Digitalisierung, Inflation:
Post plant Porto früher anzuheben als geplant
Die Kommunikation über die klassische Briefpost wird schon wieder teurer. Die Deutsche Post will früher als geplant die Preise anheben und hat das dafür nötige Antragsverfahren bei der Bundesnetzagentur eingeleitet.
Aktuell kostet die Beförderung eines Standardbriefs 85 Cent. Und dieser Preis sollte eigentlich bis zum Jahresende 2024 bestehen bleiben, nachdem er zuletzt im August letzten Jahres angehoben wurde. Die Deutsche Post will aber deutlich früher mehr verlangen und führt dafür die deutlich gestiegenen Kosten in den letzten Monaten an.
Statt also erst 2025 eine neue Porto-Regelung einzuführen, soll es nun schon im kommenden Jahr Preissteigerungen geben. Formal wurde daher jetzt bei der Bundesnetzagentur, die sämtliche Veränderungen absegnen muss, eine Aufhebung der sogenannten "Price-Cap-Maßgrößenentscheidung" beantragt.
Ein Faktor sei hierbei die Tatsache, dass die Zustellzahlen bei den Briefen schneller abnehmen als prognostiziert. "So ist aufgrund der Entwicklungen in den letzten Monaten von einer deutlich niedrigeren Sendungsmenge bei Briefen in der Zukunft auszugehen. Dies ist auf eine beschleunigte Substitution durch elektronische Kommunikation, wie E-Mail oder Messenger-Dienste, zurückzuführen", hieß es in einer Stellungnahme des Unternehmens.
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Statt also erst 2025 eine neue Porto-Regelung einzuführen, soll es nun schon im kommenden Jahr Preissteigerungen geben. Formal wurde daher jetzt bei der Bundesnetzagentur, die sämtliche Veränderungen absegnen muss, eine Aufhebung der sogenannten "Price-Cap-Maßgrößenentscheidung" beantragt.
Schneller vom Brief ins Netz
"Eine Erhöhung der Preise fällt uns in Hinblick auf die berechtigten Interessen unserer Kundinnen und Kunden nicht leicht. Aber Fakt ist, dass die von der Behörde ursprünglich unterstellten Kosten und Briefmengenentwicklungen so nicht eingetreten sind. Angesichts drastisch gestiegener Kosten durch Inflation, höhere Energiepreise und den sehr hohen Tarifabschluss 2023 sowie deutlich stärker abnehmender Briefmengen führt an einer vorzeitigen Erhöhung des Portos kein Weg vorbei", sagte Nikola Hagleitner, Mitglied des Vorstands Post & Paket Deutschland bei der Deutschen Post.Ein Faktor sei hierbei die Tatsache, dass die Zustellzahlen bei den Briefen schneller abnehmen als prognostiziert. "So ist aufgrund der Entwicklungen in den letzten Monaten von einer deutlich niedrigeren Sendungsmenge bei Briefen in der Zukunft auszugehen. Dies ist auf eine beschleunigte Substitution durch elektronische Kommunikation, wie E-Mail oder Messenger-Dienste, zurückzuführen", hieß es in einer Stellungnahme des Unternehmens.
Zusammenfassung
- Deutsche Post will Preise für Briefe früher als geplant anheben.
- Aktueller Preis 85 Cent, sollte bis 2024 bestehen bleiben.
- Antrag bei Bundesnetzagentur für Aufhebung Price-Cap-Maßgrößenentscheidung.
- Drastisch gestiegene Kosten & abnehmende Briefmengen als Gründe.
- Substitution durch elektronische Kommunikation als Ursache.
- Steigende Energiepreise & Tarifabschluss 2023 als Faktoren.
- Zustellzahlen bei Briefen schneller abnehmend als prognostiziert.
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Christian Kahle
Redakteur bei WinFuture
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