Kühnes Projekt: 6GW-Stromtrasse zwischen Europa und Nordamerika
Eine Gruppe von Unternehmern plant nach dem Vorbild der Datenverbindungen zwischen den Kontinenten nun auch eine Stromtrasse zwischen Nordamerika und Europa. Diese soll helfen, die Nachfrage und die Produktion elektrischer Energie besser in Einklang zu bringen.
Daher kam nun die Idee auf, bei der Suche nach Alternativen zum Erdgas mit seinen CO₂-Emissionen noch weiter nach Osten zu schauen, wie aus einem Bericht des US-Senders CNN hervorgeht. Denn wenn beispielsweise in New York viele Menschen gerade aufstehen und ihr Tagwerk beginnen, steht die Sonne im westlichen Europa bereits hoch am Himmel und es kommt immer häufiger zu massiven Stromüberschüssen.
Nun steht die Idee im Raum, quer durch den Atlantik dicke Stromkabel zu verlegen. Großbritannien könnte dann Energie nach Kanada liefern, Frankreich in die Metropolen der USA. Später am Tag, wenn in Europa der Abend beginnt und der Tag in Nordamerika noch in vollen Zügen läuft, könnte die gleiche Verbindung Strom in die andere Richtung schicken.
Grundsätzlich wären Verbindungen mit Leistungen von bis zu 6 Gigawatt möglich, erklärte Laurent Segalen, Gründer des in London ansässigen Unternehmens Megawatt-X, das zu der Gruppe der drei Unternehmen gehört. Das Trio kann sich in seinen Planungen auch einen geopolitischen Seitenhieb letztlich nicht verkneifen - sie bezeichnen ihr geplantes Vorhaben derzeit als "North Atlantic Transmission One-Link" - oder NATO-L.
Siehe auch:
Bedarf und Produktion in Deckung bringen
Aktuell steigt der Stromverbrauch an der Ostküste der USA morgens stark an - teils noch Stunden, bevor die Sonne auf einer Höhe steht, von der aus sie die Solaranlagen zu ordentlichen Leistungen treibt. Deswegen müssen zu dieser Zeit oft Gaskraftwerke einspringen, um die Produktionslücke zu schließen.Daher kam nun die Idee auf, bei der Suche nach Alternativen zum Erdgas mit seinen CO₂-Emissionen noch weiter nach Osten zu schauen, wie aus einem Bericht des US-Senders CNN hervorgeht. Denn wenn beispielsweise in New York viele Menschen gerade aufstehen und ihr Tagwerk beginnen, steht die Sonne im westlichen Europa bereits hoch am Himmel und es kommt immer häufiger zu massiven Stromüberschüssen.
Nun steht die Idee im Raum, quer durch den Atlantik dicke Stromkabel zu verlegen. Großbritannien könnte dann Energie nach Kanada liefern, Frankreich in die Metropolen der USA. Später am Tag, wenn in Europa der Abend beginnt und der Tag in Nordamerika noch in vollen Zügen läuft, könnte die gleiche Verbindung Strom in die andere Richtung schicken.
Technik ist vorhanden
Das Ansinnen, mit dem sich die Unternehmergruppe beschäftigt, klingt erst einmal recht kühn. Allerdings ist es auch nicht utopisch. Die zugrundeliegenden Technologien gibt es im Prinzip bereits: Untersee-Stromtrassen sind über kürzere Distanzen in Europa schon lange vorhanden - sie verbinden beispielsweise Norwegen und Großbritannien quer durch die Nordsee. Und Stromtrassen, die Energie über tausende Kilometer transportieren, gibt es zwischen den Solar- und Windparks in der Gobi-Wüstenregion und den Industriezentren Chinas ebenfalls schon.Grundsätzlich wären Verbindungen mit Leistungen von bis zu 6 Gigawatt möglich, erklärte Laurent Segalen, Gründer des in London ansässigen Unternehmens Megawatt-X, das zu der Gruppe der drei Unternehmen gehört. Das Trio kann sich in seinen Planungen auch einen geopolitischen Seitenhieb letztlich nicht verkneifen - sie bezeichnen ihr geplantes Vorhaben derzeit als "North Atlantic Transmission One-Link" - oder NATO-L.
Zusammenfassung
- Unternehmer planen Stromtrasse zwischen Nordamerika und Europa
- Ziel ist es, Nachfrage und Produktion elektrischer Energie besser abzugleichen
- Morgens steigt Stromverbrauch an der Ostküste der USA stark an
- Gaskraftwerke müssen oft einspringen, um Produktionslücke zu schließen
- Idee: Stromüberschüsse aus Europa nach Nordamerika übertragen
- Großbritannien könnte Energie nach Kanada liefern, Frankreich in die USA
- Technologien für Untersee-Stromtrassen existieren bereits
- Verbindungen mit Leistungen bis zu 6 Gigawatt wären möglich
- Projekt wird als "North Atlantic Transmission One-Link" (NATO-L) bezeichnet
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Christian Kahle
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