Raspberry Pi soll an die Börse:
Von der Stiftung zum Investorenziel?

Was einst als Projekt zur Förderung der IT-Bildung an britischen Schulen mit der Gründung einer Stiftung begann, steht jetzt vor einem Börsengang. Der Bastelcomputer-Spezialist Raspberry Pi will nach Angaben von Chef Eben Upton an die Börse.
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Vorhaben noch in einer frühen Phase

Raspberry Pi-CEO Eben Upton erklärte in einem Interview mit dem US-Wirtschaftsdienst Bloomberg, dass sein Unternehmen in den Vorbereitungen für einen Börsengang steckt. Man befinde sich in einem frühen Stadium und habe die Beratungsfirmen Peel Hunt und Jefferies mit den Vorbereitungen für den Börsengang beauftragt.

Upton zufolge beabsichtigt Raspberry Pi ein Listing in London anzustreben, womit man den dortigen Finanzplatz nach der Abwanderung vieler Firma an die Wall Street in New York etwas stärken würde. Schon Anfang 2022 erwog das Team erstmals einen Börsengang, entschied sich damals jedoch, die Pläne zu verschieben.


Hinter dem Unternehmen steht nach wie vor die gemeinnützige Stiftung Raspberry Pi Foundation. Seit den ersten Überlegungen für einen Börsengang entschied sich die kommerzielle Firma Raspberry Pi zunächst, Geld von anderen Investoren wie dem Chipdesigner ARM und der Chipsparte von Sony einzusammeln. Der Marktwert wird seitdem auf rund 560 Millionen Dollar geschätzt.

Laut Upton wird man auch in London in der Lage sein, amerikanische Investoren anzulocken. Genau darum geht es für das vergleichsweise junge Unternehmen, das nach wie vor seinem Bildungsanspruch gerecht werden will. Man will neues Geld einsammeln, um neue Projekte zu ermöglichen und deren Vorfinanzierung zu gewährleisten.

Die kommerzielle Firma Raspberry Pi dürfte vor allem dadurch entstanden sein, dass die Single-Board-Computer und Bastel-Computer des Unternehmens in ihren diversen Varianten längst nicht mehr nur von Tüftlern und Hobbyisten verwendet werden. Stattdessen ist eine ganze Industrie rund um den kommerziellen Einsatz der Systeme entstanden, was bereits mehrfach zu massiven Engpässen bei der Verfügbarkeit geführt hat.
Zusammenfassung
  • Raspberry Pi plant Börsengang laut CEO Eben Upton
  • Bastelcomputer-Firma strebt Listing in London an
  • Beratungsfirmen Peel Hunt und Jefferies beauftragt
  • Raspberry Pi Foundation steht hinter dem Unternehmen
  • Marktwert der Firma wird auf 560 Mio. Dollar geschätzt
  • Ziel ist Anziehung amerikanischer Investoren in London
  • Engpässe durch industrielle Nutzung der Computer

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