Galaxie, die es nicht geben sollte:
Webb entdeckt einsamen Sonderling
Das Webb-Teleskop stellt mit seinen Entdeckungen immer wieder unsere aktuellen Theorien auf die Probe. Jetzt hat das Weltraumteleskop per Zufall das schwache Licht einer isolierten Zwerggalaxie eingefangen, deren Existenz sich die Forscher nicht so ganz erklären können.
Eigentlich hatte ein Team von Astronomen unter der Leitung von Tim Carleton, Assistant Research Scientist an der Arizona State University, einen Galaxienhaufen ins Visier genommen. Doch wie die Wissenschaftler berichten, war ihnen abseits des eigentlichen Beobachtungsbereiches eine Zwerggalaxie ins Auge gefallen, die dort eigentlich nichts zu suchen hat.
Zwerggalaxien sind an sich keine Seltenheit. Im Gegenteil: Sie sind die am häufigsten vorkommenden Galaxien im Universum. Während die Milchstraße auf fast 200 Milliarden Sterne kommt, sammeln sich in den Zwergen weniger als 100 Millionen Sterne. Doch PEARLSDG, so der Name der ungewöhnlichen Entdeckung, verhält sich ganz anders als seine Galaxie-Geschwister.
"Sie interagiert nicht mit nahe gelegenen Galaxien, aber sie bildet auch keine neuen Sterne. Wie sich herausstellt, handelt es sich um einen interessanten Fall einer isolierten, ruhenden Galaxie", so die Arizona State University in ihrer Mitteilung. "Nach unserem derzeitigen Verständnis der Galaxienentwicklung ist ihre Existenz eigentlich nicht zu erwarten", ergänzt Studienleiter Carleton.
Wie das Team in der jüngst veröffentlichten Studie schreibt, lässt die erste Analyse des Zufallsfundes vermuten, dass wohl noch viele weitere "ruhende Zwerggalaxien" darauf warten, entdeckt zu werden. Mit JWST habe man erstmals das Werkzeug, das schwache Licht überhaupt einfangen zu können.
Siehe auch:
Zwerggalaxien sind an sich keine Seltenheit. Im Gegenteil: Sie sind die am häufigsten vorkommenden Galaxien im Universum. Während die Milchstraße auf fast 200 Milliarden Sterne kommt, sammeln sich in den Zwergen weniger als 100 Millionen Sterne. Doch PEARLSDG, so der Name der ungewöhnlichen Entdeckung, verhält sich ganz anders als seine Galaxie-Geschwister.
"Sie interagiert nicht mit nahe gelegenen Galaxien, aber sie bildet auch keine neuen Sterne. Wie sich herausstellt, handelt es sich um einen interessanten Fall einer isolierten, ruhenden Galaxie", so die Arizona State University in ihrer Mitteilung. "Nach unserem derzeitigen Verständnis der Galaxienentwicklung ist ihre Existenz eigentlich nicht zu erwarten", ergänzt Studienleiter Carleton.
Beeindruckend genau
Die Entdeckung zeigt einmal mehr eindrucksvoll, dass James Webb der Forschung ganz neue Horizonte eröffnet. Die hohe Winkelauflösung und Empfindlichkeit der genutzten NIRCam des JWST machte es dem Team möglich, einzelne Sterne in PEARLSDG aufzulösen. Genaue Daten zur Helligkeit einzelner Sterne erlauben dann wieder eine Bestimmung der Entfernung. Der ungewöhnliche Galaxie-Zwerg liegt rund 98 Millionen Lichtjahre entfernt. Ergänzende Spektralanalysen zeigten außerdem, dass keine jungen Sterne in der Galaxie zu finden sind.Wie das Team in der jüngst veröffentlichten Studie schreibt, lässt die erste Analyse des Zufallsfundes vermuten, dass wohl noch viele weitere "ruhende Zwerggalaxien" darauf warten, entdeckt zu werden. Mit JWST habe man erstmals das Werkzeug, das schwache Licht überhaupt einfangen zu können.
Zusammenfassung
- Webb-Teleskop entdeckt isolierte Zwerggalaxie PEARLSDG
- Astronomen fanden sie zufällig neben einem Galaxienhaufen
- Zwerggalaxien sind üblich, PEARLSDG verhält sich untypisch
- Sie bildet keine neuen Sterne und interagiert nicht mit anderen
- Existenz widerspricht aktuellen Theorien der Galaxienentwicklung
- NIRCam des JWST löst einzelne Sterne in PEARLSDG auf
- Galaxie liegt ca. 98 Millionen Lichtjahre entfernt, enthält keine jungen Sterne
- Studie deutet auf viele unentdeckte "ruhende Zwerggalaxien" hin
Siehe auch:
- James-Webb-Teleskop schickt atemberaubendes Sternenfabrik-Foto
- Große Aufregung wegen Webb: NASA bremst Alien-Leben Spekulationen
- James-Webb-Teleskop zeigt Uranus wie ein Portal in andere Dimension
- Webb liefert Blick auf Stern-Explosion mit nie dagewesener Auflösung
- Dank James Webb sehen wir erstmals eisige Details der Planetengeburt
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