Satya Nadella: GPT, Poesie und seine Vision für eine Welt-Revolution
Bei Microsoft stehen alle Zeichen auf KI, der Konzern hat in kürzester Zeit sein Portfolio mit generativen Fähigkeiten auf Basis von ChatGPT durchzogen. Jetzt hat CEO Satya Nadella in einem Interview spannende Details zur Entwicklung und seinen Visionen verraten.
Wie Nadella beschreibt, hatte ihn dabei vor allem eine Fähigkeit nachhaltig beeindruckt: Die Fähigkeiten von GPT 3 zu programmieren, ohne dass das Modell speziell darauf trainiert worden war. Zu diesem Zeitpunkt habe er erkannt, dass "KI einen echten Wandel bewirken kann".
Ferner erzählt der Konzernchef von einer noch deutlich persönlicheren Begegnung mit GPT: Wie Nadella beschreibt, habe er in seiner Jugend in Hyderabad, Indien, immer davon geträumt, persische Poesie lesen zu können. Mithilfe des Sprachmodells in der Version 4 konnte er die Werke von Rumi ins Urdu und dann ins Englische übersetzen. "GPT-4 hat es geschafft, auf Anhieb. Es war nicht nur eine maschinelle Übersetzung, sondern etwas, das die Souveränität der Poesie über zwei Sprachgrenzen hinweg bewahrt hat. Und das ist ziemlich cool."
Zu guter Letzt bezieht der Konzernchef auch zu einer brennenden Frage Stellung. Im Bereich der KI-Entwicklung werden zunehmend Stimmen laut, die vor einer zu schnellen Entwicklung der Technologie warnen. Oft wird hier der Begriff der Allgemeinen Künstlichen Intelligenz, Englisch kurz AGI, verwendet, um das Überschreiten einer potenziell gefährlichen Intelligenz-Schwelle zu beschreiben. Nadella richtet seinen Blick aber ganz klar auf die Vorteile, die er erwartet.
"Die Tatsache, dass die industrielle Revolution die Teile der Welt, in denen ich aufgewachsen bin, erst viel später erreicht hat, macht mir zu schaffen", so der Microsoft-Chef. "Deshalb suche ich nach etwas, das vielleicht sogar noch größer ist als die industrielle Revolution und wirklich das für jeden auf der Welt, tut, was die industrielle Revolution für den Westen getan hat. Ich mache mir also überhaupt keine Sorgen, dass AGI auftauchen könnte, oder sogar schnell auftaucht. Großartig, nicht wahr? Das bedeutet, dass 8 Milliarden Menschen im Überfluss leben. Das ist eine fantastische Welt, in der man leben kann."
Siehe auch:
Microsoft-CEO Satya Nadella über die KI-Entwicklung und seine Visionen
Ein großer Konzern wie Microsoft hat Produktzyklen, die über Jahre laufen. Geht es um die Integration von ChatGPT in die Produkte, beschreibt Satya Nadella aber eine rasante Entwicklung. Im Gespräch mit Wired schildert der CEO, dass für Microsoft erst nach dem Update von GPT Version 2.5 auf 3 klar wurde, dass diese Technologie das Potenzial hat, schnell für echte Innovationen in Verbraucher- und Unternehmensprodukten zu sorgen.Wie Nadella beschreibt, hatte ihn dabei vor allem eine Fähigkeit nachhaltig beeindruckt: Die Fähigkeiten von GPT 3 zu programmieren, ohne dass das Modell speziell darauf trainiert worden war. Zu diesem Zeitpunkt habe er erkannt, dass "KI einen echten Wandel bewirken kann".
Ferner erzählt der Konzernchef von einer noch deutlich persönlicheren Begegnung mit GPT: Wie Nadella beschreibt, habe er in seiner Jugend in Hyderabad, Indien, immer davon geträumt, persische Poesie lesen zu können. Mithilfe des Sprachmodells in der Version 4 konnte er die Werke von Rumi ins Urdu und dann ins Englische übersetzen. "GPT-4 hat es geschafft, auf Anhieb. Es war nicht nur eine maschinelle Übersetzung, sondern etwas, das die Souveränität der Poesie über zwei Sprachgrenzen hinweg bewahrt hat. Und das ist ziemlich cool."
Die große Wette
Den Entschluss, eng mit OpenAI zusammenzuarbeiten, beschreibt Nadella als eine echte Wette für beide Seiten. "Ich wollte ein Fundament, das als Basis für einen Plattform-Effekt dient. Also gingen wir eine Partnerschaft ein. Sie haben auf uns gewettet, wir haben auf sie gewettet." Teil dieser Wette ist auch eine komplexe Partnerschafts-Struktur, die eine Obergrenze für die Gewinne aus den Unternehmungen setzt. Nadella deutet hier nur an, dass man nach erreichen dieser Grenze die "Verbindung" in dieser Form wohl beenden müsse.Zu guter Letzt bezieht der Konzernchef auch zu einer brennenden Frage Stellung. Im Bereich der KI-Entwicklung werden zunehmend Stimmen laut, die vor einer zu schnellen Entwicklung der Technologie warnen. Oft wird hier der Begriff der Allgemeinen Künstlichen Intelligenz, Englisch kurz AGI, verwendet, um das Überschreiten einer potenziell gefährlichen Intelligenz-Schwelle zu beschreiben. Nadella richtet seinen Blick aber ganz klar auf die Vorteile, die er erwartet.
"Die Tatsache, dass die industrielle Revolution die Teile der Welt, in denen ich aufgewachsen bin, erst viel später erreicht hat, macht mir zu schaffen", so der Microsoft-Chef. "Deshalb suche ich nach etwas, das vielleicht sogar noch größer ist als die industrielle Revolution und wirklich das für jeden auf der Welt, tut, was die industrielle Revolution für den Westen getan hat. Ich mache mir also überhaupt keine Sorgen, dass AGI auftauchen könnte, oder sogar schnell auftaucht. Großartig, nicht wahr? Das bedeutet, dass 8 Milliarden Menschen im Überfluss leben. Das ist eine fantastische Welt, in der man leben kann."
Zusammenfassung
- CEO Satya Nadella beschreibt rasante Entwicklung durch ChatGPT.
- Nadella beeindruckt Fähigkeit, ohne spezielles Training zu programmieren.
- Microsoft-Chef hat persische Poesie übersetzen lassen und war begeistert.
- Microsoft und OpenAI haben eine Obergrenze für Gewinne.
- Nadella sieht KI als Chance für Revolution.
Siehe auch:
- Satya Nadella zu Musk-Vorwürfen: Microsoft kontrolliert OpenAI nicht
- Microsoft-CEO Nadella: Sprachassistenten "sind alle strohdumm"
- Satya Nadella zur Activision-Übernahme: "Wenn nicht, dann eben nicht"
- Nadella: Chefs fürchten Homeoffice wegen "Produktivitäts-Paranoia"
- Windows 12 war ein "Witz", den Nadella kommentiert hat? Wohl kaum
Thema:
Microsofts Aktienkurs unter Satya
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