Online-Streit eskaliert: Gamer fliegt 1400 km, haut Gegner mit Hammer

Nach einer vermeintlichen Auseinandersetzung in einem Online-Rollenspiel ist ein New Yorker durch die halben USA gereist, um seinen Kontrahenten in dessen Wohnung mit einem Hammer niederzuschlagen. Das Spiel hat seine Server mittlerweile abgeschaltet.
Probleme, Streit, Ärger, Schrei
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Spieler attackiert Rivalen mit Hammer

Der 20-jährige Edward Kang aus New Jersey war vor einer Woche mit dem Flugzeug ins etwa 1400 Kilometer entfernte Florida geflogen, um gegen zwei Uhr nachts in das Haus von Zachary Dinh einzudringen. Dort griff er sein Opfer mit einem Hammer an, den er kurz zuvor in einem Baumarkt gekauft hatte.

Nachdem der Angreifer von den anderen Bewohnern des Hauses überwältigt werden konnte, wurde die Polizei gerufen, die Kang festnahm. Dinh wurde im Krankenhaus mit Kopfverletzungen behandelt und konnte mittlerweile wieder entlassen werden.


Online-Konflikt artet aus

Wie die New York Times berichtet, hatten sich die beiden Spieler zuvor noch nie in Person getroffen. Sie sollen jedoch eine Auseinandersetzung im Online-Spiel ArcheAge gehabt haben. Was genau vorgefallen ist, das Kang dazu veranlasste, die Tat zu begehen, ist bisher unklar. Über sein Opfer Zachary Dinh sagte der 20-jährige Angreifer gegenüber der Polizei nur: "Er ist online ein schlechter Mensch."

"Dies ist ein seltsamer Fall", sagte Bill Leeper, der zuständige Sheriff von Nassau County in Florida, auf einer Pressekonferenz. "Bei manchen Dingen sagt man 'Hmm.' Manche Dinge kann man sich einfach nicht ausdenken. Es gibt Dinge, bei denen man sich fragt: 'Was in aller Welt hat er sich dabei gedacht?' Und es gibt Dinge, bei denen man sagt: 'Das wirst du nicht glauben.' Bei diesem Fall muss man alle vier Dinge sagen."

Angreifer in Haft, Spiel abgeschaltet

Wohl auch, weil man bei der Tat kaum von einer im Affekt erfolgten Handlung sprechen kann, wird Kang nun wegen versuchten Mordes angeklagt. Ironischerweise wurden die Server von ArcheAge am vergangenen Donnerstag nach langer Ankündigung aufgrund mangelnder Spielerzahlen für immer abgeschaltet.

Online sind Menschen generell ungehemmter, was ihre Interaktion mit anderen angeht. Sowohl im Guten als auch im Schlechten. Das führt auch in Spielen häufig zu toxischem Verhalten zwischen Gamern. Es wird sich wüst beschimpft und verbale Entgleisungen sind an der Tagesordnung. Dass sich so ein Konflikt wie in diesem Fall auf die reale Welt ausweitet, ist allerdings eher eine Seltenheit.

Zusammenfassung
  • Gamer Edward Kang flog 1400 Kilometer, um in Zachary Dinhs Haus einzudringen
  • Er griff Dinh mit einem Hammer an, den er im Baumarkt gekauft hatte
  • Bewohner des Hauses überwältigten Kang und riefen die Polizei
  • Dinh wurde mit Kopfverletzungen im Krankenhaus behandelt und entlassen
  • Die beiden hatten sich im Online-Spiel ArcheAge gestritten
  • Kang wird wegen versuchten Mordes angeklagt
  • Server von ArcheAge wurden mittlerweile wegen mangelnder Spielerzahlen abgeschaltet

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