Qualität vor Quantität: Disney will weniger Filme und Serien von Marvel

Es ist kein Geheimnis, dass Marvel in einer Krise steckt, da weder die Filme noch Serien dieselbe Begeisterung auslösen wie noch vor einigen Jahren. Das weiß man auch bei Disney und ist auch der Grund, warum CEO Bob Iger eine Verknappung der Inhalte angekündigt hat.
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Die Luft im MCU ist raus

Es ist noch nicht lange her, da war jede Produktion aus dem Marvel Cinematic Universe (MCU) eine regelrechtes Ereignis, selbst die weniger erfolgreichen Filme und Serien zogen genug Publikum an, um sie als Hits bezeichnen zu können. Doch zuletzt ist die so lange gut laufende Maschine ins Stottern gekommen, und zwar gewaltig. Das lag zwar auch an externen Faktoren wie der Pandemie, dem Autorenstreik und den dadurch schwierigen Bedingungen, aber es ist auch nicht zu leugnen, dass die kreative Luft etwas raus ist und sich auch eine Übersättigung eingestellt hat.

Das weiß man auch bei Marvel-Mutter Disney und erklärt auch, warum Disney-CEO Bob Iger nun eine recht radikale Schrumpfkur angekündigt hat. Wie Variety berichtet, hat der Chef des Medienkonzerns bekannt gegeben, dass die Zahl der Marvel-Serien auf zwei pro Jahr und die Zahl der Filme auf maximal drei pro Jahr sinken soll.


Die Strategie der Verknappung gelte laut Iger für den gesamten Konzern, doch insbesondere für Marvel-Filme. Auch bei Serien will man den Output deutlich reduzieren. Die Serien, die demnächst kommen, sind hier "ein Überbleibsel des Wunsches aus der Vergangenheit sind, das Volumen zu erhöhen".

Iger: "Wir werden das Volumen langsam reduzieren und wahrscheinlich auf zwei Fernsehserien pro Jahr gehen, statt wie bisher auf vier, und unsere Filmproduktion von vielleicht vier pro Jahr auf zwei oder maximal drei reduzieren. Und wir arbeiten hart daran, diesen Weg zu finden."

Nächstes Jahr gebe es "ein paar gute (Marvel-)Filme", danach kommen "neue Avengers, auf die wir uns sehr freuen", so der CEO. "Insgesamt habe ich ein gutes Gefühl, was die Veröffentlichungen angeht. Wie man weiß, habe ich mich dazu verpflichtet, mehr und mehr Zeit darauf zu verwenden. Ich habe großes Vertrauen in das Team und unsere Marken, die wir nutzen, einschließlich aller Fortsetzungen."

Zusammenfassung
  • Marvel erlebt derzeit eine Krise mit nachlassender Begeisterung
  • Disney CEO Bob Iger kündigt eine Reduzierung der Marvel-Inhalte an
  • Die Anzahl der Marvel-Serien wird auf zwei pro Jahr gesenkt
  • Maximal drei Marvel-Filme sind jährlich geplant
  • Diese Strategie der Verknappung betrifft den gesamten Disney-Konzern
  • Trotz Krise sind zukünftig neue Avengers-Filme geplant
  • Bob Iger zeigt sich zuversichtlich bezüglich der kommenden Veröffentlichungen

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