Raspberry Pi 5 ist da: Die neue Version ist die leistungsstärkste bisher
Der Raspberry Pi wird zwar regelmäßig aktualisiert, doch zumeist handelt es sich dabei um kleinere Updates. Große Versionssprünge sind seltener, der Raspberry Pi 4 wurde etwa bereits Mitte 2019 veröffentlicht. Doch nun ist es wieder so weit: der Raspberry Pi 5 ist (bald) da.
Vier Jahre nach der Veröffentlichung des Raspberry Pi 4 hat Eben Upton, Chef der Raspberry Pi Foundation, die Veröffentlichung der fünften Ausgabe des Einplatinencomputers bekannt gegeben. Allerdings bricht man beim Raspberry Pi 5 eine Tradition, wie Upton in einem Blogbeitrag schreibt. Denn zum ersten Mal wird ein Raspberry Pi nämlich nicht sofort verfügbar sein, sondern erst in rund einem Monat - der Raspberry Pi 5 kann nun vorbestellt werden und wird Ende Oktober verschickt.
Upton verspricht, dass beim 60 Dollar teuren 4-GB-Modell und der 8-GB-Variante für 80 Dollar (Euro-Preise wurden bislang nicht genannt), nahezu jeder Aspekt verbessert wurde: "Der Raspberry Pi 5 verfügt über neue Funktionen, ist mehr als doppelt so schnell wie sein Vorgänger und ist der erste Raspberry Pi-Computer, der in Cambridge, Großbritannien, entwickelt wurde", so der Raspi-Chef.
Der Vorgänger, laut Upton der "erste Raspberry Pi-Computer der PC-Klasse", hatte einen Vierkern-Arm-Cortex-A72-Prozessor. Dieser war bzw. ist mit 1,5 GHz getaktet, damit war er etwa vierzigmal schneller als das ursprüngliche Raspberry Pi-Modell von 2012. Beim Raspberry Pi 5 macht man abermals einen großen Schritt nach vorn und setzt vor allem auf den BCM2712 von Broadcom.
Dazu kommt eine neue GPU, und zwar Broadcoms VideoCore VII, auch diese wurde von Raspberry Pi inhouse in Cambridge entwickelt. Das erlaubt auf beiden HDMI-Ports 4K-Output mit 60 Frames pro Sekunde. Die stark erhöhte Leistung hat auch ihren Preis, denn statt den bisherigen 8W verbraucht der Raspberry Pi 5 nun immerhin 12W. Die kompletten technischen Details sind in der Tabelle unten zu finden.
Siehe auch:
Kleine Revolution - im wahrsten Sinn des Wortes
Die Veröffentlichung des allerersten Raspberry Pi, konkret war es das Raspberry Pi Model B, liegt mittlerweile über elf Jahre zurück. Seither ist der Einplatinen-Rechner aus der Technikwelt nicht mehr wegzudenken. Er ist u. a. etwas für Tüftler und jene, die mit kreativen Computer-Lösungen experimentieren wollen.Vier Jahre nach der Veröffentlichung des Raspberry Pi 4 hat Eben Upton, Chef der Raspberry Pi Foundation, die Veröffentlichung der fünften Ausgabe des Einplatinencomputers bekannt gegeben. Allerdings bricht man beim Raspberry Pi 5 eine Tradition, wie Upton in einem Blogbeitrag schreibt. Denn zum ersten Mal wird ein Raspberry Pi nämlich nicht sofort verfügbar sein, sondern erst in rund einem Monat - der Raspberry Pi 5 kann nun vorbestellt werden und wird Ende Oktober verschickt.
Mehr Leistung denn je: Vorstellung des Raspberry Pi 5
Upton verspricht, dass beim 60 Dollar teuren 4-GB-Modell und der 8-GB-Variante für 80 Dollar (Euro-Preise wurden bislang nicht genannt), nahezu jeder Aspekt verbessert wurde: "Der Raspberry Pi 5 verfügt über neue Funktionen, ist mehr als doppelt so schnell wie sein Vorgänger und ist der erste Raspberry Pi-Computer, der in Cambridge, Großbritannien, entwickelt wurde", so der Raspi-Chef.
