NASA besorgt: Leck in russischem ISS-Modul ist deutlich gewachsen
Eine akute Gefahr für die Crew besteht nicht, trotzdem sorgt ein Leck auf der ISS zunehmend für Sorgen. Seit Jahren ist bekannt, dass es zwischen einem russischen Modul und einer Andocköffnung eine undichte Stelle gibt. Die ist in den letzten Wochen gewachsen.
Wie Joel Montalbano, Leiter des ISS-Programms der NASA, jüngst mitteilte, hatte sich die Rate, mit der Luft aus dem Leck austritt, seit Anfang Februar verdoppelt. Wegen der Position nahe des Dockingports entschied man sich bei der Ankunft des Progress MS-26-Frachtraumschiffs Mitte des Monats zunächst, die Zugangsluke für 24 Stunden geschlossen zu halten. Nachdem das Leck keine Veränderung gezeigt hatte, wurde die Luke für 5 Tage geöffnet.
Wie Montalbano laut Spacenews weiter ausführt, will man die Luke jetzt aber bis mindestens Anfang April geschlossen halten, so kann man den Bereich zuverlässig vom Rest der Station abschirmen. Bis dahin soll zusammen mit den russischen Kollegen über die nächsten Schritte entschieden werden.
Schon im November hatte die NASA bei einer Anhörung versichert, dass das Leck auf der ISS "beherrschbar" sei. Robyn Gatens, ISS-Direktorin in der NASA-Zentrale, hatte damals auch das Worst-Case-Szenario beschrieben: "Es wäre der Verlust dieses Dockingports für die Raumstation, aber keine katastrophale, existenzielle Sorge für die Internationale Raumstation selbst."
Siehe auch:
ISS-Leck wächst: Luke bleibt erst mal zu
Im Jahr 2019 hatten auf der ISS und in den Flugzentralen auf der Erde die Alarmglocken geläutet. Genau im Übergang zwischen einem Dockingport und dem russischen Servicemodul Zvezda wurde ein Leck entdeckt. Nach intensiven Untersuchungen durch Roskosmos und die NASA wurde die undichte Stelle mit Kaptonband verschlossen und mit Sensoren versehen. Jetzt muss man feststellen, dass das Leck wächst.Wie Joel Montalbano, Leiter des ISS-Programms der NASA, jüngst mitteilte, hatte sich die Rate, mit der Luft aus dem Leck austritt, seit Anfang Februar verdoppelt. Wegen der Position nahe des Dockingports entschied man sich bei der Ankunft des Progress MS-26-Frachtraumschiffs Mitte des Monats zunächst, die Zugangsluke für 24 Stunden geschlossen zu halten. Nachdem das Leck keine Veränderung gezeigt hatte, wurde die Luke für 5 Tage geöffnet.
Wie Montalbano laut Spacenews weiter ausführt, will man die Luke jetzt aber bis mindestens Anfang April geschlossen halten, so kann man den Bereich zuverlässig vom Rest der Station abschirmen. Bis dahin soll zusammen mit den russischen Kollegen über die nächsten Schritte entschieden werden.
Schon im November hatte die NASA bei einer Anhörung versichert, dass das Leck auf der ISS "beherrschbar" sei. Robyn Gatens, ISS-Direktorin in der NASA-Zentrale, hatte damals auch das Worst-Case-Szenario beschrieben: "Es wäre der Verlust dieses Dockingports für die Raumstation, aber keine katastrophale, existenzielle Sorge für die Internationale Raumstation selbst."
Zusammenfassung
- Leck auf ISS bereitet Sorgen, aber keine akute Gefahr
- Undichte Stelle zwischen russischem Modul und Andocköffnung
- Leck seit 2019 bekannt und mit Kaptonband abgedichtet
- Luftaustrittsrate hat sich im Februar verdoppelt
- Luke bleibt bis April geschlossen, um ISS abzuschirmen
- NASA hält Leck für beherrschbar, kein existenzielles Risiko
Siehe auch:
- Nach vielen Monaten: NASA findet endlich das Leck auf der Raumstation
- Raumstation: Am Wochenende wird auf der ISS ein Leck gesucht
- SpaceX: Erste private Raumstation Starlab soll vor 2030 in den Orbit
- Vast: SpaceX soll erste private Raumstation schon 2025 ins All bringen
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