Sinkclose: AMD fixt große Sicherheitslücke, nicht alle CPUs erhalten Hilfe
Seit 2006 besteht bei AMD-CPUs eine gefährliche Sicherheitslücke. Nachdem Sicherheitsforscher darauf aufmerksam gemacht hatten, liefert der Chiphersteller jetzt Updates für seine Prozessoren aus. Einige Modelle bleiben allerdings auf der Strecke.
AMD hatte das Problem, das bei ihren Prozessoren seit 2006 besteht, bereits bestätigt. Gleichzeitig merkte der Chip-Hersteller jedoch auch an, dass eine tatsächliche Ausnutzung der Schwachstelle extrem schwierig sei. Ein entsprechender Exploit sei sehr aufwendig und würde für gewöhnlich nur von staatlich unterstützten Hackern durchgeführt. Private Desktop-Systeme seien demnach kaum einer ernst zu nehmenden Gefahr ausgesetzt. Dennoch hat das Unternehmen jetzt die ersten Patches bereitgestellt, die das Problem zwar nicht beheben, aber abschwächen.
Demnach sollen die Ryzen 1000-, 2000- und 3000-Serie sowie die Threadripper 1000- und 2000-Modelle keine Aktualisierung erhalten. Für die restlichen Chips steht entweder bereits ein Patch bereit oder soll in den kommenden Tagen ausgeliefert werden. Man erwarte durch das Update keinerlei Auswirkungen auf die Leistung der Prozessoren, so AMD.
Für die neuesten CPUs des Herstellers wie die der Ryzen 9000-Serie oder den Ryzen AI 300 wird es aller Voraussicht nach keinen Patch. Das liegt vermutlich daran, dass die Sinkclose-Lücke bei diesen Prozessoren schon im Vorfeld behoben wurde und ab Werk nicht mehr existiert. Eine offizielle Bestätigung von AMD dazu steht allerdings noch aus.
Siehe auch:
Sicherheitslücke bei beinahe allen AMD-CPUs
Erst gestern hatten wir über die "Sinkclose"-Sicherheitslücke bei AMD-Prozessoren berichtet. Die erlaubt es Angreifern, ihren Code im System Management Mode auszuführen. So kann ein Computer in der Theorie nachhaltig und praktisch unbemerkt infiziert werden.AMD hatte das Problem, das bei ihren Prozessoren seit 2006 besteht, bereits bestätigt. Gleichzeitig merkte der Chip-Hersteller jedoch auch an, dass eine tatsächliche Ausnutzung der Schwachstelle extrem schwierig sei. Ein entsprechender Exploit sei sehr aufwendig und würde für gewöhnlich nur von staatlich unterstützten Hackern durchgeführt. Private Desktop-Systeme seien demnach kaum einer ernst zu nehmenden Gefahr ausgesetzt. Dennoch hat das Unternehmen jetzt die ersten Patches bereitgestellt, die das Problem zwar nicht beheben, aber abschwächen.
Ältere Chips bleiben angreifbar
Eine Liste aller von der Sicherheitslücke CVE-2023-31315 betroffenen Chips findet sich bei AMD auf der Webseite. Wie der Chip-Hersteller gegenüber Toms Hardware allerdings mitteilt, sollen nicht alle CPUs einen Patch erhalten. Manche Produkte seien schlicht zu alt und wären nicht mehr Teil des Software-Support-Programms.Demnach sollen die Ryzen 1000-, 2000- und 3000-Serie sowie die Threadripper 1000- und 2000-Modelle keine Aktualisierung erhalten. Für die restlichen Chips steht entweder bereits ein Patch bereit oder soll in den kommenden Tagen ausgeliefert werden. Man erwarte durch das Update keinerlei Auswirkungen auf die Leistung der Prozessoren, so AMD.
Automatische oder manuelle Installation
Bei wem das Update nicht von selbst installiert wird, kann manuell auf der Support-Seite von AMD danach suchen oder AMD Auto-Detect installieren, das sich automatisch um Aktualisierungen kümmert.Für die neuesten CPUs des Herstellers wie die der Ryzen 9000-Serie oder den Ryzen AI 300 wird es aller Voraussicht nach keinen Patch. Das liegt vermutlich daran, dass die Sinkclose-Lücke bei diesen Prozessoren schon im Vorfeld behoben wurde und ab Werk nicht mehr existiert. Eine offizielle Bestätigung von AMD dazu steht allerdings noch aus.
Zusammenfassung
- Sinkclose-Sicherheitslücke ermöglicht Codeausführung im System Management Mode
- AMD bestätigt Problem bei Prozessoren seit 2006
- Ausnutzung der Lücke laut AMD extrem schwierig, meist nur staatliche Hacker
- Erste Patches von AMD sind bereits verfügbar
- Nicht alle AMD CPUs erhalten Updates, ältere Modelle ausgeschlossen
- Keine Leistungseinbußen durch Updates erwartet
- Neueste CPU-Modelle wie Ryzen 9000 vermutlich ohne die Lücke
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