Spät, aber doch: Apple möchte mit iOS 18 auf den KI-Zug aufspringen

Microsoft und Google stehen derzeit an der Spitze der KI-Revolution, denn beide setzen auf generative künstliche Intelligenzen - und wollen den Einsatz auch immer weiter ausbauen. Apple hat hierzu nicht viel oder besser gesagt nichts zu bieten. Doch das dürfte sich ändern.
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Microsoft und Google legen vor - und Apple?

Man kann natürlich unterschiedlichen Meinungen haben, ob und wie praktisch Bing plus ChatGPT sowie Google Bard tatsächlich sind, es steht aber gleichzeitig außer Frage, dass die KI-Integration bleiben und auch verbessert wird. Apple indes gerät hier immer mehr ins Hintertreffen, denn man hat im Hinblick auf KI derzeit nichts zu bieten - dazu kommt mit Siri eine persönliche Assistentin, die funktionell auch schon in die Jahre gekommen ist.

Das weiß man natürlich auch im kalifornischen Cupertino und in der aktuellen Ausgabe seines Newsletters Power On schreibt Mark Gurman, Apple-Experte bei Bloomberg, dass Apple tatsächlich in Bezug auf künstliche Intelligenzen auf dem sprichwörtlichen falschen Fuß erwischt worden ist - das hat Gurman nicht zum ersten Mal festgestellt und das ist auch durchaus allgemein bekannt.


Doch der Apple-Kenner schreibt nun, dass der für Software-Entwicklung bei Apple hauptverantwortliche Craig Federighi ein Team anführt, dass KI-Features in und für iOS 18 umsetzen soll. Das Betriebssystem soll mit Funktionen "gefüllt" werden, die auf dem Large Language Model (LLM) des Unternehmens basieren, das eine Flut von Daten nutzt, um die KI-Fähigkeiten zu verbessern: "Die neuen Funktionen sollen die Fähigkeit von Siri und der Nachrichten-App verbessern, Fragen zu beantworten und Sätze automatisch zu vervollständigen", so Gurman.

Bisher ist Apples LLM nicht offiziell, es gibt aber diverse Anzeichen, dass das Unternehmen daran arbeitet. Das KI-Modell soll möglichst viele Disziplinen in sich vereinen, also nicht nur Text- und Bildgenerierung, sondern auch Coding, Musik-Playlists für Apple Music und noch vieles mehr.

Die Features sind nicht einmal die eigentliche Frage, denn vieles haben Konkurrenten bereits vorgemacht. Apple will allerdings auch wissen und debattiert intern darüber, wie bzw. wo man die KI integriert: als reines Geräteerlebnis, als Cloud-basierte Lösung oder etwas dazwischen. Denn auf dem Gerät würde die KI schneller sein und auch die Privatsphäre besser schützen, über die Cloud könnte Apple aber bessere Features umsetzen.

Zusammenfassung
  • Microsoft und Google führend in KI, Apple hinkt hinterher
  • Apple plant KI-Features für iOS 18 unter Leitung von Craig Federighi
  • Betriebssystem soll auf Apples Large Language Model (LLM) basieren
  • LLM soll Siri und Nachrichten-App optimieren
  • Apples LLM bisher nicht offiziell, aber Anzeichen für Entwicklung
  • LLM soll Text- und Bildgenerierung, Coding, Musik-Playlists vereinen

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