Microsoft zieht Ärger durch Windows-Remotedesktopverbindung auf sich

Microsoft zieht wieder einmal durch eine nicht angekündigte Änderung beziehungsweise durch einen neuen "Zusatz" den Ärger der Nutzer auf sich. Dieses Mal geht es um Windows 10: Zum Patch-Day November wird die neue Funktion Remotedesktopverbindung installiert.
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Neue Remotedesktopverbindung aufgetaucht

Das geht aus zahlreichen Nutzermeldungen hervor. Aufgefallen war das plötzliche Auftauchen der neuen Remotedesktopverbindung in den Windows 10-Vorschau-Builds.

Dabei wird die Änderung beziehungsweise der Ärger um diese zu sehr aufgebauscht. Günter Born hat sich daher in einem Beitrag mit der Änderung beschäftigt und ein paar interessante Einblicke veröffentlicht.


Optionales Update für Windows 10

Das Update KB5031445 für Windows 10 22H2 ist derzeit noch als optionales Update verfügbar und wird zum Patch Day November automatisch an alle Nutzer verteilt.

Microsoft wird dabei eine neue Funktion "Remotedesktopverbindung" in "Programme und Features" mit der Datei mstsc.exe installieren. Diese Datei besteht schon länger und ist im Grunde nicht neu.

Günter Born schreibt dazu: "Bei Remotedesktopverbindung handelt es sich lediglich um eine Windows-Anwendung mit diesem Namen. Über das Programm mstsc.exe lässt sich eine Verbindung mit Remote-Computern herstellen. Das Programm wird meist in Unternehmensumgebungen/Servern verwendet. Die Anwendung bedeutet nicht, dass eine Remote-Verbindung auf dem Rechner eingerichtet wurde."

Es werden also keine aktiven Verbindungen aufgebaut, lediglich der Unterbau bereitgestellt. Bei Windows 11 hatte Microsoft das bereits vor einigen Wochen gestartet.

Der Ärger bei den Nutzern kommt nun auf, da die Komponente ungefragt installiert wird, auch wenn der Anwender sie zuvor selbsttätig deinstalliert hatte. Das geht nun auch wieder einfach über die Einstellungen zu "Programme und Features", doch Nutzer fragen sich jetzt, ob Microsoft ihnen die Remotedesktopverbindung dann wieder bei einem der nächsten anstehende Updates "unterjubeln" wird.

Zudem heißt es in dem Beitrag von Günter Born, dass die mstsc.exe/ Remotedesktopverbindung aus gutem Grund deaktiviert war, da sie vor allem bei Windows 10 Home-Nutzern unnötig sei und eine zusätzliche Sicherheitslücke darstelle. Es wird erwartet, dass sich Microsoft spätestens mit der Freigabe am Patch Day am 14. November dazu äußern wird.

Was haltet ihr von der Änderung? Ist die Aufregung gerechtfertigt oder nicht? Diskutiert mit uns in den Kommentaren.

Zusammenfassung
  • Microsoft plant ungefragte Installation von Remotedesktopverbindung bei Windows 10
  • Update KB5031445 bringt neue Funktion zum Patch-Day November
  • Günter Born veröffentlicht Einblicke und klärt über Änderung auf
  • Remotedesktopverbindung stellt keine aktive Verbindung her, sondern bietet Unterbau
  • Nutzer ärgern sich über ungefragte Installation, auch nach vorheriger Deinstallation
  • mstsc.exe/ Remotedesktopverbindung kann zusätzliche Sicherheitslücke darstellen
  • Microsoft wird sich voraussichtlich am Patch Day am 14. November dazu äußern

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