Europameister! Deutschland auf Platz 1 bei digitalem Stalking
Einem aktuellen Report zufolge hat die Verwendung von Überwachungssoftware auf mobilen Geräten zugenommen. Auch digitales Stalking unter Partnern wird immer häufiger. Die Deutschen bekleckern sich im Ländervergleich dabei nicht gerade mit Ruhm.
Letztes Jahr waren laut dem aktuellen Report weltweit 31.031 Menschen in 175 verschiedenen Ländern von sogenannter Stalkerware betroffen. Das bedeutet einen Anstieg von etwas unter sechs Prozent im Vergleich zum Vorjahr.
Im weltweiten Vergleich belegt Deutschland immerhin noch Platz zehn. Russland steht mit 9890 erfassten Fällen unangefochten an der Spitze vor Brasilien (4186) und Indien (2492). Die USA belegen mit 799 Fällen Platz sieben auf der Liste.
Leider schlüsselt der Report an dieser Stelle nicht nach einzelnen Ländern auf. Es gibt allerdings keinen Grund, davon auszugehen, dass sich in Deutschland ein grundlegend anderes Bild zeichnet.
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Digitales Stalking nimmt zu
Seit mehreren Jahren führt das Softwareunternehmen Kaspersky den sogenannten "State of Stalkerware"-Report durch. Darin untersuchen die Sicherheitsexperten anhand eigens erhobener Daten, wie viele Menschen ungewollt durch Programme auf ihren Handys überwacht werden. Entsprechende Software kann heimlich auf Smartphones installiert werden und erlaubt es, das gesamte Berufs- und Privatleben einer betroffenen Person unbemerkt auszuspionieren.Letztes Jahr waren laut dem aktuellen Report weltweit 31.031 Menschen in 175 verschiedenen Ländern von sogenannter Stalkerware betroffen. Das bedeutet einen Anstieg von etwas unter sechs Prozent im Vergleich zum Vorjahr.
Deutschland in Statistik ganz vorne
Auch in Deutschland ist Stalkerware ein Problem. Mit hierzulande 577 Fällen belegt die BRD im europäischen Ländervergleich dabei mit großem Abstand zu Frankreich (332) und Großbritannien (271) den traurigen ersten Platz. Allerdings ist die Anzahl der betroffenen Personen hierzulande seit 2022 um etwa ein Fünftel gesunken.Im weltweiten Vergleich belegt Deutschland immerhin noch Platz zehn. Russland steht mit 9890 erfassten Fällen unangefochten an der Spitze vor Brasilien (4186) und Indien (2492). Die USA belegen mit 799 Fällen Platz sieben auf der Liste.
Mehr Stalking in Beziehungen
Zusätzlich führte Kaspersky eine Befragung unter 21.000 Leuten zum Thema durch. Demnach gaben 23 Prozent an, Opfer von Online-Stalking geworden zu sein durch eine Person, die sie kürzlich gedatet hatten. Außerdem war ein Anteil der Befragten noch von den folgenden Dingen betroffen:- Aufdringliche E-Mails oder Nachrichten erhalten - 16%
- Unerlaubt fotografiert worden - 13%
- Eigener Aufenthaltsort wurde überwacht - 10%
- Unerlaubter Zugriff auf eigene Social-Media-Accounts - 10%
- Stalkerware durch Dritte auf Smartphone installiert - 7%
Leider schlüsselt der Report an dieser Stelle nicht nach einzelnen Ländern auf. Es gibt allerdings keinen Grund, davon auszugehen, dass sich in Deutschland ein grundlegend anderes Bild zeichnet.
Vorsicht bei der Interpretation der Daten
Ob die Menschen in den vergangenen Jahren grundlegend eifersüchtiger geworden sind und deshalb ihre Partner stärker überwachen oder ob es einfach nur an der mittlerweile großen Fülle an Möglichkeiten liegt, kann diskutiert werden. Gelegenheit macht schließlich Diebe. Da die Statistiken des Reports außerdem nur Fälle von Personen einschließen, die eine Kaspersky-Sicherheitssoftware auf ihrem Mobiltelefon installiert haben, besitzen die Ergebnisse nur eine eingeschränkte Repräsentativität.
Zusammenfassung
- Überwachungssoftware auf Mobilgeräten nimmt zu
- Digitales Stalking unter Partnern wird häufiger
- Deutschland führt in Europa bei Stalkerware-Fällen
- 577 betroffene Personen in Deutschland im letzten Jahr
- Weltweit 31.031 Menschen von Stalkerware betroffen
- Russland, Brasilien, Indien führen in weltweiter Statistik
- 23% der Befragten Opfer von Online-Stalking
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