Ex-Windows-Chef Sinofsky jammert, wie gemein die EU zu Apple ist

Seit heute ist klar, wie Apple auf die Vorgaben der EU reagieren wird, die das Gesetz über digitale Märkte verschreibt. Denn der Konzern hat die Beta zu iOS 17.4 veröffentlicht, die u. a. alternative App-Stores und Sideloading erlaubt. Glücklich ist damit aber praktisch niemand.
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Kritik an Apple

Wir haben bereits berichtet, dass Tim Sweeney über die Apple-Lösung schimpft, das ist man vom Epic Games-Chef aber auch nicht anders gewohnt. Kritik gab es aber auch von Medien, die dem Konzern an sich nahestehen, darunter Apple Insider. Mike Wuerthele, der Managing Editor der Seite, schrieb etwa, dass das, was der Konzern macht, zwar legal, aber dennoch "wirklich beschissen von Apple" sei.

Unterstützung für Apple kommt indes aus vermeintlich ungewohnter Seite, nämlich dem ehemaligen Windows-Chef Steven Sinofsky. Der genießt allerdings bei Microsoft-Fans nicht den besten Ruf, weil er als Hauptverantwortlicher für das Windows 8-Debakel gilt und auch durch spätere Aussagen nicht gerade als Sympathieträger in Sachen Microsoft aufgefallen ist.

Nun stellte sich Sinofsky in Bezug auf die EU-Vorschriften des Gesetzes über digitale Märkte voll auf die Seite von Apple und das war fast schon eine kuriose Verteidigung: "Was die EU mit dem iPhone macht, macht mich traurig. Es bricht mir das Herz, dass Entwickler und andere bei Apple gezwungen werden, ihr Produkt schlecht zu machen und ein Markenversprechen zu untergraben, für das sie so hart gearbeitet haben. Online sind wir alle weniger sicher, geschützt, privat usw."

"Keiner wird gezwungen"

Sinofsky gibt in Folge-Tweets gleich mehrere Beispiele dafür, wie und warum iOS so sicher ist, und denen kann man auch nicht direkt widersprechen. Was er nicht erwähnt ist, dass keiner gezwungen wird, Apples Ökosystem zu verlassen.

Entsprechend scharf fällt die Kritik an diesen Aussagen aus: "Dieser Take ist wild. Man ist auf dem iPhone in der EU nur dann weniger sicher, wenn man es will. Du wirst nicht gezwungen, dich in den Wilden Westen zu begeben, um Apps zu erwerben", schreibt etwa Zac Bowden von Windows Central. "Es ändert sich buchstäblich nichts, wenn man es nicht will. Bleib in Apples 'Walled Garden', soviel du willst. So einfach ist das."

Zusammenfassung
  • Apple reagiert auf EU-Gesetz mit iOS 17.4 Beta
  • Alternative App-Stores und Sideloading nun möglich
  • Kritik von Epic Games-Chef Tim Sweeney und Apple Insider
  • Mike Wuerthele nennt Apples Vorgehen "wirklich beschissen"
  • Steven Sinofsky verteidigt Apple
  • Sinofsky beklagt Zwang zur Verschlechterung des iPhone-Produkts
  • Zac Bowden kritisiert Sinofskys Aussagen als übertrieben

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