keine Popularitätspreise, immerhin ist man bisher ohne größere Zwischenfälle über die Runden gekommen. Doch das bedeutet nicht, dass es nicht dennoch Ärgernisse gibt, mit denen die Bewohner konfrontiert sind.

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Dazu zählt auch die Software-Entwicklerin Sophia Tung: Sie hat laut einem Bericht von The Verge vor einigen Wochen begonnen, zu dokumentieren, was auf dem Parkplatz geschieht, den sie von ihrem Fenster aus sieht - und auch hört. Demnach hat Waymo Ende Juli den Parkplatz übernommen und parkt dort seine Fahrzeuge, wenn sie in der Nacht nicht gebraucht werden.

Regelmäßiges Hupkonzert

Laut Tung, die zwischenzeitlich einen Stream eingerichtet hat, auf dem man das "Verhalten" der Fahrzeuge studieren kann, füllt sich die Fläche gegen 4 Uhr nachts mit Fahrzeugen. Das Problem dabei: Sie hupen dabei immer wieder und rauben den Einwohnern den Schlaf.

Waymo hat mittlerweile bestätigt, dass es zu diesem Verhalten kommen kann, man sei sich "bewusst, dass unsere Fahrzeuge in manchen Szenarien kurz hupen können, während sie auf unseren Parkplätzen navigieren", so Sprecher Chris Bonelli. Die gute Nachricht: Laut Waymo habe man den Grund für das Hupen identifiziert und arbeitet an einem Fix dafür. Das wird sicherlich auch Tung freuen: Denn grundsätzlich habe sie nichts gegen die Fahrzeuge, es sei sogar "unterhaltsam, sie kommen und gehen zu sehen" - das Hupen müsse aber aufhören.

Zusammenfassung
  • San Francisco ist Zentrum für Tests von Robotaxis
  • Einwohner leiden unter Lärmbelästigung durch hupende Fahrzeuge
  • Cruise musste sich nach Unfall aus SF zurückziehen
  • Waymo betreibt Parkplatz, der Nachts zur Lärmquelle wird
  • Sophia Tung dokumentiert Lärmprobleme und streamt Fahrzeugverhalten
  • Waymo bestätigt Hupen, arbeitet an Lösung
  • Tung hält Fahrzeuge für unterhaltsam, stört sich aber am Lärm

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