Der Vorgänger, laut Upton der "erste Raspberry Pi-Computer der PC-Klasse", hatte einen Vierkern-Arm-Cortex-A72-Prozessor. Dieser war bzw. ist mit 1,5 GHz getaktet, damit war er etwa vierzigmal schneller als das ursprüngliche Raspberry Pi-Modell von 2012. Beim Raspberry Pi 5 macht man abermals einen großen Schritt nach vorn und setzt vor allem auf den BCM2712 von Broadcom.
Cortex-A76-Quad-Core-Basis
Der BCM2712 ist ein neuer 16-Nanometer-Anwendungsprozessor (AP), der vom 28-Nanometer-AP BCM2711 abgeleitet ist, der den Raspberry Pi 4 antreibt, und der zahlreiche architektonische Verbesserungen aufweist. Sein Herzstück ist ein mit 2,4 GHz getakteter 64-Bit Arm Cortex-A76-Quad-Core-Prozessor, mit 512 KB großen L2-Cache pro Kern und einem gemeinsamen L3-Cache von 2 MB. Die Performance kann gelegentlich gebremst werden, das passiert dann, wenn zu viel Hitze entwickelt wird. Das kann man mit einem separat erhältlichen aktiven Lüfter für fünf Dollar reduzieren.Dazu kommt eine neue GPU, und zwar Broadcoms VideoCore VII, auch diese wurde von Raspberry Pi inhouse in Cambridge entwickelt. Das erlaubt auf beiden HDMI-Ports 4K-Output mit 60 Frames pro Sekunde. Die stark erhöhte Leistung hat auch ihren Preis, denn statt den bisherigen 8W verbraucht der Raspberry Pi 5 nun immerhin 12W. Die kompletten technischen Details sind in der Tabelle unten zu finden.
| Technische Daten des Raspberry Pi 5 | |
|---|---|
| CPU | 2,4-GHz, Quad-Core, 64-Bit, Arm Cortex A76 |
| SoC | Broadcom BCM2712 (16 nm) |
| GPU | VideoCore VII GPU, unterstützt OpenGL ES 3.1, Vulkan 1.2, 4Kp60 HEVC-Decoder |
| I/O-Chip | Raspberry Pi RP1 (40 nm) |
| Speicher | 4 oder 8 GB LPDDR4X |
| Wireless | Dualband 802.11ac Wi-Fi, Bluetooth 5.0 + BLE, |
| Verbindungen | 40-Pin-GPIO-Header, 2x USB 2.0, 2x USB 3.0 (5Gbit/s), Gbit-LAN mit PoE+, PCIe 2.0 x1, Micro-HDMI (2× 4K/60 Hz, HDR) |
| Spannung | 5 Volt, 5 Ampere DC, USB-PD |
| Sonstiges | 2× 4-spurige MIPI-Kamera-/Display-Transceiver, MicroSD mit SDR104-Modus, Echtzeituhr, Powertaste |
| Preis | 60 bzw. 80 US-Dollar (netto) |
| Verfügbarkeit | ab Ende Oktober |
Zusammenfassung
- Raspberry Pi 5 wird bald veröffentlicht, vier Jahre nach Raspberry Pi 4.
- Raspberry Pi ist nicht sofort verfügbar, erst Ende Oktober.
- Pi 5 hat verbesserte Funktionen, doppelt so schnell wie der Vorgänger.
- Raspberry Pi 5 nutzt neuen 16-Nm-SoC BCM2712 von Broadcom.
- Neue GPU, die 4K-Output mit 60 Frames pro Sekunde ermöglicht.
- Benötigt etwas mehr Energie als der Vorgänger, 12 statt 8 Watt.
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