PlayStation Plus: Sony rechtfertigt Preiserhöhung als lange überfällig

Sony hat wie so viele andere Anbieter von Online-Diensten aus der Gaming- und Streaming-Welt zuletzt die Preise angehoben. Jetzt hat ein Manager die Preiserhöhung bei PlayStation Plus als Notwendigkeit verteidigt und verwies dabei auf die langjährige Preisstabilität.
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Preise stiegen erstmals seit Jahren - um fast 30 Prozent

Wer auf seiner PlayStation 4 oder PlayStation 5 Sonys Online-Abonnement PlayStation Plus nutzt, muss seit Kurzem ein ganzes Stück tiefer in die Tasche greifen. Anfang September ging es bei den Jahresabonnements um bis zu 27 Prozent nach oben, sodass für die teuerste Variante jetzt statt knapp 120 knapp 152 Euro fällig werden.

Bei Sony ist man der Meinung, dass die Preiserhöhung durchaus gerechtfertigt ist. Im Gespräch mit dem Business-Magazin Barron's erklärte Eric Lempel, der bei Sony Interactive Entertainment als ranghoher Manager tätig ist, dass man keine andere Wahl gehabt habe, als die Preise anzuheben.

Neue Preise für PlayStation Plus (12 Monate)
Tarif Alter Preis Neuer Preis
PS Plus Essential 59,99 Euro 71,99 Euro
PS Plus Extra 99,99 Euro 125,99 Euro
PS Plus Premium 119,99 Euro 151,99 Euro
Die neuen Preise sind gültig ab dem 6. September 2023

Man wolle mit PlayStation Plus ein großartiges Angebot schaffen. Nach dem Neustart im letzten Jahr und der Einführung eines mehrstufigen Abonnementsystems, sei vielen Konsumenten klar geworden, dass viel Wert in der PlayStation 5 stecke. Wie jeder andere Anbieter auf dieser Welt müsse auch Sony seine Preise im Blick behalten und sich den Marktbedingungen anpassen.

Preise waren seit Jahren in 85% der Welt stabil

Anders als die meisten anderen Abonnementdienste habe Sony die Preise für rund 85 Prozent aller Regionen über viele Jahre nie verändert. Es sei das in den meisten Ländern das erste Mal überhaupt gewesen, dass Sony die Preise für PlayStation Plus geändert habe, so Lempel weiter.

Gerade bei der PlayStation 5 ist die Online-Funktionalität immer wichtiger geworden. Allerdings setzt Sony anders als etwa bei PC-Spielen grundsätzlich ein Abonnement voraus, um die Möglichkeit des Online-Gamings überhaupt nutzen zu können. Bis auf einzelne Free-To-Play-Titel wie Fortnite müssen die Besitzer der Sony-Konsole wie im Fall der anderen Konsolen von Konkurrenten wie Microsoft und Nintendo immer zahlen, wenn sie online spielen wollen.

Viele Nutzer kritisieren diese Herangehensweise und wünschen sich zumindest die Option auf ein günstigeres Abonnement, bei dem die allen Varianten von PlayStation Plus enthaltenen, regelmäßig wechselnden "Gratis"-Spieledownloads nicht enthalten sind. Lempel äußerte sich zu diesem Thema leider nicht.
Zusammenfassung
  • Sony erhöhte Preise für Online-Dienste von PlayStation Plus
  • Jahresabonnements stiegen um bis zu 27 Prozent
  • Teuerste Variante kostet nun etwa 152 Euro statt 120 Euro
  • Sony-Manager verteidigt Preiserhöhung aufgrund langjähriger Preisstabilität
  • Online-Funktionalität bei PlayStation 5 immer wichtiger
  • Nutzer kritisieren fehlende Option für günstigeres Abonnement

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