Sicherheitsreport: Teslas Autopilot trägt an fast 1000 Unfällen Mitschuld
Die amerikanische Straßensicherheitsbehörde stellt dem Autopiloten von Tesla kein gutes Zeugnis aus. Es gäbe gravierende Sicherheitsmängel. Daten von beinahe 1000 Unfällen zeichnen ein klares Bild.
Doch jetzt bescheinigt eine Untersuchung (PDF) der Software, die in den bisherigen Tesla-Modellen verbaut ist, grobe Sicherheitsmängel. Dem Bericht zufolge wiege der Autobauer seine Kunden beim Verwenden der automatischen Fahrsysteme in falscher Sicherheit. Es sei daher schon zu unzähligen Unfällen gekommen.
Die Studie schaute sich dabei die Daten zu 956 Unfällen an, die sich zwischen Januar 2018 und August 2023 ereignet hatten. Dabei waren insgesamt 29 Menschen ums Leben gekommen. Bei 211 dieser Unfälle war ein Tesla frontal in andere Fahrzeuge oder stationäre Hindernisse gefahren. Infografik Elektromobilität: Die USA sind Teslas wichtigster Absatzmarkt
In weit über einem Viertel dieser Fälle sei das Hindernis fünf oder mehr Sekunden lang vor dem Aufprall klar und deutlich sichtbar gewesen. In 19 Fällen sogar über zehn Sekunden lang. Die menschlichen Fahrer hatten aber nicht reagiert. Das verrieten die Log-Daten der entsprechenden Fahrzeuge, die der NHTSA von Tesla bereitgestellt wurden.
Demnach stellt das L2-System nicht ausreichend die Aufmerksamkeit der Fahrer sicher, was dazu führt, dass die schnell abschalten. So gibt es kaum Warnhinweise und Sicherheitsfunktionen können mit einfachsten Mitteln ausgehebelt werden. Auch der irreführende Name "Autopilot" suggeriere, das System wäre völlig von alleine in der Lage, das Fahrzeug sicher zu bewegen, so die NHTSA. Das verschärfe das Aufmerksamkeitsproblem noch einmal.
Tesla hatte schon Ende des vergangenen Jahres Fahrzeuge zurückgerufen und neue Warnmeldungen eingebaut. Ob nun ein weiteres Update kommt, ließ der Autobauer bislang nicht wissen.
Siehe auch:
Untersuchung zu Unfällen mit Teslas
Erst vor ein paar Wochen hatte Elon Musk über seinen eigenen Kurznachrichtendienst X (ehemals Twitter) angekündigt, Tesla wolle völlig autonom fahrende Robo-Taxis auf den Markt bringen. Die Fahrzeuge sollen am 8. August dieses Jahres von Musk höchstpersönlich vorgestellt werden.Doch jetzt bescheinigt eine Untersuchung (PDF) der Software, die in den bisherigen Tesla-Modellen verbaut ist, grobe Sicherheitsmängel. Dem Bericht zufolge wiege der Autobauer seine Kunden beim Verwenden der automatischen Fahrsysteme in falscher Sicherheit. Es sei daher schon zu unzähligen Unfällen gekommen.
Viele verblüffende Vorfälle
Die National Highway Traffic Safety Administration (NHTSA) ist die zivile US-Bundesbehörde für Straßen- und Fahrzeugsicherheit. Sie hatte eine Untersuchung gestartet, nachdem es immer wieder zu Unfällen mit Tesla-Fahrzeugen gekommen war, bei denen die Fahrer die "Autopilot"-Funktion genutzt und am Straßenrand parkende Fahrzeuge gerammt hatten.Die Studie schaute sich dabei die Daten zu 956 Unfällen an, die sich zwischen Januar 2018 und August 2023 ereignet hatten. Dabei waren insgesamt 29 Menschen ums Leben gekommen. Bei 211 dieser Unfälle war ein Tesla frontal in andere Fahrzeuge oder stationäre Hindernisse gefahren. Infografik Elektromobilität: Die USA sind Teslas wichtigster Absatzmarkt
In weit über einem Viertel dieser Fälle sei das Hindernis fünf oder mehr Sekunden lang vor dem Aufprall klar und deutlich sichtbar gewesen. In 19 Fällen sogar über zehn Sekunden lang. Die menschlichen Fahrer hatten aber nicht reagiert. Das verrieten die Log-Daten der entsprechenden Fahrzeuge, die der NHTSA von Tesla bereitgestellt wurden.
