Lunar-Flashlight am Ende:
Nach Monaten der Probleme gibt NASA auf
Man war ein hohes Risiko bei der Konstruktion und Missionsplanung eingegangen und hatte leider Pech: Die NASA muss verkünden, dass die Mission Lunar Flashlight ihren Auftrag rund um den Mond nicht erfüllen kann. Der Satellit, Teil der Artemis 1 Initiative, ist nicht mehr zu retten.
Kurz nach dem Start im Dezember 2022 mussten die Flugplaner feststellen, dass der Cube-Sat über unzureichende Schubleistung verfügt, um in den geplanten Orbit um den Mond einzulenken. Die Vermutung: Verunreinigungen hatten Treibstoffleitungen blockiert und so den Zufluss zu den Triebwerken behindert. Über Monate versuchten die Ingenieure vergeblich, die Blockade zu lösen.
Zu guter Letzt verkündete die NASA dann am 5. Mai, einen letzten Versuch zur Rettung der Mission unternehmen zu wollen. In der Hoffnung, die Leitungen sozusagen freizuspülen, wurde der Druck der Treibstoffpumpe "weit über" die zulässigen Werte hinaus erhöht und dabei die Ventile geöffnet und geschlossen. All diesen Bemühungen zum Trotz reichte der Schub immer noch nicht aus, um den Cube-Sat im Orbit um den Mond zu halten.
Das zweite Risiko: Wegen der geringen Größe musste das Team an wichtigen Stellen auf Filter verzichten. "Deshalb haben wir uns stark auf Präzisionsreinigung, Inspektionen und Kontaminations-Kontrollen verlassen. Aber irgendwann gab es einen Prozessfehler", so die Analyse von Daniel Cavender, bei der NASA zum Start der Mission Projektleiter für das Antriebssystem des Cubesats war.
Siehe auch:
Risiko bei der Konstruktion und Missionsplanung der Mission Lunar Flashlight
Für die NASA ist es wichtig, vor der geplanten Landung von Astronauten auf dem Mond, so viele Daten wie möglich über die Oberfläche zu sammeln. Ein Baustein für dieses Ziel sind eine ganze Reihe von Cube-Sats, also winzigen Satelliten, die zusammen mit der Artemis 1-Mission auf die Reise zum Mond geschickt wurden. Für einen davon, Lunar Flashlight, ist nach Monaten verzweifelter Rettungsversuche jetzt das Ende der Mission erreicht (via Spacenews), bevor diese richtig beginnen konnte.Kurz nach dem Start im Dezember 2022 mussten die Flugplaner feststellen, dass der Cube-Sat über unzureichende Schubleistung verfügt, um in den geplanten Orbit um den Mond einzulenken. Die Vermutung: Verunreinigungen hatten Treibstoffleitungen blockiert und so den Zufluss zu den Triebwerken behindert. Über Monate versuchten die Ingenieure vergeblich, die Blockade zu lösen.
Zu guter Letzt verkündete die NASA dann am 5. Mai, einen letzten Versuch zur Rettung der Mission unternehmen zu wollen. In der Hoffnung, die Leitungen sozusagen freizuspülen, wurde der Druck der Treibstoffpumpe "weit über" die zulässigen Werte hinaus erhöht und dabei die Ventile geöffnet und geschlossen. All diesen Bemühungen zum Trotz reichte der Schub immer noch nicht aus, um den Cube-Sat im Orbit um den Mond zu halten.
Unglückliche Umstände
Die erste Untersuchung der Ursachen deutet dabei auf eine Verkettung von unglücklichen Umständen hin. Während der Entwicklung hatte sich die NASA dazu entschieden, das Antriebssystem noch einmal zu wechseln. Lunar Flashlight sollte damit als erstes Raumfahrzeug den Treibstoff namens Advanced Spacecraft Energetic Non-Toxic (ASCENT) verwenden, der im Air Force Research Laboratory entwickelt wurde.Das zweite Risiko: Wegen der geringen Größe musste das Team an wichtigen Stellen auf Filter verzichten. "Deshalb haben wir uns stark auf Präzisionsreinigung, Inspektionen und Kontaminations-Kontrollen verlassen. Aber irgendwann gab es einen Prozessfehler", so die Analyse von Daniel Cavender, bei der NASA zum Start der Mission Projektleiter für das Antriebssystem des Cubesats war.
Zusammenfassung
- Mission Lunar Flashlight kann nicht erfüllt werden.
- Teil der Artemis 1 Initiative, Cube-Sat hat zu wenig Schubleistung.
- Ursache: Blockade in Treibstoffleitungen durch Verunreinigungen.
- Monatelang erfolglose Rettungsversuche, Druck der Pumpe erhöht.
- Verkettung unglücklicher Umstände bei Entwicklung.
- Keine Filter an wichtigen Stellen, Prozessfehler.
- NASA analysiert Ursachen, um künftige Probleme zu vermeiden.
Siehe auch:
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