Hightech-Druckmittel: China stellt Seltene Erden unter Staatsaufsicht
China hat den Abbau, die Verhüttung und den Handel mit Seltenen Erden einer stärkeren staatlichen Kontrolle unterworfen. Dies geht über die bisherigen Handelsregulierungen hinaus, mit denen man der Industrie in aller Welt seit Jahren Kopfzerbrechen bereitet.
Die Staatsführung wird im Zuge dessen eine einheitliche Planung für die Entwicklung des Sektors erstellen, und die Behörden für Industrie und Informationstechnologie werden für deren Umsetzung verantwortlich sein. Die neue Verordnung soll am 1. Oktober in Kraft treten.
In der Verordnung wird darauf hingewiesen, dass die Seltenen Erden dem Land gehören und keine Organisation oder Einzelperson sie für sich beanspruchen darf - und dass jede illegale Aktivität des Minerals bestraft wird. Um die geförderten und produzierten Materialien unter Kontrolle zu haben, wird ein spezielles Informationssystem eingerichtet.
Die Seltenen-Erden-Materialien sind aber auch ein wichtiges geopolitisches Faustpfand. Denn die Rohstoffe werden weltweit für diverse Hightech-Produkte benötigt, China hat auf dem Weltmarkt aber einen Anteil von weiterhin um die 90 Prozent und kann mit einer Begrenzung des Exports massiven Druck ausüben. Andere Staaten versuchen daher zwar inzwischen, die eigene Produktion wieder hochzufahren, allerdings ist es dabei letztlich zumindest schwierig, preislich mit den chinesischen Angeboten mitzuhalten.
Siehe auch:
Rohstoffe gehören dem Staat
Laut dem chinesischen Staatsrat soll eine neue Verordnung dafür sorgen, dass die chinesische Regierung die Forschung, Entwicklung und Anwendung neuer Technologien, Produkte, Materialien und Maschinen in der Industrie für Seltene Erden fördern und unterstützen werde, wie aus einem Bericht der Tageszeitung China Daily hervorgeht.Die Staatsführung wird im Zuge dessen eine einheitliche Planung für die Entwicklung des Sektors erstellen, und die Behörden für Industrie und Informationstechnologie werden für deren Umsetzung verantwortlich sein. Die neue Verordnung soll am 1. Oktober in Kraft treten.
In der Verordnung wird darauf hingewiesen, dass die Seltenen Erden dem Land gehören und keine Organisation oder Einzelperson sie für sich beanspruchen darf - und dass jede illegale Aktivität des Minerals bestraft wird. Um die geförderten und produzierten Materialien unter Kontrolle zu haben, wird ein spezielles Informationssystem eingerichtet.
Wichtiges Faustpfand
Die neue Verordnung hat dabei letztlich verschiedene Ziele. Vor allem will der chinesische Staat die wichtigen Rohstoffe besser nach den eigenen Interessen einsetzen können. Das gilt beispielsweise in Form von Zuteilungen an die eigene Industrie - immerhin versucht China angesichts der wachsenden Differenzen zu den westlichen Industriestaaten, die eigene Hightech-Produktion weiter voranzutreiben.Die Seltenen-Erden-Materialien sind aber auch ein wichtiges geopolitisches Faustpfand. Denn die Rohstoffe werden weltweit für diverse Hightech-Produkte benötigt, China hat auf dem Weltmarkt aber einen Anteil von weiterhin um die 90 Prozent und kann mit einer Begrenzung des Exports massiven Druck ausüben. Andere Staaten versuchen daher zwar inzwischen, die eigene Produktion wieder hochzufahren, allerdings ist es dabei letztlich zumindest schwierig, preislich mit den chinesischen Angeboten mitzuhalten.
Zusammenfassung
- China verstärkt staatliche Kontrolle über Seltene Erden und deren Handel
- Neue Verordnung fördert Forschung, Entwicklung und Anwendung neuer Technologien
- Einheitliche Planung und Umsetzung durch Behörden für Industrie und Informationstechnologie
- Seltene Erden gehören dem Staat, illegale Aktivitäten werden bestraft
- Spezielles Informationssystem zur Kontrolle geförderter und produzierter Materialien
- Ziele: Rohstoffe nach eigenen Interessen einsetzen, Hightech-Produktion fördern
- China hat 90 Prozent Marktanteil und nutzt Exportbegrenzung als geopolitisches Druckmittel
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