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Entwickler: Wer sich mein Spiel nicht leisten kann, soll es kopieren

Videospiele werden seit ihrer Erfindung kopiert. Junge Menschen haben nicht nur in den Gaming-Anfangstagen illegale Versionen genutzt, das ist bis heute so. Die Industrie wächst trotzdem und es gibt Entwickler, die Piraterie nicht ganz so eng sehen. So wie jener von Ultrakill.
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"Bezahlen" durch Mundpropaganda

Junge Piraten werden irgendwann einmal kaufkräftige Konsumenten sein: Das ist im Wesentlichen die Einstellung, mit der die Gaming-Unternehmen groß geworden sind und auch heute noch teilweise die Basis für die milliardenschwere Industrie darstellt. Dennoch versucht man, den Piraten das Leben möglichst schwer zu machen (Stichwort: Denuvo). Das ist zwar verständlich, doch es gibt immer wieder auch Entwickler, die es nicht ganz so eng sehen.

Dazu zählt auch Arsi "Hakita" Patala. Der Entwickler des Retro-Shooters Ultrakill hat sich Anfang dieser Woche klar positioniert und gemeint, dass man unabhängige Entwickler zwar unterstützen sollte, es aber in einigen Fällen auch ok sei, ein Spiel wie seines zu kopieren (via PC Gamer). Dem war ein Beitrag einer Twitter/X-Nutzerin zuvor gegangen, in der diese ein Bild ihres abfotografierten Bildschirms zeigte. Zu sehen war darauf ein Kopiervorgang, bei dem Ultrakill auf die Festplatte geschoben wurde. Dazu stand (im Bild) geschrieben "Ich (liebe) es, Indie-Spiele per Piraterie zu kopieren!"

Hakita teilte das Bild, doch er empörte sich nicht über den Umstand, dass hier ein illegaler Vorgang zu sehen war: "Als Schöpfer des Spiels: Du solltest Indie-Spiele unterstützen, wenn du kannst, aber Kultur sollte nicht nur für diejenigen da sein, die es sich leisten können. Ultrakill würde nicht existieren, wenn ich als Kind nicht so einfach Zugang zu Filmen, Musik und Spielen gehabt hätte", schreibt Patala. "Wenn du kein Geld hast, kannst du (das Spiel und mich) durch Mundpropaganda unterstützen."

In einem weiteren Tweet schreibt er: "Selbst die unternehmerisch denkenden Menschen unter uns können erkennen, dass es schlimmstenfalls ein gleichwertiger Handel ist, wenn man ein Spiel kopiert, es dann genießt, es weiter verbreitet und jemand anderen dazu bringt, es zu kaufen." Denn das resultiert "bestenfalls" in einem zusätzlichen Verkauf, zu dem es ohne die Kopie nicht gekommen wäre.

Zusammenfassung
  • Videospiele werden seit ihrer Erfindung kopiert und illegal genutzt
  • Die Gaming-Industrie wächst trotz der Verbreitung illegaler Versionen
  • Arsi "Hakita" Patala, Entwickler von Ultrakill, sieht Piraterie nicht eng
  • Junge Piraten könnten später kaufkräftige Konsumenten werden
  • Patala betont, dass Kultur für alle zugänglich sein sollte
  • Er empfiehlt Mundpropaganda als Unterstützung bei fehlendem Geld
  • Patala sieht Piraterie als potenziell positiven Einfluss auf Verkäufe

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