Lizenzkosten ziehen an: So viel zahlt die Bundesregierung an Microsoft
Das Scheitern der Bundesbehörden, ihre IT-Infrastruktur auf Basis freier Software aufzubauen, ist für Microsoft ein ziemlich gutes Geschäft. Binnen der letzten Jahre haben sich die Lizenzzahlungen des deutschen Staats mehr als verfünffacht.
Im Jahr 2015 zahlten die Bundesministerien und die zu ihnen gehörenden Ämter und Behörden Lizenzkosten in Höhe von 43,5 Millionen Euro an den Software-Konzern aus Redmond. Im vergangenen Jahr waren es bereits 209 Millionen Euro, wie die Wirtschaftswoche unter Berufung auf eine Kleine Anfrage des Linken-Abgeordneten Viktor Perli berichtete.
Der größte Posten entfiel dabei auf das Verteidigungsministerium, das für mehr als die Hälfte der gesamten Lizenzkosten verantwortlich zeichnet: 110 Millionen Euro sind es allein hier. Mit deutlichem Abstand folgen dann das Innen- und das Finanzministerium mit 40 Millionen und 28 Millionen Euro.
Microsoft ist dabei der größte Geschäftspartner der Bundesregierung. Im vergangenen Jahr wurden für alle Software-Lizenzen insgesamt 562,3 Millionen Euro ausgegeben. Sowohl die Zahlungen an Microsoft als auch an diverse andere Hersteller steigen dabei immer weiter an. Seitens der Regierung führt man das teils auf steigende Mitarbeiter-Zahlen zurück, aber auch auf die notwendigen Umstellungen in der IT-Infrastruktur, die durch die Verlagerung vieler Arbeiten ins Homeoffice hervorgerufen wurden.
Im Koalitionsvertrag hatten sich die Regierungsparteien darauf verständigt, stärker auf Open Source-Produkte setzen zu wollen. Bisher ist davon im größeren Maßstab aber wenig zu sehen. Dabei bestünde hier zumindest in einigen Bereichen die Chance, die Lizenzausgaben zu senken, zumindest dann, wenn die Nutzung freier Alternativen nicht zu noch höheren administrativen Ausgaben führt.
Der größte Posten entfiel dabei auf das Verteidigungsministerium, das für mehr als die Hälfte der gesamten Lizenzkosten verantwortlich zeichnet: 110 Millionen Euro sind es allein hier. Mit deutlichem Abstand folgen dann das Innen- und das Finanzministerium mit 40 Millionen und 28 Millionen Euro.
Noch wenig Abo-Lizenzen
Wie aus dem Bericht weiter hervorgeht, entfällt der größte Anteil von 115 Millionen Euro noch auf die herkömmlichen unbegrenzten Software-Lizenzen, bei denen also ein Produkt komplett erworben wird. Die auch bei Microsoft immer beliebter werdenden Abo-Modelle schlagen hier hingegen erst mit 28,5 Millionen Euro zu Buche. Die übrigen Ausgaben entfallen auf andere Dienste und Produkte Microsofts, was aber nicht genauer aufgeschlüsselt wird.Microsoft ist dabei der größte Geschäftspartner der Bundesregierung. Im vergangenen Jahr wurden für alle Software-Lizenzen insgesamt 562,3 Millionen Euro ausgegeben. Sowohl die Zahlungen an Microsoft als auch an diverse andere Hersteller steigen dabei immer weiter an. Seitens der Regierung führt man das teils auf steigende Mitarbeiter-Zahlen zurück, aber auch auf die notwendigen Umstellungen in der IT-Infrastruktur, die durch die Verlagerung vieler Arbeiten ins Homeoffice hervorgerufen wurden.
Im Koalitionsvertrag hatten sich die Regierungsparteien darauf verständigt, stärker auf Open Source-Produkte setzen zu wollen. Bisher ist davon im größeren Maßstab aber wenig zu sehen. Dabei bestünde hier zumindest in einigen Bereichen die Chance, die Lizenzausgaben zu senken, zumindest dann, wenn die Nutzung freier Alternativen nicht zu noch höheren administrativen Ausgaben führt.
Zusammenfassung
- Microsoft ist größter Software-Lizenzpartner der Bundesregierung.
- Verteidigungsministerium zahlt die meisten Kosten.
- 115 Mio. Euro für unbegrenzte Lizenzen, 28,5 Mio. Euro für Abo-Modelle.
- Koalitionsvertrag: Stärkerer Einsatz von Open Source-Produkten.
- Bundesregierung rechtfertigt Ausgaben durch mehr Mitarbeiter und Homeoffice.
- Bisher wenig Umsetzung von Open Source-Produkten.
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Christian Kahle
Redakteur bei WinFuture
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