Wine 9.0: Windows-Umgebung für Unix & Co. wird erheblich besser
Für Nutzer von Unix-artigen Betriebssystemen, die auch Zugang zu Windows-Anwendungen benötigen, dürfte jetzt vieles besser werden: Die Laufzeitumgebung Wine ist in der Version 9.0 erschienen und bringt lange erwartete, große Verbesserungen mit sich.
Eine weitere wichtige Entwicklung ist der experimentelle Wayland-Grafiktreiber. Dieser Zusatz ist zwar noch in Arbeit und kann entsprechend noch Bugs mitbringen, enthält aber bereits Funktionen wie eine grundlegende Fensterverwaltung, Unterstützung für mehrere Monitore, Skalierung mit hohem DPI-Wert, relative Bewegungsereignisse und Vulkan-Unterstützung. Die Kompatibilität mit Eingabegeräten wurde durch die Implementierung von DirectInput-Action-Maps erheblich verbessert, was unter anderem das Spielerlebnis unter Linux verbessert.
Wine 9.0 hilft auch weiter, wenn Nutzer sich inzwischen für neue Hardware mit ARM-basierten Prozessoren entschieden haben. Die neue Version bietet eine verbesserte Unterstützung für ARM64, sodass bestehende Windows-Binärdateien auf ARM64-Systemen ausgeführt werden können. Dazu gehört auch die Unterstützung von ARM64X- und ARM64EC-Modulen, was den Umfang der Hardwarekompatibilität erweitert.
Insgesamt haben die Entwickler rund 7.000 Änderungen in das große Update hineingepackt, was das Nutzungsspektrum deutlich erweitern sollte. Auf der Projektseite stehen sowohl der Quellcode als auch die Binaries für eine Reihe von Betriebssystemen zur Verfügung. In Kürze sollten auch die entsprechend angepassten Drittanbieter-Tools erscheinen, die Wine in eine leichter nutzbare GUI-Umgebung verpacken.
Siehe auch:
- Wine 9.0 bringt WoW64-Architektur für 64-Bit-Unix-Systeme
- Experimenteller Wayland-Treiber für bessere Grafikunterstützung
- Direkte Input-Action-Maps verbessern Linux-Spielerlebnis
- Erweiterte ARM64-Unterstützung ermöglicht Ausführung von Windows-Binärdateien
- Neue Gebietsschemata und ASLR-Unterstützung in Kernel-Updates
- 7.000 Änderungen erweitern Nutzungsspektrum von Wine
- Quellcode und Binaries auf Projektseite verfügbar, GUI-Tools folgen
WoW64 öffnet viele neue Wege
Die wichtigste Neuerung in Wine 9.0 ist fraglos die Einführung der neuen WoW64-Architektur und des experimentellen Wayland-Treibers. Im Gegensatz zur älteren Version ermöglicht der neue WoW64-Modus die Ausführung von 32-Bit-Windows-Anwendungen auf reinen 64-Bit-Unix-Installationen. Dies ist vor allem für MacOS-Nutzer von Vorteil, da die letzten Versionen die Unterstützung für 32-Bit-Prozesse eingestellt haben.Eine weitere wichtige Entwicklung ist der experimentelle Wayland-Grafiktreiber. Dieser Zusatz ist zwar noch in Arbeit und kann entsprechend noch Bugs mitbringen, enthält aber bereits Funktionen wie eine grundlegende Fensterverwaltung, Unterstützung für mehrere Monitore, Skalierung mit hohem DPI-Wert, relative Bewegungsereignisse und Vulkan-Unterstützung. Die Kompatibilität mit Eingabegeräten wurde durch die Implementierung von DirectInput-Action-Maps erheblich verbessert, was unter anderem das Spielerlebnis unter Linux verbessert.
Wine 9.0 hilft auch weiter, wenn Nutzer sich inzwischen für neue Hardware mit ARM-basierten Prozessoren entschieden haben. Die neue Version bietet eine verbesserte Unterstützung für ARM64, sodass bestehende Windows-Binärdateien auf ARM64-Systemen ausgeführt werden können. Dazu gehört auch die Unterstützung von ARM64X- und ARM64EC-Modulen, was den Umfang der Hardwarekompatibilität erweitert.
Tausende Neuerungen
Zusätzlich zu diesen wichtigen Funktionen bietet Wine 9.0 eine Reihe von weiteren Neuerungen. Dazu gehören Verbesserungen der Desktop-Integration, Internationalisierungs-Unterstützung mit neuen Gebietsschemata, Kernel-Updates wie ASLR-Unterstützung, Internet- und Netzwerkverbesserungen, Kryptografie- und Sicherheitsupdates sowie Upgrades für Entwicklungswerkzeuge.Insgesamt haben die Entwickler rund 7.000 Änderungen in das große Update hineingepackt, was das Nutzungsspektrum deutlich erweitern sollte. Auf der Projektseite stehen sowohl der Quellcode als auch die Binaries für eine Reihe von Betriebssystemen zur Verfügung. In Kürze sollten auch die entsprechend angepassten Drittanbieter-Tools erscheinen, die Wine in eine leichter nutzbare GUI-Umgebung verpacken.
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Christian KahleRedakteur für Forschung, Energie und Raumfahrt
Begleitet die IT-Branche seit dem Dotcom-Boom, Informatik studierte er in Berlin. Sein Spektrum reicht von Quantencomputern über Solarstrom bis zur Raumfahrt.
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