Devolo droht das Aus: Aachener Netzwerkspezialist ist wieder insolvent

Lange Zeit sah es gut für den Aachener Netzwerkspezialist Devolo aus. Nach einem Insolvenzverfahren im Jahr 2022 befand sich das Unter­nehmen auf einem guten Kurs. Doch jetzt ist der Betrieb erneut ein Sanierungsfall.
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Nachfrage ging unerwartet stark zurück

Devolo ist vielen ein Begriff als deutscher Smart-Home-Ausstatter und Netzwerkspezialist. Vor allem die Internet-über-die-Steckdose-Lösungen sind bekannt und weitverbreitet. Der mittelständische Betrieb hat aktuell rund 250 Mitarbeiter und hatte sich zuletzt mit einem neuen Produkt für die Vernetzung von AC-Ladepunkten für Elektroautos erfolgreich zurückgemeldet.

Nun steht das Unternehmen aber wieder vor der Insolvenz - die Nachfrage hat sich im Laufe des Jahres nicht so entwickelt, wie Devolo erwartet hatte.


"Ende September sanken die Bestelleingänge jedoch aufgrund der Kaufzurückhaltung der Endkunden abrupt. Sie lagen weit unterhalb der hohen Umsatzerwartungen des traditionell starken Weihnachtsgeschäfts. Deshalb werden wir jetzt verantwortungsvoll und frühzeitig handeln", erläutert Heiko Harbers, CEO der Devolo GmbH.

Devolo hat daher nun ein Restrukturierungsverfahren eingeleitet, genauer gesagt ein Insolvenzverfahren in Eigenregie. "Der Geschäftsbetrieb läuft vollumfänglich weiter. Die Warenversorgung ist gesichert", schreibt Devolo jetzt zu dem neuen Insolvenzverfahren auf seiner Homepage.

"Die bereits eingeleiteten Maßnahmen werden wir an die neue Situation anpassen. Es gilt, Devolo auf ein noch stabileres und krisenresistentes Fundament zu stellen. Devolo wird einerseits ein Kosteneinsparungsprogramm durchführen und andererseits im B2C- sowie im B2B-Segment neue Produktlösungen für neue Geschäftsmöglichkeiten entwickeln."
Zusammenfassung
  • Devolo erneut in wirtschaftlichen Schwierigkeiten
  • Insolvenzverfahren 2022 überstanden, nun wieder Sanierungsfall
  • Unternehmen bekannt für Smart-Home-Technik und Powerline-Produkte
  • Aktuell ca. 250 Mitarbeiter
  • Unerwartet geringe Nachfrage führt zu neuer Insolvenzgefahr
  • CEO Harbers kündigt frühzeitiges, verantwortungsvolles Handeln an
  • Restrukturierung eingeleitet, Geschäftsbetrieb und Warenversorgung stabil
  • Kosteneinsparungen und Entwicklung neuer Produkte geplant

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