Ring-Sicherheitskameras: Polizei bekommt nicht mehr einfach Zugriff
Die Amazon-Tochter Ring will offenbar nicht mehr einfach so Anfragen von Polizei, Justiz und Behörden bedienen, wenn es um die Herausgabe von Aufnahmen von Nutzern der Sicherheitskameras und Video-Türklingeln des Unternehmens geht. Künftig wird ein Beschluss verlangt.
Laut dem offiziellen Blog der Firma will Ring in der nächsten Woche ein von vielen US-Polizei- und Strafverfolgungsbehörden genutztes Tools namens "Request For Assistance" abschalten. Über das Programm konnten die US-Behörden die Nutzer von Ring-Kameras bitten, auf freiwilliger Basis Aufnahmen ihrer Kameras zur Verfügung zu stellen, um so Ermittlungen zu unterstützen.
Ring wurde seit seiner Gründung dafür kritisiert, dass man angeblich zu eng mit Ermittlungs- und Strafverfolgungsbehörden in den USA kooperierte. Das Unternehmen begründete die Zusammenarbeit immer damit, dass man die öffentliche Sicherheit verbessern wolle. Man habe die Mission, die Kriminalität in der Nachbarschaft zu bekämpfen, stets ins Zentrum aller Aktivitäten gestellt, so Ring-Gründer Jamie Siminoff, als Amazon die Firma 2018 für fast 840 Millionen Dollar kaufte.
Bürger- und Menschenrechtsaktivisten aus den USA lobten die Entscheidung für die Abschaltung der einfachen Zugriffsmöglichkeiten für die Polizei als großen Fortschritt, wenn es um den Schutz von Minderheiten geht, weil sie eine Diskriminierung bestimmter Bevölkerungsgruppen durch die Polizei und Ring sahen.
Siehe auch:
Ring wurde oft für laxen Umgang mit Aufnahmen kritisiert
Zumindest in den USA ist es bisher keine Seltenheit, dass die Amazon-Tochter Ring den dort aktiven Sicherheitsbehörden vollkommen ohne jede Legitimation Daten und Aufnahmen der Kameras seiner Nutzer bereitstellt. Ab der nächsten Woche ist damit Schluss, denn das Unternehmen ändert seinen Umgang mit den Aufnahmen im Rahmen der Kooperation mit Behörden und deren Anfragen drastisch.Laut dem offiziellen Blog der Firma will Ring in der nächsten Woche ein von vielen US-Polizei- und Strafverfolgungsbehörden genutztes Tools namens "Request For Assistance" abschalten. Über das Programm konnten die US-Behörden die Nutzer von Ring-Kameras bitten, auf freiwilliger Basis Aufnahmen ihrer Kameras zur Verfügung zu stellen, um so Ermittlungen zu unterstützen.
Behörden müssen immer Beschluss vorlegen
Ab sofort müssen die anfragenden Behörden grundsätzlich einen richterlichen Beschluss vorlegen, um Zugriff auf die Videos der Nutzer von Ring-Kameras zu erhalten. In absoluten Notfällen sind dabei zwar immer noch Ausnahmen möglich, doch müssen die Behörden nachweisen, dass es sich um einen aktuell stattfindenden Notfalleinsatz handelt und sie deshalb dringend die Aufnahmen von Ring-Kameras benötigen.Ring wurde seit seiner Gründung dafür kritisiert, dass man angeblich zu eng mit Ermittlungs- und Strafverfolgungsbehörden in den USA kooperierte. Das Unternehmen begründete die Zusammenarbeit immer damit, dass man die öffentliche Sicherheit verbessern wolle. Man habe die Mission, die Kriminalität in der Nachbarschaft zu bekämpfen, stets ins Zentrum aller Aktivitäten gestellt, so Ring-Gründer Jamie Siminoff, als Amazon die Firma 2018 für fast 840 Millionen Dollar kaufte.
Bürger- und Menschenrechtsaktivisten aus den USA lobten die Entscheidung für die Abschaltung der einfachen Zugriffsmöglichkeiten für die Polizei als großen Fortschritt, wenn es um den Schutz von Minderheiten geht, weil sie eine Diskriminierung bestimmter Bevölkerungsgruppen durch die Polizei und Ring sahen.
Zusammenfassung
- Amazon-Tochter Ring ändert Datenherausgabe an Behörden
- Künftig ist ein richterlicher Beschluss für Zugriff nötig
- Tool "Request For Assistance" wird abgeschaltet
- Notfälle erlauben Ausnahmen mit Nachweisbedarf
- Kritik an Ring wegen enger Kooperation mit US-Behörden
- Ring-Gründer betonte stets Ziel der Kriminalitätsbekämpfung
- Aktivisten sehen Fortschritt im Minderheitenschutz
Siehe auch:
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