Pegasus-Nachfolger: Neue Startups liefern bereits iPhone-Staatstrojaner
Die gesteigerte Aufmerksamkeit der Betriebssystemhersteller und die Arbeit von Sicherheitsfirmen und Bürgerrechts-Organisationen haben in der letzten Zeit mehrere etablierte Staatstrojaner-Anbieter ins Aus gebracht - doch neue Entwickler sind schon aktiv.
Für einen Bericht der Threat Analysis Group Googles konnten inzwischen mehrere Staatstrojaner untersucht werden, die von verschiedenen Anbietern stammten - einer von ihnen heißt Variston und ist in Barcelona ansässig.
In einer der Kampagnen nutzten die Staats-Hacker demnach drei iPhone-Zero-Days, d. h. Schwachstellen, die Apple zum Zeitpunkt ihrer Ausnutzung nicht bekannt waren. Ein Variston-Kunde hat die darauf aufbauende Malware im März 2023 genutzt, um iPhones in Indonesien anzugreifen. Die Angreifer schickten dabei eine SMS mit einem bösartigen Link, der das Telefon des Opfers mit Spyware infizierte, und leiteten es dann auf einen Artikel der indonesischen Zeitung Pikiran Rakyat um. Google gab nicht an, wer in diesem Fall Varistons Regierungskunde war.
Variston wurde bereits im Jahr 2018 gegründet. Die Firma übernahm bereits kurz nach ihrer Gründung die italienische Truel IT, die sich der Zero-Day-Forschung verschrieben hatte. Man kann daher davon ausgehen, dass die Malware-Entwickler hier selbst an Exploits arbeiten und diese nicht für hohe Summen auf dem Schwarzmarkt einkaufen.
Siehe auch:
Von Barcelona nach Indonesien
Laut Sicherheits-Experten Googles haben staatliche Hacker im vergangenen Jahr drei unbekannte Schwachstellen im iPhone-Betriebssystem Apples ausgenutzt, um ihre Opfer mit Spyware anzugreifen. Die Malware wurde dabei auch von europäischen Startups entwickelt, die in die Fußstapfen von Firmen wie Gamma/FinFisher treten.Für einen Bericht der Threat Analysis Group Googles konnten inzwischen mehrere Staatstrojaner untersucht werden, die von verschiedenen Anbietern stammten - einer von ihnen heißt Variston und ist in Barcelona ansässig.
In einer der Kampagnen nutzten die Staats-Hacker demnach drei iPhone-Zero-Days, d. h. Schwachstellen, die Apple zum Zeitpunkt ihrer Ausnutzung nicht bekannt waren. Ein Variston-Kunde hat die darauf aufbauende Malware im März 2023 genutzt, um iPhones in Indonesien anzugreifen. Die Angreifer schickten dabei eine SMS mit einem bösartigen Link, der das Telefon des Opfers mit Spyware infizierte, und leiteten es dann auf einen Artikel der indonesischen Zeitung Pikiran Rakyat um. Google gab nicht an, wer in diesem Fall Varistons Regierungskunde war.
Eigene Exploits
Aktuell ist unklar, wann Apple über die Existenz der jeweiligen Schwachstellen informiert wurde und ob das Unternehmen Kenntnis über die Spionage-Malwares hat. Allerdings ist davon durchaus auszugehen, da Google und Apple bereits gut beim Aussperren des Pegasus-Trojaners aus ihren Systemen zusammengearbeitet haben. Apple hat insbesondere die Lücken, die von Staatstrojanern genutzt wurden, stets schnell geschlossen.Variston wurde bereits im Jahr 2018 gegründet. Die Firma übernahm bereits kurz nach ihrer Gründung die italienische Truel IT, die sich der Zero-Day-Forschung verschrieben hatte. Man kann daher davon ausgehen, dass die Malware-Entwickler hier selbst an Exploits arbeiten und diese nicht für hohe Summen auf dem Schwarzmarkt einkaufen.
Zusammenfassung
- Mehrere Staatstrojaner-Anbieter wurden kürzlich stillgelegt
- Neue Entwickler von Spyware treten in Erscheinung
- Google entdeckte iPhone-Schwachstellen, ausgenutzt von Hackern
- Europäische Startups entwickeln Spyware, folgen Gamma/FinFisher
- Variston aus Barcelona ist einer der neuen Malware-Anbieter
- Unbekannt, wer Varistons Regierungskunde im Fall Indonesien war
- Apple schließt aktiv Sicherheitslücken gegen Staatstrojaner Nutzung
Siehe auch:
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