Boeings Blamage: Rettung durch SpaceX wahrscheinlicher denn je

Es gibt Gerüchte, dass dem Boeing-Konzern nun doch eine noch größere Blamage bevorsteht, als sie Boeing durch das Stranden des Starliners an der Raumstation ISS erlitten hat: Eine Notfallmission von SpaceX wird jetzt immer wahrscheinlicher.
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Vorwurf: Probleme werden heruntergespielt

Das Schicksal der beiden NASA-Astronauten, die an Bord der Internationalen Raumstation (ISS) festsitzen, könnte nun bald entschieden werden - und das Ergebnis dürfte für viele Beobachter der Situation doch überraschend sein.

Lange Zeit spielte die Raumfahrtbehörde NASA die Probleme herunter, die die Starliner-Kapsel von Boeing auf dem Weg zur ISS hatte. Fragen der Presse nach einer möglichen Notfallmission des Boeing-Konkurrenten SpaceX und seiner Crew-Dragon-Kapsel wurden nicht gern gesehen. Jetzt meldet aber unter anderem das Online-Magazin ArsTechnica, wie die Planungen im Hintergrund tatsächlich weiterlaufen.


Insiderinformationen deuten darauf hin, dass die Wahrscheinlichkeit für eine Notfallmission von SpaceX "deutlich höher" ist als die einer erfolgreichen Rückkehrmission des Starliners, so die Quellen von Ars Technica.

Der Flug mit den beiden Astronauten Butch Wilmore und Suni Williams ist der letzte, lange verzögerte Test des Starliner, bevor das Raumschiff offiziell für vollwertige NASA-Missionen zertifiziert werden könnte. Auf dem Weg zur ISS hatte die Kapsel jedoch mit erheblichen Problemen zu kämpfen, darunter Heliumlecks und mehrere Fehlfunktionen der Triebwerke.

Auf Ursachensuche

Seit dem Start Anfang Juni führte Boeing strenge Tests der Triebwerke durch - sowohl am Boden als auch in der Umlaufbahn -, um die Ursache der Probleme zu ermitteln. CNBC berichtete, dass die Ursache weiterhin nicht vollständig geklärt sei und bestätigte gleichzeitig die Insiderinformationen über die Rettungsmission von Ars Technica.

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Es gibt mehrere Möglichkeiten, die Astronauten sicher zur Erde zurückzubringen, falls die NASA kein volles Vertrauen in die Fähigkeit des Starliners hat, die ISS wieder sicher zu verlassen und zu landen.

Eine Möglichkeit wäre, dass die bevorstehende Crew-9-Mission von SpaceX nur zwei statt vier Astronauten mitnimmt, um Platz für Wilmore und Williams zu schaffen. Alternativ könnte die Crew Dragon bei den Rückflügen der Crew-8- und Crew-9-Missionen jeweils einen zusätzlichen Passagier mitnehmen.

Konsequenzen, die jetzt folgen könnten

Die aktuelle Situation betrifft jedoch nicht nur die Sicherheit der Besatzung. Sowohl Ars Technica als auch CNBC erörterten die Möglichkeit, dass Boeing das Starliner-Programm ganz einstellen könnte, falls die Rückkehrmission in Eigenregie scheitert.

Dies könnte bedeuten, dass eine weitere Testmission erforderlich wäre, bevor die Kapsel zertifiziert werden kann, was die Kosten für das Starliner-Programm, die im Juli bereits bei 1,6 Milliarden Dollar lagen, erheblich erhöhen würde. Ein solches Scheitern wäre sowohl für Boeing als auch für die NASA ein schwerer Schlag, da die Raumfahrtbehörde dann weiter auf nur einen Anbieter für den Besatzungstransport angewiesen wäre.

Das ist riskant, da jederzeit etwas schiefgehen kann - wie erst kürzlich die erneute Sperrung der Falcon-9-Rakete von SpaceX zeigte.

Zusammenfassung
  • Boeing könnte größere Blamage als bisher erleben
  • Notfallmission von SpaceX wird wahrscheinlicher
  • NASA-Astronauten auf ISS könnten bald zurückkehren
  • Starliner von Boeing kämpft mit technischen Problemen
  • Ursache der Triebwerksprobleme noch unklar
  • Mehrere Rückkehrmöglichkeiten für die Astronauten
  • Boeing könnte Starliner-Programm einstellen

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