Nach Gollum-Desaster: Hamburger Studio Daedalic gibt Entwicklung auf
Der Entwickler und Publisher Daedalic Entertainment hat sich mit charmanten Adventures wie Edna bricht aus und Deponia einen hervorragenden Ruf erarbeitet. Mit Der Herr der Ringe: Gollum wollte man den ganz großen Hit schaffen, doch das Spiel geriet zum Debakel - mit Folgen.
Der Herr der Ringe: Gollum schien alles zu haben, was man zu einem internationalen Blockbuster benötigt, darunter eine überaus wertvolle und bekannte Lizenz, einen spannenden (Anti-)Helden und einen Entwickler, der auf ausgefallene Charaktere und Geschichten spezialisiert ist.
Ende Mai kam das Spiel dann heraus und es war eine Katastrophe, man kann es nicht anders sagen: Es hagelte Verrisse und das Spiel blieb, wie das sprichwörtliche Blei, in den virtuellen Regalen liegen. Bemängelt wurde so ziemlich jeder relevante Spielaspekt, darunter Technik, Spielprinzip und Steuerung.
In einer Mitteilung sprach Daedalic von einer "schwierigen Zäsur", man sieht die nun durchgeführten Änderungen aber auch als "neuen Anfang in der schon langen Geschichte von Daedalic Entertainment". Das hat auch Entlassungen zur Folge, denn im Zuge des Aus für die Entwicklungsabteilung müssen sich auch 25 von zuletzt rund 90 Mitarbeiter*innen neue Jobs suchen.
Eine schlechte Nachricht ist das auch indirekt für die Embracer Group, der seit Kurzem die Rechte an Der Herr der Ringe gehören. Denn dort wollte man zuletzt die Lizenz-Kuh melken, wo es nur geht. Doch das Beispiel Gollum zeigt, dass die bekannte Lizenz alleine kein Selbstläufer ist.
Siehe auch:
Ende Mai kam das Spiel dann heraus und es war eine Katastrophe, man kann es nicht anders sagen: Es hagelte Verrisse und das Spiel blieb, wie das sprichwörtliche Blei, in den virtuellen Regalen liegen. Bemängelt wurde so ziemlich jeder relevante Spielaspekt, darunter Technik, Spielprinzip und Steuerung.
Aus für zweites Herr-der-Ringe-Spiel
Für das mittlerweile zum französischen Publisher Bigben Interactive (alias Nacon) gehörende Unternehmen aus Hamburg hat der Flop schwerwiegende Konsequenzen. Wie Games Wirtschaft berichtet, hat Daedalic nun Konsequenzen aus dem Gollum-Debakel gezogen und sein bereits geplantes zweites Der-Herr-der-Ringe-Spiel aufgegeben. Mehr als das: Man zieht sich komplett aus der Entwicklung zurück und wird fortan nur noch als Publisher auftreten.In einer Mitteilung sprach Daedalic von einer "schwierigen Zäsur", man sieht die nun durchgeführten Änderungen aber auch als "neuen Anfang in der schon langen Geschichte von Daedalic Entertainment". Das hat auch Entlassungen zur Folge, denn im Zuge des Aus für die Entwicklungsabteilung müssen sich auch 25 von zuletzt rund 90 Mitarbeiter*innen neue Jobs suchen.
Eine schlechte Nachricht ist das auch indirekt für die Embracer Group, der seit Kurzem die Rechte an Der Herr der Ringe gehören. Denn dort wollte man zuletzt die Lizenz-Kuh melken, wo es nur geht. Doch das Beispiel Gollum zeigt, dass die bekannte Lizenz alleine kein Selbstläufer ist.
Zusammenfassung
- Daedalic Entertainment: Flop mit Der Herr der Ringe: Gollum
- Konsequenzen: Entwicklungsabteilung eingestellt.
- Daedalic: Neuer Anfang als Publisher, aber schwierige Zäsur.
- Gollum schien alles zu haben, was ein Blockbuster braucht.
- Spiel floppte, man bemängelte Technik, Spielprinzip und Steuerung.
- Geplantes zweites Der-Herr-der-Ringe-Spiel aufgegeben.
Siehe auch:
- Embracer will "Herr der Ringe" bis auf den letzten Tropfen melken
- Kein Schatz: Herr der Ringe-Spiel "Gollum" erhält vernichtende Kritik
- New World als Grundlage: Amazon kündigt Herr der Ringe-MMORPG an
- Herr der Ringe: Warner Bros. kündigt gleich mehrere neue Kinofilme an
- Rekord für Herr der Ringe-Serie, Amazon kämpft gegen Review Bombing
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