Drama um die Europäische Jupiter-Sonde:
Antenne nach Wochen frei
Die europäische Sonde Juice soll spannende Ergebnisse über Jupiter und seine Monde liefern, doch eine klemmende Antenne droht die Mission zu gefährden. Nach mehr als drei Wochen ist es den Ingenieuren gelungen, das wichtige Bauteil in den Tiefen des Weltalls zu befreien.
RIME ist frei, nach Wochen des rütteln und schütteln
Ihren Anfang nahmen die Rettungsversuche mit einer altbewährten Technik, die auch auf der Erde gern angewendet wird, wenn etwas klemmt: Mithilfe der Schubdüsen wurde Juice zunächst kräftig durchgeschüttelt. Außerdem wurde das Bauteil auf die Sonne ausgerichtet, um es zu erwärmen. "Jeden Tag zeigte die RIME-Antenne Anzeichen von Bewegung, aber keine vollständige Freigabe", so die ESA.
Der Tag der Befreiung für die Antenne kam dann am 12. Mai. Das Flugkontrollteam hatte den Plan entwickelt, einen sogenannten 'nicht-explosiven Aktuator' (NEA) im Inneren der verklemmten Halterung abzufeuern. Die Hoffnung: Durch den mechanischen Schock, den der Aktuator nach dem Auslösen durch das Bauteil schickt, sollte sich der Stift um einige Millimeter bewegen.
Siehe auch:
Schubdüsen und Sonnenstrahlen helfen bei Rettungsaktion
Die Juice-Mission ist mit insgesamt zehn Instrumenten ausgerüstet. Nach dem Start am 14. April verlief die Mission zunächst nach Plan. Neun der zehn Instrumente konnten wie geplant in Betrieb genommen werden. Doch dann leuchtete im Flugkontrollzentrum in Darmstadt auf einmal eine Warnung auf: Eine 16 Meter lange Antenne - wichtiges Bauteil des Radar-Systems "Radar for Icy Moons Exploration" (RIME) - wollte sich nicht wie geplant ausfahren. Das Problem: ein winziger Stift hatte das zusammengeklappte Segment verklemmt. Jetzt kann die ESA erfreut berichten: "Die Antenne ist frei."
RIME ist frei, nach Wochen des rütteln und schütteln
Ihren Anfang nahmen die Rettungsversuche mit einer altbewährten Technik, die auch auf der Erde gern angewendet wird, wenn etwas klemmt: Mithilfe der Schubdüsen wurde Juice zunächst kräftig durchgeschüttelt. Außerdem wurde das Bauteil auf die Sonne ausgerichtet, um es zu erwärmen. "Jeden Tag zeigte die RIME-Antenne Anzeichen von Bewegung, aber keine vollständige Freigabe", so die ESA.
Der Tag der Befreiung für die Antenne kam dann am 12. Mai. Das Flugkontrollteam hatte den Plan entwickelt, einen sogenannten 'nicht-explosiven Aktuator' (NEA) im Inneren der verklemmten Halterung abzufeuern. Die Hoffnung: Durch den mechanischen Schock, den der Aktuator nach dem Auslösen durch das Bauteil schickt, sollte sich der Stift um einige Millimeter bewegen.
Zweimal feuern
Nach dem ersten gezielten Schock hatte sich die Antenne dann tatsächlich gelöst - allerdings nur teilweise. Die Ingenieure mussten anhand der Messdaten feststellen, dass sich die Antenne immer noch nicht vollständig aufgeklappt hatte. "Die Bestätigung, dass die RIME-Antenne erfolgreich entfaltet wurde, kam erst, als das Flugkontrollteam einen weiteren Aktuator in der Halterung auslöste, sodass sich die RIME-Antenne nach Monaten, in denen sie für den Start zusammengeklappt war, vollständig ausfahren konnte", so die ESA.
Zusammenfassung
- ESA-Sonde Juice gestartet: 10 Instrumente, eines davon RIME-Antenne
- Antenne verklemmt, Ingenieure versuchen sie zu befreien
- Mithilfe von Schubdüsen & Sonnenlicht geschüttelt & erwärmt
- Erfolg: NEA-Aktuator löst Stift, Antenne entfaltet sich
- 2. Aktuator nötig, um vollständige Freigabe zu erreichen
- Mission kann fortgeführt werden, um Jupiter & Monde zu erforschen
Siehe auch:
- Unglaubliche Details: Neuer ESA-Wettersatellit sendet erste Bilder
- ESA meldet Probleme: Radarantenne der Jupiter-Raumsonde klemmt
- Thales: Sicherheitsforscher konnten Satelliten der ESA übernehmen
- ESA-Chef schließt Rückkehr zu Kooperation mit Russland im All aus
- NASA und ESA schießen Shaun das Schaf in die Mond-Umlaufbahn
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