Disney wird künftig weniger Marvel- und Star Wars-Inhalte produzieren

Der Disney-Konzern gehört zu den größten Medienunternehmen der Welt, sein Einfluss auf die moderne Popkultur ist gewaltig. Denn zu Disney gehören Marvel und Star Wars. Bisher konnte Disney nicht genug bekommen - doch nun hat man erkannt: weniger ist mehr.
Logo, Videoplattform, Disney+, Disney Plus
Derzeit ist Hollywood in Aufruhr, denn nun streiken nicht nur die Drehbuchautoren, sondern auch die Schauspieler. Damit steht das Film- und Fernsehgeschäft im Wesentlichen still. Einer der größten Arbeitgeber in diesem Geschäft ist The Walt Disney Company und dort hat man sich zuletzt ziemlich klar gegen die Forderungen der Autoren und Schauspieler gestellt.

"Verstörende" Streiks

So sagte Disney-CEO Bob Iger erst gestern, dass die Streiks "sehr verstörend" für ihn seien: "Wir haben über die zerstörerischen Kräfte in diesem Geschäft gesprochen und über all die Herausforderungen, mit denen wir konfrontiert sind, die Erholung von Covid, die noch nicht abgeschlossen ist. Dies ist die schlechteste Zeit der Welt, um diese Störungen zu verstärken."


Iger und Disney sind aber durchaus ein Teil des Problems, denn die gesamte Branche schreit ständig nach mehr Inhalten, ist aber nicht unbedingt bereit, mehr zu bezahlen. Die Fans machen das Mehr auch nicht zwangsläufig mit, denn viele neue Film- und Serien-Produktionen aus dem Marvel Cinematic Universe oder Star Wars-Universum werden mit nur noch mäßiger Begeisterung aufgenommen.

Deshalb überrascht es nicht, dass Bob Iger nun angekündigt hat, die Anzahl der Produktionen von Marvel Studios und Lucasfilm zurückzufahren. Das macht man einerseits aus Kostengründen, andererseits aber auch, um mithilfe der Verknappung das Interesse wieder zu steigern.

Iger: "Marvel ist ein großartiges Beispiel dafür. Das Unternehmen war zuvor nicht in nennenswertem Umfang im Fernsehgeschäft tätig und hat nicht nur seine Filmproduktion erhöht, sondern auch eine Reihe von Fernsehserien produziert", sagte Iger gegenüber CNBC. "Offen gesagt, hat das den Fokus und die Aufmerksamkeit verwässert."

Zusammenfassung
  • Disney gehört zu den größten Medienunternehmen der Welt und hat großen Einfluss auf Popkultur.
  • Hollywood steht still: Streiks von Drehbuchautoren und Schauspielern.
  • Disney-CEO Bob Iger nennt Streiks "sehr verstörend".
  • Disney und Branche schreien nach mehr Inhalten, wollen aber nicht mehr bezahlen.
  • Weniger Inhalte: Marvel und Lucasfilm Produktionen werden zurückgefahren.
  • Verknappung soll Interesse an Inhalten steigern.
  • Aufmerksamkeit durch zu viele Produktionen "verwässert".

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