San Francisco kämpft mit neuer Plage:
"dummen" intelligenten Autos
San Francisco ist auch das Herz des Silicon Valley und damit ist man auch ein Zentrum sowie Experimentierfeld für neue Technologien. Das betrifft auch autonom fahrende Autos, denn in der Westküsten-Metropole sind diese längst im Einsatz. Doch das wird immer mehr zum Problem.
Die Google- bzw. Alphabet-Tochter Waymo und das zu General Motors gehörende Cruise sind zwei der bekanntesten Namen von Unternehmen, die in San Francisco selbstfahrende Autos bzw. Robotertaxis betreiben dürfen. Das klappt an sich auch ganz gut, zumindest wenn man Sicherheit im Straßenverkehr als Maßstab nimmt. Denn anders als man vielleicht befürchten könnte, haben derartige Fahrzeuge nicht zu einem signifikanten Anstieg an schweren Unfällen geführt.
Dennoch sind sie laut einem Bericht von Wired alles andere als gut für den Straßenverkehr, allerdings aus anderen Gründen als man denken könnte. Denn die selbstfahrenden Taxis lösen immer wieder Staus und sonstige vergleichbare Verkehrsprobleme aus. Denn Informationen und Daten sowie Überwachungsvideos aus Bussen und Zügen, die das bekannte Technik-Magazin erhalten hat, zeigen eine ganze Reihe an Vorfällen und Problemen.
In San Francisco haben selbstfahrende Autos zwischen Mai und Dezember 2022 mehr als 90 ungeplante Stopps eingelegt, den Großteil davon auf Straßen mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Städtische Verkehrsbehörden haben dafür Daten aus Social-Media-Berichten, Notrufen und anderen Quellen gesammelt. Grund dafür ist, dass die Betreiber-Unternehmen nicht verpflichtet sind, alle Pannen offiziell zu melden.
Das führt auch zu signifikanten Verspätungen, die Verkehrsbehörden gaben eine Gesamtzeit von 83 Minuten an. Das ist aber vermutlich eine sehr vorsichtige Schätzung und dürfte in Wirklichkeit weitaus höher sein. Verantwortlich für die Probleme sind in einigen Fällen Beinahe-Unfälle und ähnliches, zumeist sind es aber Situationen, in denen das selbstfahrende Auto nicht mehr weiter weiß.
Über die Gründe für die Probleme wird seit einer Weile diskutiert und es gibt durchaus einige, die meinen, dass diese strukturell bedingt und nicht alleinige Schuld der neuen Technologie seien. Nicht selbstfahrende Autos sind das Problem, sondern Autos und deren Anzahl insgesamt, meint etwa Richard Marcantonio von Public Advocates, einer Gruppe, die sich für besseren öffentlichen Verkehr einsetzt: "Wir müssen dem Neuen nicht die ganze Schuld für ein Problem geben, das in Wirklichkeit dadurch entstanden ist, dass wir so lange auf das Auto fixiert waren."
Siehe auch:
Dennoch sind sie laut einem Bericht von Wired alles andere als gut für den Straßenverkehr, allerdings aus anderen Gründen als man denken könnte. Denn die selbstfahrenden Taxis lösen immer wieder Staus und sonstige vergleichbare Verkehrsprobleme aus. Denn Informationen und Daten sowie Überwachungsvideos aus Bussen und Zügen, die das bekannte Technik-Magazin erhalten hat, zeigen eine ganze Reihe an Vorfällen und Problemen.
Autonome Autos sind zu "konservativ"
Konkret lösen fahrerlose Autos immer wieder "Angst und Verwirrung" aus. Das passiert vor allem dann, wenn derartige Autos in Situationen geraten, bei denen keine simple Lösung möglich ist. Ein Beispiel ist das falsche Einbiegen in eine Einbahnstraße, wie es vielen von uns schon einmal "gelungen" ist. Selbst wenn das einem passiert, so kann man das durch das kurz entschlossene Einlegen des Rückwärtsgangs lösen - das ist vielleicht nicht streng "nach Vorschrift", aber dennoch schnell erledigt.In San Francisco haben selbstfahrende Autos zwischen Mai und Dezember 2022 mehr als 90 ungeplante Stopps eingelegt, den Großteil davon auf Straßen mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Städtische Verkehrsbehörden haben dafür Daten aus Social-Media-Berichten, Notrufen und anderen Quellen gesammelt. Grund dafür ist, dass die Betreiber-Unternehmen nicht verpflichtet sind, alle Pannen offiziell zu melden.
Das führt auch zu signifikanten Verspätungen, die Verkehrsbehörden gaben eine Gesamtzeit von 83 Minuten an. Das ist aber vermutlich eine sehr vorsichtige Schätzung und dürfte in Wirklichkeit weitaus höher sein. Verantwortlich für die Probleme sind in einigen Fällen Beinahe-Unfälle und ähnliches, zumeist sind es aber Situationen, in denen das selbstfahrende Auto nicht mehr weiter weiß.
Über die Gründe für die Probleme wird seit einer Weile diskutiert und es gibt durchaus einige, die meinen, dass diese strukturell bedingt und nicht alleinige Schuld der neuen Technologie seien. Nicht selbstfahrende Autos sind das Problem, sondern Autos und deren Anzahl insgesamt, meint etwa Richard Marcantonio von Public Advocates, einer Gruppe, die sich für besseren öffentlichen Verkehr einsetzt: "Wir müssen dem Neuen nicht die ganze Schuld für ein Problem geben, das in Wirklichkeit dadurch entstanden ist, dass wir so lange auf das Auto fixiert waren."
Siehe auch:
- Tesla-Software-Chef gibt vor Gericht zu: Selbstfahr-Video war ein Fake
- Tesla: Versagen, selbstfahrende Autos zu bauen, ist "kein Betrug"
- Schwerer Schlag: KI- und Selbstfahr-Chef Karpathy verlässt Tesla
- LKW fahren: Bis zu 90% können von Selbstfahr-Technik erledigt werden
- Tesla muss nachbessern: Selbstfahr-Software ignoriert Stoppschilder
Zusammenfassung
- San Francisco ist ein Zentrum für autonomes Fahren, das sich aber zu einem Problem entwickelt.
- Waymo und Cruise betreiben Robotertaxis, die sicher sind, aber andere Probleme verursachen.
- Laut Wired lösen die Robotertaxis "Angst und Verwirrung" aus und sorgen für Staus.
- Daten zeigen, dass die Autos in manchen Situationen nicht mehr weiterwissen.
- Verkehrsbehörden melden eine Gesamtzeit von 83 Minuten Verspätung.
- Experten sind der Meinung, das Problem liege nicht an der neuen Technologie, sondern an der Fixierung auf das Auto.
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