Twitter nervös: Blockt Threads-URLs, CEO spielt Traffic-Verluste runter

Vor knapp einer Woche ist Metas Twitter-Konkurrent Threads gestartet und konnte in den ersten Tagen einen gewaltigen Hype auslösen. Mittlerweile haben sich mehr als 100 Millionen Menschen dafür angemeldet - und bei Twitter wird man mit jedem Tag nervöser.
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Threads ist natürlich eine direkte Bedrohung für Twitter, denn dort haben viele Nutzer genug vom Chaos und dem (w)irren Verhalten seines neuen Besitzers Elon Musk. Dieser hat zuletzt auch ziemlich infantil auf den neuen Mitbewerber reagiert und hat Meta-Chef Mark Zuckerberg einerseits übel beleidigt, andererseits diesen zum einen "Schwanzvergleich" bzw. dazugehörigen Wettbewerb aufgefordert.

Grund dafür ist, dass Twitter offenbar massiv an Zugriffen einbüßt und das in einer Phase, in der man mit technischen bzw. strukturellen Problemen zu kämpfen hat. Twitter will natürlich nicht, dass noch mehr Nutzer in Richtung Threads abwandern und das bedeutet, dass man diverse Maßnahmen durchführt, die einen Wechsel zur Meta-Plattform bzw. ein Auffinden der Twitter-Kontakte, die dort bereits ein Konto haben, erschweren sollen.


Suche nach Threads-Nutzern erschwert

So berichtet TechCrunch, dass der Operator "url:threads.net" in der Suche auf Twitter keine Ergebnisse ausspuckt. Zum Vergleich: Wer nach url:winfuture.de sucht, der findet zahlreiche aktuelle Links zu unseren Artikeln. Dazu kommt, dass man zwar nach "threads.net" suchen kann, man auf diese Weise aber keine Links zu spezifischen Beiträgen bekommt. Allerdings ändert Twitter seine Einstellung diesbezüglich laufend, weshalb es möglich ist, dass sich das bald ändert - und sich verbessert oder auch verschlechtert.

"Bester Tag seit Februar"

Die neue Twitter-CEO Linda Yaccarino hat es angesichts ihres Chefs alles andere als einfach, sie bemüht sich immerhin, sich wie eine Erwachsene zu benehmen. Sie versuchte Stimmung für ihre Plattform zu machen und schrieb: "Ich will euch ja nicht am seidenen Faden (Anm.: ein Wortspiel in Richtung Threads) hängen lassen ... aber Twitter, ihr habt euch wirklich selbst übertroffen! Letzte Woche hatten wir den größten Nutzungstag seit Februar. Es gibt nur EIN Twitter. Ihr wisst es. Ich weiß es."

Konkrete Zahlen nannte Yaccarino allerdings nicht, weshalb man ihren Tweet auch als eine Art Durchhalteparole sehen kann. Freilich: Ob Threads auf Dauer die Nutzer bei Laune halten kann, wird sich erst zeigen - derzeit ist das "Momentum" aber klar auf der Seite von Meta.

Zusammenfassung
  • Threads stößt auf großen Zuspruch: Mehr als 100 Mio. Menschen bisher.
  • Twitter reagiert nervös und versucht, den Wechsel zu erschweren.
  • Twitter verhindert Suchergebnisse nach Threads.
  • Twitter-CEO versucht, mit Durchhalteparolen Stimmung zu machen.

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