Kleiner Satellit wird von AA-Batterien versorgt und bremst per Segel
Satelliten müssen nicht immer große und teure Systeme sein. Das zeigen jetzt Studenten der Brown University, die auf handelsübliche Bauteile setzten. Für die Stromversorgung nutzten sie beispielsweise 48 normale AA-Batterien.
Das Projekt hat dabei im Grunde zwei Ziele: Zum einen will man natürlich Daten sammeln. Konkret macht das System aus dem Weltall Fotos, aus denen sich Rückschlüsse über die Luftverschmutzung ziehen lassen. Parallel wollte man aber auch Methoden erforschen, wie der Betrieb von Erdbeobachtungs-Satelliten mit minimaler Erzeugung von Weltraumschrott möglich ist.
CubeSat mit Bremssegel
Das gesamte Steuerungssystem des Satelliten kostet laut eines Berichtes des US-Magazins TechSpot gerade einmal 175 Dollar. Die zentrale Recheneinheit besteht aus einem Arduino Nano BLE, der für rund 20 Dollar zu haben ist, hinzu kommt noch eine Hauptplatine mit einigen anderen Komponenten. Für die Kommunikation griffen die Entwickler auf ein Zusatzgerät zurück, das sie sich aus dem Amateurfunk besorgten.
Dass dies gut funktioniert, zeigt sich bereits. Nach dem Start im Mai setzte eine SpaceX Falcon 9-Rakete diesen Satelliten und einige andere CubeSats in einer Höhe von 520 Kilometern aus. Die Begleiter sind inzwischen auf eine Höhe von 500 Kilometern gesunken. Das System der Brown University befindet sich hingegen bereits in einem Orbit von 470 Kilometern Höhe, sinkt also doppelt so schnell wie normale Kleinsatelliten in Richtung Erde.
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CubeSat mit Bremssegel
Das gesamte Steuerungssystem des Satelliten kostet laut eines Berichtes des US-Magazins TechSpot gerade einmal 175 Dollar. Die zentrale Recheneinheit besteht aus einem Arduino Nano BLE, der für rund 20 Dollar zu haben ist, hinzu kommt noch eine Hauptplatine mit einigen anderen Komponenten. Für die Kommunikation griffen die Entwickler auf ein Zusatzgerät zurück, das sie sich aus dem Amateurfunk besorgten.
Schnell nach Hause
Im Normalfall würde ein solcher kleiner CubeSat in der Umlaufbahn für kurze Zeit seinen Dienst tun, dann aber noch lange auf einem immer kleineren Orbit Richtung Erde fallen, bis er irgendwann in der Atmosphäre verglüht. Damit diese Zeit nach der absehbar kurzen Betriebsdauer minimal ausfällt, haben die Studenten per 3D-Druck ein Widerstandssegel konstruiert. Dieses soll selbst in den extrem dünnen Atmosphäre-Resten im erdnahen Orbit eine ausreichend große Bremswirkung erzielen, um das Objekt möglichst schnell sinken zu lassen.Dass dies gut funktioniert, zeigt sich bereits. Nach dem Start im Mai setzte eine SpaceX Falcon 9-Rakete diesen Satelliten und einige andere CubeSats in einer Höhe von 520 Kilometern aus. Die Begleiter sind inzwischen auf eine Höhe von 500 Kilometern gesunken. Das System der Brown University befindet sich hingegen bereits in einem Orbit von 470 Kilometern Höhe, sinkt also doppelt so schnell wie normale Kleinsatelliten in Richtung Erde.
Zusammenfassung
- Studenten bauen Satelliten aus Arduino und 48 AA-Batterien
- Ziel: Daten sammeln & Weltraumschrott minimieren
- Kosten für Steuerungssystem: 175 Dollar
- 3D gedrucktes Widerstandssegel für schnelleren Sinkflug
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