600 MWh: Gigantischer Batteriespeicher in Rheinland-Pfalz geplant
In Rheinland-Pfalz soll eines der größten Batterie-Speicherwerke Europas entstehen. Dieses soll zu Überschusszeiten Strom aus Photovoltaik- und Windkraft-Anlagen für schlechter versorgte Zeiten puffern. Aber auch dieses Projekt hat mit Widerstand zu kämpfen.
Die gesamte Anlage soll eine Speicherkapazität von bis zu 600 Megawattstunden bereitstellen können. Die gespeicherte Energie könnte an dem Standort dann mit einer Leistung von bis zu 300 Megawatt ins Netz eingespeist werden, womit sich auch größere Lastspitzen auffangen ließen.
"In Zeiten, wo die Sonne nicht scheint und der Wind nicht weht, braucht eine Industrienation wie Deutschland auch eine sichere, günstige und stabile Stromversorgung. Und eine Lösung sind hier diese Speicherkraftwerke", erklärte Eco Stor-Geschäftsführer Georg Gallmetzer.
Die endgültige Entscheidung über den Bau soll nun in der kommenden Woche der Stadtrat fällen. Dieser dürfte dabei auch mit einem gewichtigen Argument für den Bau konfrontiert sein: Um Anlagen, die für die Energiewende wichtig sind, zu fördern, wurde gesetzlich geregelt, dass 90 Prozent der Gewerbesteuer am Standort der Anlage und nur der Rest am Sitz des Betreibers bezahlt werden.
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300 Megawatt direkt am Knoten
Das Unternehmen Eco Stor will rund 250 Millionen Euro in Wittlich-Wengerohr investieren, berichtet der SWR. Dafür soll eine etwa sechs Hektar große Fläche genutzt werden, die direkt neben einem Umspannwerk liegt - man wäre also direkt an einem Knotenpunkt des Übertragungsnetzbetreibers Amprion positioniert, wo sich die Pufferwirkung einer solchen Anlage am besten nutzen ließe.Die gesamte Anlage soll eine Speicherkapazität von bis zu 600 Megawattstunden bereitstellen können. Die gespeicherte Energie könnte an dem Standort dann mit einer Leistung von bis zu 300 Megawatt ins Netz eingespeist werden, womit sich auch größere Lastspitzen auffangen ließen.
"In Zeiten, wo die Sonne nicht scheint und der Wind nicht weht, braucht eine Industrienation wie Deutschland auch eine sichere, günstige und stabile Stromversorgung. Und eine Lösung sind hier diese Speicherkraftwerke", erklärte Eco Stor-Geschäftsführer Georg Gallmetzer.
Sorge um Wiese und Ruhe
Aber auch hier gibt es Widerspruch aus der Bevölkerung - obwohl nun keine hohen Windkraftmasten errichtet oder große Flächen mit Solarmodulen bestückt werden. So befürchtet eine Anwohnerin laut dem SWR, dass sie bei einer Fahrradfahrt in den Nachbarort zukünftig an Containern statt an einer Wiese vorbeikommt. Ein anderer sorgt sich über eventuelle Lärmbelästigung durch die installierten Systeme.Die endgültige Entscheidung über den Bau soll nun in der kommenden Woche der Stadtrat fällen. Dieser dürfte dabei auch mit einem gewichtigen Argument für den Bau konfrontiert sein: Um Anlagen, die für die Energiewende wichtig sind, zu fördern, wurde gesetzlich geregelt, dass 90 Prozent der Gewerbesteuer am Standort der Anlage und nur der Rest am Sitz des Betreibers bezahlt werden.
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Zusammenfassung
- Großes Batterie-Speicherwerk in Rheinland-Pfalz geplant
- Eco Stor plant Investition von 250 Millionen Euro
- Standort neben Umspannwerk für optimale Pufferwirkung
- Speicherkapazität von bis zu 600 Megawattstunden
- Energieeinspeisung ins Netz mit bis zu 300 Megawatt Leistung
- Widerstand aus der Bevölkerung gegen das Projekt
- Entscheidung über Bau durch Stadtrat nächste Woche geplant
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