Navigation im Sonnensystem:
Neues Gerät wird Raumfahrt prägen
Die Navigation im Sonnensystem ist bisher von der Kommunikation mit der Erde abhängig. Jetzt ist aber ein Durchbruch gelungen, der das verändern wird. Ein kleines Gerät wird es jedem Raumschiff möglich machen, durch den Weltraum mithilfe von Pulsaren zu navigieren.
Goldene Platte der Voyager-2-Sonde: Die Sonne in Relation zu 14 Pulsaren
Wie Universetoday schreibt, wurde ein Prototyp für ein Pulsar-Navigationssystem seit 2018 auf der ISS getestet. Diese Systeme mit dem Namen NICER/SEXTANT war schon deutlich kompakter, aber weiter von dem Problem geprägt, das den Einsatz in kleineren Sonden verhindert: Die Hardware war in einem kaum tragbaren, waschmaschinengroßen Gehäuse untergebracht. Allerdings konnte man damit die Vorarbeit für einen Aufbau leisten, über den seine Erfinder jetzt in einer Pre-Print-Studie berichten.
Siehe auch:
Von der Theorie bis zur Praxis kann es sehr lange dauern
Die theoretische Idee, die extrem regelmäßigen Signale von Pulsaren für die Navigation im Weltraum zu nutzen, wurde schon kurz nach der ersten Entdeckung eines solchen Phänomens durch Jocelyn Bell im Jahr 1967 entwickelt. Wenige Jahre später sollten Wissenschaftler auf den berühmten goldenen Scheiben, die an der Seite der Voyager-Sonden angebracht waren, die Position des Sonnensystems in Relation zu 14 Pulsaren vermerken. Doch bis heute wurde kein zuverlässiges Navigationssystem für Sonden und Raumschiffe entwickelt, das auf Pulsare vertraut. Das Problem: Die nötige Technik war bisher einfach zu groß und schwer. Das soll sich jetzt ändern.
Goldene Platte der Voyager-2-Sonde: Die Sonne in Relation zu 14 Pulsaren
Wie Universetoday schreibt, wurde ein Prototyp für ein Pulsar-Navigationssystem seit 2018 auf der ISS getestet. Diese Systeme mit dem Namen NICER/SEXTANT war schon deutlich kompakter, aber weiter von dem Problem geprägt, das den Einsatz in kleineren Sonden verhindert: Die Hardware war in einem kaum tragbaren, waschmaschinengroßen Gehäuse untergebracht. Allerdings konnte man damit die Vorarbeit für einen Aufbau leisten, über den seine Erfinder jetzt in einer Pre-Print-Studie berichten.
Autonome Navigation im Weltraum
Mit PODIUM will der Wissenschaftler Francesco Cacciatore und sein Team das erste "kompakte Pulsar-Navigationssystem für Raumfahrzeuge" bieten können. Mit einem Gewicht von 6 kg, 20 Watt Strombedarf und den Außenmaßen von 15 x 24 x 60 cm kann man dabei große Fortschritte bei der Miniaturisierung erreichen - und kommt in einen Bereich, der den sinnvollen Einsatz in einer breiten Palette von Weltraum-Missionen denkbar macht. Wie Universetoday schreibt, steht die Menschheit damit an der Schwelle zur autonomen Navigation im Weltraum: "wie GPS, aber für die Galaxie."
Zusammenfassung
- Pulsare als Navigationshilfe im Weltraum: in den 70er erdacht
- Jetzt: Durchbruch für Navigation im Sonnensystem, ohne Kommunikation mit Erde.
- Fortschritt bei Miniaturisierung ermöglicht Einsatz in vielen Missionen.
- PODIUM: Erstes kompaktes Pulsar-Navigationssystem für Raumfahrzeuge.
- Gewicht: 6 kg, Strombedarf: 20 W, Maße: 15 x 24 x 60 cm.
Siehe auch:
- Navigation der Google Maps-App sorgt für Stillschweigen im Gehirn
- Indoor-Navigation über das Magnetfeld der Erde
- Forscher legen Konzept für Weltraum-Städte aus Asteroiden vor
- Klimawandel bringt uns ganz neue Probleme mit dem Weltraumschrott
- James-Webb-Weltraumteleskop übersteht Mikrometeoriten-Einschlag
Thema:
Neueste Downloads
Neue Nachrichten
Beliebte Nachrichten
Videos
❤ WinFuture unterstützen
Sie wollen online einkaufen?
Dann nutzen Sie bitte einen der folgenden Links,
um WinFuture zu unterstützen:
Vielen Dank!
Alle Kommentare zu dieser News anzeigen