Nvidia: Treiber-Update sorgt für BSoD bei Systemen mit älteren CPUs
Werden Grafikkartentreiber in Version 555 oder höher auf Systemen mit Prozessoren ohne POPCNT-Unterstützung installiert, kommt es automatisch zu einem Bluescreen. Nutzer müssen die Kompatibilität ihrer CPU selbst überprüfen.
Auf diesen Umstand hatte Nvidia bereits in einem Blog-Eintrag auf seiner Webseite hingewiesen.
In einem solchen Fall empfiehlt es sich, die Windows-Update-Einstellungen anzupassen, damit das Betriebssystem nicht automatisch den Nvidia-Treiber herunterlädt und installiert.
Siehe auch:
Support-Ende für alte CPUs
Zu Beginn des Jahres kam heraus, dass die neueste Version von Windows 11 nicht mehr auf Computern mit älteren CPUs ohne Unterstützung für die Funktion 'POPCNT' und SSE4.2 läuft. Betroffene Nutzer können ihr Microsoft-Betriebssystem somit nicht auf Version 24H2 updaten.Nvidia-Treiber führt zu BSoD
Jetzt machte Bob Pony in einem Post auf X darauf aufmerksam, dass auch Nvidia den Support für entsprechende CPUs ohne POPCNT eingestellt hat. Installiert man den Nvidia Display-Treiber 555 oder höher, kommt es zu einem ernsthaften Problem. Denn der Treiber sorgt für einen Bluescreen.Auf diesen Umstand hatte Nvidia bereits in einem Blog-Eintrag auf seiner Webseite hingewiesen.
Ab Release 555 unterstützen die Nvidia-Display-Treiber keine älteren CPUs mehr, die den Befehl POPCNT (Population Count) nicht unterstützen. Während diese CPUs bereits offiziell nicht von Microsofts Windows 10/Windows 11 unterstützt werden, wird der PC eines Benutzers mit einer nicht unterstützten CPU beim Versuch, R555+-Anzeigetreiber zu installieren, beim Booten von Windows einen Bugcheck/BSOD erleiden.
Treiber führt keinen Anforderungs-Check durch
Das gefährliche ist, dass die Treiber während der Installation keinerlei Überprüfung durchführen, um zu sehen, ob POPCNT vom Prozessor des vorliegenden Systems unterstützt wird oder nicht. Daher empfiehlt Nvidia allen möglicherweise betroffenen Nutzer selbst einen Check durchzuführen, um dem drohenden Bluescreen zu entgehen. Instruktionen dazu liefert der Grafikkartenhersteller in dem Blog gleich mit.Vermutlich nur wenige Systeme betroffen
Es dürften allerdings nicht allzu viele Systeme betroffen sein. Unterstützung von POPCNT wurde bei Intel bereits im Jahr 2008 mit den ‘Nehalem'-Prozessoren eingeführt. Wer allerdings noch einen Core 2 Duo oder etwas Vergleichbares im Einsatz hat und eine Maxwell-Grafikkarte besitzt, die von Nvidia immer noch mit Updates versorgt wird, wie etwa die GTX 950, sollte vorsichtig sein.In einem solchen Fall empfiehlt es sich, die Windows-Update-Einstellungen anzupassen, damit das Betriebssystem nicht automatisch den Nvidia-Treiber herunterlädt und installiert.
Zusammenfassung
- Windows 11 Version 24H2 läuft nicht auf alten CPUs ohne POPCNT und SSE 4.2
- Nvidia-Treiber ab Version 555 verursachen BSoD auf Systemen mit nicht unterstützten CPUs
- Nvidia informierte über fehlende POPCNT-Unterstützung in einem Blog-Eintrag
- Installation der Nvidia-Treiber prüft nicht auf POPCNT-Unterstützung
- Nvidia rät Nutzern, selbst die CPU-Kompatibilität zu überprüfen
- POPCNT seit 2008 in Intel-CPUs integriert, daher nur ältere Modelle betroffen
- Anpassung der Windows-Update-Einstellungen auf alten Systemen empfohlen
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