Robotaxi als Geisterfahrer unterwegs, laut Google "zur Sicherheit"
San Francisco ist und bleibt ein großes Experimentierfeld für selbstfahrende Autos, daran ändern auch die mittlerweile zahlreiche Vorfälle nichts. Bisher waren vor allem Cruise-Fahrzeuge betroffen, doch nun gab es eine halbe Schreckminute bei einem Waymo-Fahrzeug.
Doch nun muss auch Waymo Fragen beantworten, denn in San Francisco wurde ein Auto des Unternehmens dabei gesichtet und gefilmt, wie es rund eine halbe Minute als "Geisterfahrer" in der Gegenfahrbahn fuhr. Als zurückgelegte Entfernung gibt der San Francisco Chronicle zwei Blöcke an, also eine durchaus signifikante Entfernung. Der Vorfall ereignete sich gegen 21.30 Uhr Ortszeit und ging wohl auch wegen der späteren Stunde glimpflich aus.
Laut Videos hat das Waymo-Fahrzeug eine doppelte Sperrlinie überquert, um einer Gruppe von elektrischen Einrädern und Scootern auszuweichen. Allerdings fuhr das Robotaxi eine ganze Weile weiter, als wäre diese Fahrspur das Normalste der Welt, zum Zeitpunkt des Vorfalls beförderte das selbstfahrende Auto auch eine*n Passagier*in.
Google selbst erklärte die lange Fahrt des Autos mit einer Sicherheitsmaßnahme und teilte in einem Statement mit, dass das Robotaxi erkannt habe, "dass in der Menschenmenge ein Risiko für eine gestürzte Person bestehen könnte, und entschied sich, vorsichtig ein Überholmanöver einzuleiten, als die Gegenfahrbahn frei war, um ein mögliches Hindernis und Sicherheitsrisiko zu umfahren."
"Nachdem wir das Manöver gestartet hatten, blieb Waymo aus Vorsicht vor diesen gefährdeten Verkehrsteilnehmern und um ihnen nicht nahezukommen oder sie abzuschneiden, länger als nötig auf der Gegenfahrbahn, bevor es auf seine ursprüngliche Fahrspur zurückkehrte", so Google weiter. "Die Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer hat für Waymo oberste Priorität, und wir freuen uns darauf, aus diesem einzigartigen Ereignis zu lernen."
Siehe auch:
Aus für Cruise, Waymo macht weiter
Die Google- bzw. Alphabet-Tochter Waymo kam zuletzt weitgehend ohne Image-Schaden durch die Vorfälle mit selbstfahrenden Taxis, denn Unfälle und Probleme gab es vor allem bei der GM-Tochter Cruise. Diese musste den Betrieb in San Francisco auch einstellen, mittlerweile hat General Motors seine Self-Driving-Aktivitäten weitgehend auf Eis gelegt.Doch nun muss auch Waymo Fragen beantworten, denn in San Francisco wurde ein Auto des Unternehmens dabei gesichtet und gefilmt, wie es rund eine halbe Minute als "Geisterfahrer" in der Gegenfahrbahn fuhr. Als zurückgelegte Entfernung gibt der San Francisco Chronicle zwei Blöcke an, also eine durchaus signifikante Entfernung. Der Vorfall ereignete sich gegen 21.30 Uhr Ortszeit und ging wohl auch wegen der späteren Stunde glimpflich aus.
Longer video of the wrong way incident
byu/okgusto in SelfDrivingCars
Laut Videos hat das Waymo-Fahrzeug eine doppelte Sperrlinie überquert, um einer Gruppe von elektrischen Einrädern und Scootern auszuweichen. Allerdings fuhr das Robotaxi eine ganze Weile weiter, als wäre diese Fahrspur das Normalste der Welt, zum Zeitpunkt des Vorfalls beförderte das selbstfahrende Auto auch eine*n Passagier*in.
Google selbst erklärte die lange Fahrt des Autos mit einer Sicherheitsmaßnahme und teilte in einem Statement mit, dass das Robotaxi erkannt habe, "dass in der Menschenmenge ein Risiko für eine gestürzte Person bestehen könnte, und entschied sich, vorsichtig ein Überholmanöver einzuleiten, als die Gegenfahrbahn frei war, um ein mögliches Hindernis und Sicherheitsrisiko zu umfahren."
"Nachdem wir das Manöver gestartet hatten, blieb Waymo aus Vorsicht vor diesen gefährdeten Verkehrsteilnehmern und um ihnen nicht nahezukommen oder sie abzuschneiden, länger als nötig auf der Gegenfahrbahn, bevor es auf seine ursprüngliche Fahrspur zurückkehrte", so Google weiter. "Die Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer hat für Waymo oberste Priorität, und wir freuen uns darauf, aus diesem einzigartigen Ereignis zu lernen."
Zusammenfassung
- San Francisco bleibt Zentrum für Tests selbstfahrender Autos
- Cruise-Fahrzeuge waren häufig von Unfällen betroffen
- Waymo-Fahrzeug fuhr in San Francisco als Geisterfahrer
- Vorfall ereignete sich ohne größere Unfälle gegen 21:30 Uhr
- Waymo-Auto wich einer Menschenmenge auf Scootern aus
- Google rechtfertigt Manöver als notwendige Sicherheitsmaßnahme
- Waymo betont Lernbereitschaft aus dem Vorfall für zukünftige Sicherheit
Siehe auch:
- New York erlaubt selbstfahrende Autos - solange sie nicht selbst fahren
- Google-Tochter Waymo: Selbstfahrendes Taxi in Brand gesteckt
- Kuriose Panne: Selbstfahrendes Auto bleibt in nassem Zement stecken
- Uber-Selbstfahr-Todesfall: Aufsichts-Beifahrerin bekennt sich schuldig
- Selbstfahrende Autos bleiben im Nebel stehen, lösen Verkehrschaos aus
Thema:
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