Graviton3E: Amazon bringt eigenen Hochleistungs-Prozessor

Der Handelskonzern Amazon stattet seine Server mit neuen Prozessoren aus eigener Entwicklung aus. Die Graviton-Chips basieren auf ARM-De­signs und sollen vor allem dort zum Einsatz kommen, wo Hoch­leis­tungs-Re­chen­las­ten bewältigt werden müssen. Wie das Unternehmen mitteilte, werden die neuen Graviton3E-SoCs die neuen AWS EC2-Instanzen antreiben, die das Unternehmen über seine Cloud-Sparte bereitstellen wird. Kunden können diese Systeme dann mit bis zu 64 Prozessoren und 128 Gigabyte Arbeitsspeicher buchen, um arbeitsintensive Berechnungen durchzuführen.

Die neuen Chips sollen bestimmte Aufgaben mit einer doppelt so hohen Leistung wie bisher erledigen können. Allerdings trifft dies eben nur für sehr spezielle Berechnungen zu. Amazon spricht daher eher davon, dass die Nutzer bei den typischen Arbeiten, für die HPC-Instanzen in der Cloud gebucht werden und bei denen noch andere AWS-Dienste angebunden sind, eine Performance-Steigerung um die 20 Prozent erreichen können. Selbst das ist dann aber eine ziemlich lukrative Sache.


Effizienz mit Leistung

Peter DeSantis, der bei AWS für die Utility Computing-Angebote zuständig ist, erklärte, dass Leistungssteigerungen vor allem dann schwer zu erreichen sind, wenn die Aufgabe darin besteht, alles bei gleichen Kosten und ebenso hohen Sicherheits-Standards hinzubekommen. Dies wollen die Amazon-Ingenieure hier allerdings erreicht haben. Wann genau die neuen Instanzen zur Verfügung stehen, ist noch unklar, es dürfte aber zum Beginn des kommenden Jahres losgehen.

Amazon geht bei der Entwicklung der Chip ähnliche Wege wie auch verschiedene andere Unternehmen, die in das Design eigener Halbleiter-Produkte eingestiegen sind. Dies ist im Datacenter-Bereich eine logische Fortsetzung dessen, was schon vor vielen Jahren mit der Entwicklung eigener Server begonnen hat. Denn so lassen sich die Systeme besser auf die konkreten Anforderungen anpassen, was nicht nur Hardware-Ressourcen, sondern auch Energie spart, immerhin der größte finanzielle Faktor beim Betrieb von Datenzentren.

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