Falt-Smartphones: Huawei überholt Samsung trotz des US-Embargos

Samsung hat jüngst zum ersten Mal seine Spitzenposition als größter Anbieter von Smartphones mit faltbaren Displays verloren. Trotz (oder gerade wegen) des US-Embargos konnte Huawei im ersten Quartal 2024 laut Marktforschern mehr Foldables absetzen als Samsung.
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Huawei profitiert möglicherweise sogar von Sanktionen

Die von den USA und anderen Ländern verhängten Sanktionen gegen den chinesischen Hersteller Huawei konnten den Erfolg von dessen Foldable-Smartphones in den letzten Monaten offenbar nicht ausbremsen, denn der wichtigste Elektronikanbieter Chinas hat Samsung als nach Stückzahlen erfolgreichster Hersteller von Smartphones mit faltbaren Displays erstmals den Rang abgelaufen.

Laut Angaben des Marktforschungsunternehmens CounterPoint Research erreichte Huawei in den ersten drei Monaten des Jahrs 2024 einen internationalen Marktanteil bei Foldable-Smartphones von zuletzt 35 Prozent. Samsung musste im Jahresvergleich starke Einbußen hinnehmen und kam im ersten Quartal 2024 nur noch auf 24 Prozent.


Huawei profitiert hauptsächlich vom Nationalismus der chinesischen Bevölkerung, die seit den ständigen Verschärfungen der Ausfuhrbeschränkungen westlicher Länder gegen den Konzern für stark gestiegene Absatzzahlen gesorgt haben. Hinzu kommt, dass Huawei mittlerweile dank einiger zusammen mit dem größten chinesischen Chip-Vertragsfertiger SMIC entwickelten eigenen SoC-Designs in der Lage ist, eigene Chips mit integriertem 5G-Modem in einer relativ modernen Bauweise zu fertigen.

Neben dem Huawei Mate X5, das laut Counterpoint bereits seit seiner Einführung Mitte 2023 vergleichsweise hohe Verkaufszahlen in China erzielt, soll auch das Huawei Pocket 2 mit seinen relativ niedrigen Preisen einen großen Anteil an den gewachsenen Verkaufszahlen von Foldable-Smartphones von Huawei haben. Generell leidet Samsungs Marktanteil aber auch wegen einer Reihe anderer Faktoren.

So haben mittlerweile viele andere Hersteller eigene Smartphones mit faltbaren Displays auf den Markt gebracht, die natürlich die Verkaufszahlen des einstigen Platzhirschs Samsung auch in China schrumpfen ließen. Zwar gingen insgesamt mehr Geräte über die Ladentheken, aber mit Motorola und der früheren Huawei-Tochter Honor sowie Marken wie Oppo und Vivo mischen inzwischen mehr Konkurrenten mit.

Hinzu kommt, dass der Trend aktuell zu den "Flip-Style"-Geräten geht, also Modellen, bei denen das Display nach oben und nicht zur Seite aufgeklappt wird. Diese sind meist deutlich günstiger zu haben und verkaufen sich deshalb häufiger. Samsung bietet zwar neben dem "Book-Style"-Foldable Samsung Galaxy Z Fold 5 auch noch das Galaxy Z Flip 5 an, doch ist auch dieses Gerät im Vergleich zu den Produkten anderer Hersteller in China deutlich teurer.
Zusammenfassung
  • Samsung verlor erstmals Spitzenposition bei faltbaren Smartphones an Huawei
  • Huawei setzte im ersten Quartal 2024 mehr Foldables ab als Samsung
  • US-Sanktionen konnten Huaweis Erfolg bei Foldables nicht bremsen
  • Huawei erreichte 35 Prozent Marktanteil, Samsung nur noch 24 Prozent
  • Nationalismus der Chinesen und eigene SoC-Designs begünstigten Huawei
  • Huawei Mate X5 und Pocket 2 erzielten hohe Verkaufszahlen in China
  • Viele Hersteller bieten nun faltbare Smartphones, was Samsungs Anteil schrumpfen ließ

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