Warp-Antrieb wie in Star Trek:
Neue Studie erzielt "Durchbruch"
Wissenschaftler haben in einer Arbeit ein Modell für einen Warp-Antrieb präsentiert. Dieser Erfolg läute "eine neue Ära der Möglichkeiten ein". Es gibt jedoch einige konkrete Probleme, die erst noch gelöst werden müssen, bevor der nächste Schritt getan werden kann.
In Blau ist die (positive) Energiedichte der Schale mit konstanter Geschwindigkeit dargestellt, während in Schwarz die Impulsflusslinien der Materie innerhalb der Blase zu sehen sind. Diese Flusslinien stellen die Struktur des Impulsflusses innerhalb der Warp-Blase dar.
Der führende Autor der Studie, Dr. Jared Fuchs, meint in einem Interview: "Durch die Demonstration eines einzigartigen Modells haben wir gezeigt, dass Warp-Antriebe nicht nur in der Science-Fiction möglich sind." Mit einem Antrieb auf Grundlage dieses Modells kann man allerdings nicht schneller als das Licht reisen. Jedoch würde die erreichte Geschwindigkeit immerhin knapp darunter liegen.
Siehe auch:
Warp-Antrieb mehr als nur Science Fiction
In beinahe jeder futuristischen Science-Fiction-Welt reisen Menschen mit ihren Raumschiffen durch die Galaxie. Oft mit Geschwindigkeiten, die jenseits der des Lichts liegen. Manchmal heißt die Technologie, die das ermöglicht, Hyperdrive, manchmal ist es der Warp-Antrieb. Doch egal, ob man es nun eher mit Star Wars oder Star Trek hält, schien ein solcher Antrieb lange Zeit nur ein netter Einfall der jeweiligen Autoren zu sein.Neues Modell entwickelt
Vor etwa 30 Jahren zeigte dann der mexikanische Physiker Miguel Alcubierre mit einem Modell, dass es aber durchaus möglich ist, einen solchen Antrieb zu bauen. Laut seiner Theorie würde dazu aber negative Energie benötigt - eine Substanz, die vielleicht gar nicht existiert. Eine neue Studie liefert jetzt die Grundlagen für einen anderen Ansatz und verzichtet auf die Verwendung von wahrscheinlich nur in der Theorie existierenden Treibstoffen.Antrieb nutzt Gravitationstechniken
Ein Team aus Forschern stellte das Konzept eines "subluminalen Warp-Antriebs mit konstanter Geschwindigkeit" vor, der mit den Grundsätzen der Relativitätstheorie in Einklang steht. Das neue Modell kommt ohne exotische Energie aus und nutzt stattdessen eine ausgeklügelte Mischung aus traditionellen und neuartigen Gravitationstechniken, um eine Warp-Blase zu erzeugen, die Objekte mit hohen Geschwindigkeiten innerhalb der Grenzen der bekannten Physik transportieren kann. Mit einem zugegebenermaßen spektakulär unspektakulären Video illustrieren die Wissenschaftler die Funktionsweise des Antriebs.Modell zum Warp-Antrieb
In Blau ist die (positive) Energiedichte der Schale mit konstanter Geschwindigkeit dargestellt, während in Schwarz die Impulsflusslinien der Materie innerhalb der Blase zu sehen sind. Diese Flusslinien stellen die Struktur des Impulsflusses innerhalb der Warp-Blase dar.
Der führende Autor der Studie, Dr. Jared Fuchs, meint in einem Interview: "Durch die Demonstration eines einzigartigen Modells haben wir gezeigt, dass Warp-Antriebe nicht nur in der Science-Fiction möglich sind." Mit einem Antrieb auf Grundlage dieses Modells kann man allerdings nicht schneller als das Licht reisen. Jedoch würde die erreichte Geschwindigkeit immerhin knapp darunter liegen.
Bisher alles nur Theorie
Das Team konzentriert sich nun auf die Bewältigung weiterer Herausforderungen, wie zum Beispiel die Reduzierung der exorbitanten Energiemenge, die der Antrieb benötigen würde. Dazu wollen sie ihr Modell weiter verfeinern und interdisziplinär und institutionenübergreifend zusammenarbeitet. Eine Umsetzung in der Praxis liegt also noch in weiter Ferne.
Zusammenfassung
- Miguel Alcubierre präsentierte vor 30 Jahren ein Modell für Warp-Antriebe
- Neue Studie schlägt einen Warp-Antrieb vor, der ohne exotische Energie auskommt
- Das Modell erzeugt eine Warp-Blase mittels traditioneller und neuer Gravitationstechniken
- Laut Dr. Jared Fuchs könnten Warp-Antriebe realisierbar sein, jedoch nicht überlichtschnell
- Weitere Forschung fokussiert auf die Reduktion des hohen Energiebedarfs des Antriebs
- Praktische Umsetzung des Warp-Antriebsmodells ist noch weit entfernt
Siehe auch:
- Quanten-Tornado: Forscher imitieren schwarzes Loch auf der Erde
- Es werde Licht: Forscher wollen einige der ersten Sterne entdeckt haben
- Gravitationswellen: Forscher bauen Millionen Kilometer großen Detektor
- Heiliger Gral der Akkus: Harvard-Forscher zeigen ihre Feststoffbatterie
- Zehnmal stärker als Kevlar: Forscher entwickeln revolutionäres Material
Thema:
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