Samsung fügt Schutz vor Zero-Click-Attacken für Galaxy-Geräte hinzu

Samsung startet für die neue Galaxy S23-Serie eine exklusive Sicherheitsfunktion gegen sogenannte "Zero-Click"-Angriffe. S23-Besitzer können sich mit dem Samsung Message Guard vor Malware schützen, die ihnen per Foto-Nachricht gesendet wird.
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Der neue Samsung Message Guard steht ab sofort zur Verfügung - allerdings nur für die Geräte der Galaxy S23-Reihe. Das meldet das Online-Magazin XDA Developers.

Samsung hat sein neues Sicherheitssystem namens Samsung Message Guard entwickelt, um Galaxy-Nutzer vor sogenannten "Zero-Click"-Angriffen zu schützen, die bösartig manipulierte Bilddateien verwenden. Angreifer können in den Bildern ihre Malware integrieren und den Schadcode nur durch das Versenden beziehungsweise durch den Empfang des Bildes übertragen. Der Nutzer muss nicht mit dem Foto interagieren, womit auch dann eine Gefahr besteht, wenn man nicht auf Bilder unbekannter Herkunft klickt.


Geschützt werden mit der neuen Samsung Sicherheitslösung dabei nur Nachrichten, die über Samsung Messages oder Google Messages versendet werden.

Zunächst exklusiv

Laut Samsung ist sein neues Sicherheitssystem in der Lage, diese Bedrohungen zu erkennen, wenn sie das Gerät als Nachricht erreichen. Dann werden sie gestoppt, bevor sie Schaden anrichten. "Zero-Click"-Angriffe sind dabei ein großes Problem, deshalb wäre es wünschenswert, dass Samsung die Sicherheitslösung möglichst schnell an weitere Nutzer freigibt. Allerdings hat der Samsung Message Guard auch nur begrenzten Erfolg, wenn er nicht mit den derzeit meistgenutzten Messengern arbeitet.

Was sind Zero-Click-Exploits oder Zero-Click-Angriffe?

Zero-Click-Exploits sind ausgeklügelte Bedrohungen, die eine Sicherheitslücke ausnutzen, ohne dass eine Interaktion mit dem Nutzer erforderlich ist.

Bei Angriffen, die auf Zero-Click-Exploits beruhen, wird in der Regel eine Nachricht oder Datei mit bösartigem Code an das Ziel gesendet, um eine Sicherheitslücke auf dem Gerät auszunutzen. Der Angreifer erhält so Zugriff, ohne dass das Opfer die Nachricht oder Datei überhaupt öffnet.

So arbeitet der Samsung Message Guard

Der Samsung Message Guard ist ein isolierter virtueller Bereich auf dem Smartphone, der als temporärer Speicherort für neu eingegangene Bilddateien in den Formaten PNG, JPG/JPEG, GIF, ICO, WEBP, BMP und WBMP dient. Das System überprüft die Dateien, um festzustellen, ob sie bösartigen Code enthalten. Ist dies der Fall, werden sie im "Quarantänemodus gesperrt" und der Zugriff auf oder die Interaktion mit dem zugrunde liegenden Betriebssystem verhindert.

"Samsung Message Guard neutralisiert automatisch alle potenziellen Bedrohungen, die sich in Bilddateien verstecken, bevor sie eine Chance haben, Ihnen Schaden zuzufügen", erklärt Samsung in der Ankündigung der Funktion. "Es läuft außerdem still und weitgehend unsichtbar im Hintergrund und muss vom Benutzer nicht aktiviert werden".

Das neue Sicherheitssystem ergänzt Samsungs bestehende Sicherheitslösungen, allen voran Samsung Knox, das Bedrohungen in Echtzeit erkennt und Schutz vor Malware bietet. Samsung Message Guard wird später in diesem Jahr schrittweise auf andere Galaxy-Geräte mit One UI 5.1 oder höher ausgerollt.

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Zusammenfassung
  • Exklusive Sicherheitsfunktion für Galaxy S23-Serie.
  • Erkennt bösartige Bilddateien, die Malware enthalten.
  • Schützt vor empfangenen Nachrichten.
  • Erkennt Bedrohungen, bevor sie Schaden anrichten.
  • Wird schrittweise auch auf andere Galaxy-Geräte ausgerollt.
  • Nutzer müssen nicht aktiv werden, um Schutz zu erhalten.

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