Zu wenige Warnungen und ein irreführender Name
Die Behörde nimmt Tesla in die Verantwortung und sieht gravierende Probleme mit dem Autopilot-System. Denn bei einem Vergleich der Level 2 (L2) Automatisierungsfunktion des Unternehmens mit vergleichbaren Produkten der Konkurrenz, fällt Tesla vor allem durch eine extrem schwache Einbindung des Fahrers und mit äußerst liberalen Betriebsfunktionen auf.Demnach stellt das L2-System nicht ausreichend die Aufmerksamkeit der Fahrer sicher, was dazu führt, dass die schnell abschalten. So gibt es kaum Warnhinweise und Sicherheitsfunktionen können mit einfachsten Mitteln ausgehebelt werden. Auch der irreführende Name "Autopilot" suggeriere, das System wäre völlig von alleine in der Lage, das Fahrzeug sicher zu bewegen, so die NHTSA. Das verschärfe das Aufmerksamkeitsproblem noch einmal.
Tesla hatte schon Ende des vergangenen Jahres Fahrzeuge zurückgerufen und neue Warnmeldungen eingebaut. Ob nun ein weiteres Update kommt, ließ der Autobauer bislang nicht wissen.
Zusammenfassung
- Untersuchung zeigt Sicherheitsmängel in Tesla-Software
- NHTSA-Bericht: Falsche Sicherheit durch Autopilot-System
- Untersuchung analysierte 956 Unfälle mit 29 Todesfällen
- Hindernisse waren oft mehrere Sekunden sichtbar
- NHTSA kritisiert Teslas schwache Fahrereinbindung
- Irreführender Name "Autopilot" suggeriert Vollautonomie
Siehe auch:
- Tesla könnte seinen humanoiden Roboter bereits 2025 verkaufen
- Tesla: Gewinn bricht dramatisch ein, neue Billigmodelle sollen es richten
- Tesla steckt in einer handfesten Krise und senkt deshalb die Preise
- Tesla lässt umstrittenes Gehaltspaket an Musk einfach neu abstimmen
- Tesla in der Krise, Massenentlassungen sind jetzt fix (Update)
Thema:
Videos zum Thema autonomes Fahren
- Fast wie K.I.T.T.: BYD-Supercar Yangwang U9 springt über Schlagloch
- Forvia auf der IAA 2023: Mehr Sicherheit und Nachhaltigkeit im Auto
- Nuro: Kleinwagen-großer Liefer-Roboter hat einen Außen-Airbag
- Audi AI:ME - Testfahrt mit dem autonomen Elektroauto auf der CES
- Daimler und Bosch: So funktioniert das komplett fahrerlose Parken
Beliebt im Preisvergleich
- Ladestationen:
Beiträge aus dem Forum
Weiterführende Links
Neue Nachrichten
- Xbox-Chefin weckt Hoffnung: Eine Konsole "muss Exklusivtitel haben"
- Spammer fluten Reddit mit Fake-Posts, um KI-Suchen zu manipulieren
- Letzte Chance bei Media Markt: Geniale Deals von Ninja und Shark
- Audi Nuvolari: Neuer Supersportwagen mit Formel-1-Technik & 1001 PS
- Wohnzimmer-PC: Valve bestätigt Sommer-Release der Steam Machine
- Aktuelle Technik-Blitzangebote von Amazon im Überblick
- Notebooksbilliger: Angebote der Woche stark reduziert
❤ WinFuture unterstützen
Sie wollen online einkaufen?
Dann nutzen Sie bitte einen der folgenden Links,
um WinFuture zu unterstützen:
Vielen Dank!
Alle Kommentare zu dieser News anzeigen