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Riesige, schwere Struktur unter der Mond-Oberfläche entdeckt
Unser Mond verfügt aufgrund einer bisher unbekannten schweren Struktur unter der Oberfläche über eine deutliche Unwucht im Gravitationsfeld. Die Entdeckung zeigt, wie wenig wir bisher noch über unseren direkten kosmischen Begleiter wissen.
Der Ursprung der Anomalie befindet sich den Messungen zufolge unter dem Südpol-Aitken-Becken. Dabei handelt es sich um einen gigantischen Krater, der sich vom Südpol aus hauptsächlich auf der Rückseite des Mondes in Richtung Norden erstreckt. Und unter diesem befindet sich in der Mondkruste eine Struktur, die wesentlich schwerer als das normale Material in den oberen Schichten des Mondes ist.
Der fragliche Brocken ist mehr als 2000 Kilometer lang und reicht bis in eine Tiefe von 300 Kilometern. Die Forscher berechneten für ihn eine Masse von 2,18 Milliarden Kilogramm. Worum es sich hier aber konkret handelt, ist noch unbekannt. Wahrscheinlich wird irgendwann eine Bohrung erforderlich sein, um mehr Klarheit zu bekommen.
Die Wissenschaftler gehen aktuell von zwei Optionen zum Hintergrund aus. So könnte es sich beispielsweise um Metall handeln, das in Form eines großen Asteroiden mit dem Mond kollidierte und dann in den Mantel eingebettet wurde. Eine zweite Möglichkeit besteht darin, dass ein anderer Asteroid hier einschlug und dabei so hohe Energien freisetzte, dass die bisherige Mondoberfläche zu Magma verflüssigt wurde. Der daraus entstandene Magma-Ozean wäre dann kristallisiert und würde so eine massive Steinstruktur bilden.
Auf die Spur ist man der Struktur mit der GRAIL-Mission gekommen. Gravity Recovery and Interior Laboratory der NASA ist eine Sonde, die unter anderem Veränderungen im Gravitationsfeld des Mondes misst. Diese Informationen sollen letztlich mehr Details zur Geschichte unseres Begleiters enthüllen.
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Der fragliche Brocken ist mehr als 2000 Kilometer lang und reicht bis in eine Tiefe von 300 Kilometern. Die Forscher berechneten für ihn eine Masse von 2,18 Milliarden Kilogramm. Worum es sich hier aber konkret handelt, ist noch unbekannt. Wahrscheinlich wird irgendwann eine Bohrung erforderlich sein, um mehr Klarheit zu bekommen.
Zwei Ursprungs-Thesen
Um zu verdeutlichen, wie gigantisch dieses Objekt ist, erklärte Peter B. James von der Baylor University in Houston: "Stellen Sie sich einen Metallhaufen vor, der fünfmal größer ist als die Big Islands von Hawaii, und vergraben Sie ihn unter der Erde. Das ist in etwa die unerwartete Masse, die wir entdeckt haben."Die Wissenschaftler gehen aktuell von zwei Optionen zum Hintergrund aus. So könnte es sich beispielsweise um Metall handeln, das in Form eines großen Asteroiden mit dem Mond kollidierte und dann in den Mantel eingebettet wurde. Eine zweite Möglichkeit besteht darin, dass ein anderer Asteroid hier einschlug und dabei so hohe Energien freisetzte, dass die bisherige Mondoberfläche zu Magma verflüssigt wurde. Der daraus entstandene Magma-Ozean wäre dann kristallisiert und würde so eine massive Steinstruktur bilden.
Auf die Spur ist man der Struktur mit der GRAIL-Mission gekommen. Gravity Recovery and Interior Laboratory der NASA ist eine Sonde, die unter anderem Veränderungen im Gravitationsfeld des Mondes misst. Diese Informationen sollen letztlich mehr Details zur Geschichte unseres Begleiters enthüllen.
Zusammenfassung
- Unser Mond hat eine schwere Struktur unter der Oberfläche.
- Die Struktur befindet sich unter dem Südpol-Aitken-Becken.
- Masse der Struktur: 2,18 Milliarden Kilogramm.
- Ursprung der Struktur unbekannt.
- Entdeckt mit der GRAIL-Mission der NASA.
- Wir wissen noch zu wenig über unseren direkten kosmischen Begleiter.
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Thema:
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Christian Kahle
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