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Sicherheitsrisiko '1234': Ein simples Passwort blamiert die Bundeswehr
Kaum hat die Bundeswehr begonnen, die Umstände durch abgehörte Web-Konferenzen aufzuarbeiten, sorgt das Verteidigungsministerium für Kopfschütteln beim Thema IT-Sicherheit. Denn das Passwort für ein Statement von Minister Pistorius ist maximal schlecht gewählt.
Dass eine Web-Konferenz über WebEx letzte Woche von russischen Hackern abgefangen und mitgehört wurde, weil einer der teilnehmenden Offiziere eine nicht gesicherte Verbindung aus einem Hotel in Singapur benutzte, passt dabei ins Bild. Infografik: Regelmäßige Passwortänderung für Deutsche kaum ein Thema
Denn die Verantwortlichen wählten dazu eine der weltweit am häufigsten benutzten Zeichenkombinationen: "1234".
Auch wenn deutsche Behörden in aller Regel nicht für ihre Selbstironie und Lockerheit bekannt sind.
Siehe auch:
Abhörfall bei der Bundeswehr
Die Bundeswehr ist durchaus bekannt dafür, dass bei ihr nicht immer alles so funktioniert, wie es eigentlich soll. Von Gewehren, die bei bestimmten Temperaturen nicht geradeaus schießen, über Fahrzeuge, die nicht fahren und in Garagen Staub ansammeln, bis hin zu Kampfjets, die schon vor ihrem Kauf nicht mehr den neuesten Standards entsprechen.Dass eine Web-Konferenz über WebEx letzte Woche von russischen Hackern abgefangen und mitgehört wurde, weil einer der teilnehmenden Offiziere eine nicht gesicherte Verbindung aus einem Hotel in Singapur benutzte, passt dabei ins Bild. Infografik: Regelmäßige Passwortänderung für Deutsche kaum ein Thema
Passwort zum Haare sträuben
Genau zu diesem Thema gab Verteidigungsminister Boris Pistorius am vergangenen Sonntag ein Pressestatement ab. Dabei war allerdings nicht der Inhalt das Bemerkenswerteste, sondern das Passwort, mit dem Interessierte über die Webseite des Verteidigungsministeriums nachträglich Zugriff auf die entsprechende Aufzeichnung erlangen konnten.Denn die Verantwortlichen wählten dazu eine der weltweit am häufigsten benutzten Zeichenkombinationen: "1234".
Ministerium mit Humor?
Auch wenn es sich bei dem Pressestatement nicht um geheime Inhalte handelt und der öffentliche Zugriff erlaubt ist, lässt sich die Ironie an dieser Stelle wohl kaum verleugnen. Dass ausgerechnet eine Audioaufzeichnung zum Thema IT-Sicherheit als Antwort auf einen Abhörfall mit diesem Passwort gesichert wird ... Man kann nur die (wenn auch geringe) Hoffnung haben, dass es sich an dieser Stelle um einen bewussten Scherz der Verantwortlichen handelt.Auch wenn deutsche Behörden in aller Regel nicht für ihre Selbstironie und Lockerheit bekannt sind.
Zusammenfassung
- Bundeswehr bearbeitet abgehörte Web-Konferenzen
- Verteidigungsministerium patzt bei IT-Sicherheit
- Passwort für Minister Pistorius' Statement zu einfach
- Web-Konferenz durch russische Hacker kompromittiert
- Passwort "1234" für Zugriff auf Presseaufzeichnung
- Hoffnung auf bewussten Scherz bei Passwortwahl
Siehe auch:
- Beliebteste Passwörter 2023 - Mysterium der dummen Wahl enträtselt
- Passkeys statt Passwörter: Experte beantwortet die wichtigsten Fragen
- Microsoft Edge: Gespeicherte Passwörter werden "kaputt" angezeigt
- Passwort-stehlende Malware konnte drei Jahre lang unerkannt arbeiten
- Microsoft kann in passwortgeschützte ZIP-Dateien hineinsehen
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