Klage gegen Amazon und Ring nach Zugriff auf WLAN-Kameras
Gegen Amazon und die Tochterfirma Ring steht in den USA jetzt eine Sammelklage an. Die Unternehmen müssen sich dabei für die Probleme mit der Sicherheit beim Ring-Kamera-System verantworten, weisen aber bisher alle Vorwürfe von sich ab.
Anfang Dezember war dabei bekannt geworden, dass der Überwachungskamerahersteller Ring bei seinen Produkten recht fahrlässig mit der Sicherheit der Kundenaufnahmen umgeht. Auch andere Anbieter von entsprechenden Kamerasystemen waren dabei in den Verdacht geraten, dass sie ihre Netzwerke nicht genügend gegen Dritte absichern. Publik wurden dann einige Vorfälle, in denen Unbekannte die Kameras in Kinderzimmern dazu nutzen, fremde Kinder zu beobachten und mit ihnen über das eingebaute Audiosystem zu kommunizieren.
Als der Familienvater von dem Vorfall erfuhr, änderte er das Passwort der Kamera und aktivierte die Zwei-Faktor-Authentifizierung. In der Klage wird nun angeführt, dass der Zugriff eine "direkte und unmittelbare" Folge des Versäumnisses von Ring war, seine Kamerasysteme ordnungsgemäß gegen unbefugten Zugriff zu sichern. Ring sei dieser grundlegendsten Verpflichtung nicht nachgekommen, weil man nicht sichergestellt habe, dass die WLAN-fähigen Kameras gegen Cyber-Angriffe geschützt seien.
Weitere Eltern die ähnliche Vorfälle beobachtet hatten, sollen sich bereits der Klage angeschlossen haben.
Weitere Details sind noch nicht bekannt, man wird dabei wohl auf die Klage warten müssen.
Fremder spricht mit Kindern
Wie das Online-Magazin Gizmodo nun schreibt, führt einer dieser Vorfälle nun zu einer Sammelklage gegen Amazon und Ring in den USA. Ein Vater hatte die Klage forciert, nachdem er einen Zugriff von einem Fremden festgestellt hatte. Seine drei Kinder im Alter von 7, 9 und 10 Jahren hatten dabei draußen Basketball gespielt, als sie von einer ihnen unbekannten Stimme durch das eingebaute Lautsprechersystem angesprochen wurden. Der Fremde sprach direkt mit den Kindern, heißt es in der Klageschrift, und kommentierte dabei ihr Basketballspiel und ermutigte sie, näher an die Kamera zu gehen.Als der Familienvater von dem Vorfall erfuhr, änderte er das Passwort der Kamera und aktivierte die Zwei-Faktor-Authentifizierung. In der Klage wird nun angeführt, dass der Zugriff eine "direkte und unmittelbare" Folge des Versäumnisses von Ring war, seine Kamerasysteme ordnungsgemäß gegen unbefugten Zugriff zu sichern. Ring sei dieser grundlegendsten Verpflichtung nicht nachgekommen, weil man nicht sichergestellt habe, dass die WLAN-fähigen Kameras gegen Cyber-Angriffe geschützt seien.
Weitere Eltern die ähnliche Vorfälle beobachtet hatten, sollen sich bereits der Klage angeschlossen haben.
Daten auf einem Leck
Das Amazon-Tochterunternehmen hatte sich dabei zunächst darauf berufen, dass die betroffenen Nutzer es selbst versäumt hätten, mit starken Passwörtern oder der Aktivierung der Zwei-Wege-Authentifizierung für einen sicheren Zugriff zu sorgen. In dem Gizmodo-Bericht ist nun aber auch die Rede davon, dass der Kläger bestätigt eine E-Mail von Ring erhalten zu haben, in der darüber aufgeklärt wurde, dass seine Logindaten bei einem Daten-Leck aufgetaucht waren.Weitere Details sind noch nicht bekannt, man wird dabei wohl auf die Klage warten müssen.
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